Monat: Juli 2018

Heidelbeeren sind wahre Vitamin-„Bomben“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in der Zeit von Juli bis September blühen sie, die Heidelbeeren, herrlich blaue, bis zu einem Zentimeter dicke Früchte, die ein wahres Wunder sind, denn sie gehören in unserem Land zu den gesündesten Obstsorten überhaupt.

Während dieser Zeit kann man im Wald reife Blaubeeren, wie die Heidelbeeren auch genannt werden, finden. Wann genau sie genießbar sind, hängt natürlich von der Witterung und der Lage ab. Wer es ganz bequem haben möchte, pflanzt sich die kleinen Sträucher im eigenen Garten an.

Was ist nun das Gesunde an Heidelbeeren?

Als Faustregel gilt:  Je dunkler die Frucht, desto gesünder.

Eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen sind freie Radikale. Die Heidelbeere enthält neben reichlich Vitamin C und E einen besonders hohen Anteil an Anthocyane, einer Antioxidantie, welche die freie Radikale absorbiert.

Die Heidelbeere gilt daher als Königin der antioxidativen Früchte und mindert das Krebsrisiko!

Heidelbeeren halten Blutgefäße frei und sauber. Bekannt ist, dass eine Ernährung,
die reich an Obst und Gemüse ist, das Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose senken kann. Ein amerikanisches Forscher-Team hat sich dieser Thematik angenommen und als erstes die Heidelbeere (auch Blaubeere genannt) als Anti-Arteriosklerose-Frucht entdeckt.

Neueste Studien belegen zudem eine günstige Wirkung auf den Cholesterinstoffwechsel.

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Der hohe Gehalt an Gerbstoffen macht die Heidelbeere auch zum idealen Entzündungshemmer, denn Gerbstoffe wirken keimtötend.

In der Volksheilkunde werden Zahnfleischentzündungen, Magen-Darm-Probleme, entzündliche Ekzeme und schlecht heilende Wunden mit Blaubeeren behandelt.

Und auch die „grauen“ Zellen erleben mit dem Verzehr von Heidelbeeren im wahrsten Sinnes des Wortes ihr „blaues Wunder„:

Mehrere Studien zeigen, dass täglicher Heidelbeer-Verzehr vor allem bei älteren Menschen die Gedächtnisleistung deutlich verbessern kann.

Forscher der Uni Regensburg entdeckten, dass Anthocyane den Abbau wichtiger Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin verlangsamen und somit den Gehirnstoffwechsel sehr positiv beeinflussen.

Patienten mit Parkinson oder Depressionen könnten davon profitieren, da diese Krankheiten mit Dopamin- oder Serotoninmangel in Verbindung stehen.

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Frau Sonne hat es brav gemacht,
Sie hat die Beeren zur Reife gebracht,
Die Heidelbeeren.

Wir wollen uns bücken
Und fleißig pflücken
Die Heidelbeeren.

Wir wollen verzehren,
Frau Sonne zu Ehren,
Die Heidelbeeren,
Die lieben, blauen Heidelbeeren

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Besonders hoch ist der Anthocyane-Anteil bei Wildheidelbeeren, bei deren Genuss sich Zähne und Zunge blau färben. Die größeren und auch süßeren Kulturheidelbeeren haben kein dunkles, sondern helles Fruchtfleisch, sind aber auch reich an Anthocyanen.

Also, nichts wie ran an die wundervoll blau anmutenden, gesunden Heidelbeeren, denn unter den beschriebenen Vorzügen ist sie für Pflege älterer Menschen geradezu prädestiniert, aber natürlich auch für jeden von uns zu empfehlen. 

Lasst sie Euch so richtig gut schmecken, sie passt übrigens auch wunderbar zu Vanille-Eis

Werner

Über Scham und Würde in der Pflege

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein mehr als ernst zu nehmender Faktor in der Pflege ist neben dem Respekt, das Einfühlungsvermögen und die Akzeptanz von Scham, sowie über alledem mahnend die Würde des Menschen.

Die größten Bedenken, die mir als Mann in der Pflege von den weiblichen Kolleginnen entgegenschlugen, waren die Scham der zu pflegenden Personen – 2001 hießen sie noch Bewohner und mittlerweile nur noch „Kunden“, was zwar kaufmännisch den Tatsachen entspricht, aber für mein persönliches Pflegeverständnis „schlimm“ klingt.

So wurde ich in der ersten Zeit während der Ausbildung nur auf demente Menschen „los“ gelassen, was mich sehr gewundert hat, denn auch diese Menschen haben ein Schamgefühl, welches m.E. nach noch viel zwingender zu respektieren gilt.

Zu einem späteren Zeitpunkt, als ich mich wohl bewährt hatte, durfte ich dann auch mal zu Bewohnern, die nicht dement, sondern „nur“ teilweise körperlich eingeschränkt waren. Und siehe da, wenn man mit den Menschen spricht und sich erklärt, warum man da ist, ups, dann darf man auch als Mann die Grundpflege durchführen.

Ich erinnere mich immer gerne an ein Erstgespräch im Rahmen einer Heimaufnahme mit einer sehr feinen hochbetagten Dame (82 Jahre alt), der ich auch die Situation schilderte, dass es nicht immer zu gewährleisten sei, dass zur Grundpflege eine weibliche Mitarbeiterin kommt – ich sehe das beinahe entsetzte Gesicht noch immer vor mir.

Etwa zwei Monate später – ich hatte Schichtleitung auf dem Wohnbereich und den Ausfall einer Altenpflegehelferin zu kompensieren – betrat in nach Anklopfen an die Zimmertür eben dieser Bewohnerin und einem vernehmbaren „Herein“ das Zimmer und hatte bereits durch mein Anklopfen einen kleinen „Bonus“.

Ich erklärte kurz die Situation und durfte ohne große Widerworte bei der Grundpflege zur Hand gehen. Es klappte, da ich erbeten hatte, mir den notwendigen Hilfebedarf kurz zu schildern, erstaunlich gut und so kam die Dame auch an diesem Tag pünktlich zu ihrem Frühstück im Gemeinschaftsraum, was ihr sehr viel im Rahmen ihrer persönlichen Tagesstruktur bedeutete.

Als ich Tags darauf morgens zum Dienst kam, saß genau diese Dame in Nachthemd und Morgenmantel im Rollstuhl auf dem Flur, erwiderte meinen Gute-Morgen-Gruß und bedeutete mir durch ein Handzeichen mich zu ihr zu bücken, was ich gerne tat, und fragte mich: „Kommen Sie nachher wieder zur Morgenpflege?“ Das sind die unbezahlbaren Momente, die man – so denke ich – nur in einem Pflegeberuf erleben kann.

Aber zurück zu Scham in der Pflege:

In nahezu jeder Pflegeeinrichtung trifft man im Eingangsbereich ein Schild mit der Aufschrift:

Die Würde des Menschen ist unantastbar

und das Pflegeleitbild der Einrichtung, welches Auskunft über die Pflegephilosophie gibt und in der unmittelbaren Nähe davon das Zeugnis der letzten MDK-Prüfung, die 1,X, also auf den ersten Blick sehr gut ausgefallen war.

Für mich waren diese Dokumente neben meiner Stellenbeschreibung, die ich bei Abschluss des Arbeitsvertrages ausgehändigt bekam immer äußerst interessant, denn meist wusste ich nach wenigen Tagen, dass diese mehr oder minder reine Makulatur waren, weil die tatsächliche Pflege aus diversen Gründen mit alle dem nur recht wenig gemein hatte.

Am Anfang jeder Pflegehandlung steht die Wahrnehmung – meine eigene und vor allem die der zu pflegenden Person – wobei Pflege und Scham unzertrennbar miteinander verbunden sind und immer bleiben! Man kann sich als Pflegepersonal nicht immer auf die aktuellen Rahmenbedingungen, sprich Personalmangel, Zeitdruck, etc. berufen, denn das ist psychologisch wertlos, weil die zu pflegenden Personen das eh schon beobachtet haben und zum anderen sollte man solche Äußerungen aus vielen Gründen für sich behalten, rein schon um die eigene soziale Kompetenz zu wahren.

In der Konsequenz ist es so, dass eine würdevolle Pflege, die Anerkennung und Schutz aller zu wahren weiß, in aller Regel nicht zu gewährleisten war.

Als Erstes gilt es die Scham wahrzunehmen, bei sich selber und bei allen im Pflegeprozess eingebundenen Berufsgruppen – Ergo, Physio, Beschäftigung, Küche, Reinigungskräfte, etc – gelten zu lassen, damit die  in erster Linie schützende Funktion der Würde überhaupt greifen kann.

Ich werde in nachfolgenden Artikeln immer wieder auf diese Thematik zurückkommen, denn diese Webseite heißt nicht ohne Grund: Altenpflege mit Herz und Hand.

Ich hoffe, dass ich einige Menschen Gedankenanregungen vermitteln konnte und wünsche uns allen von Herzen gerne einen erfolgreichen Start in die neue Woche, vor allem aushaltbare Temperaturen.

Passt bitte auf Euch auf

Werner

Welt-Hepatitis-Tag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 28. Juli ist

Welt-Hepatitis-Tag 2018

Aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge leben weltweit 257 Millionen Menschen mit Hepatitis B und 71 Millionen mit Hepatitis C.

Das Motto des Tages lautet daher auch:

„Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“

Das Ziel aller künftigen Maßnahmen ist es bis 2030 diese Infektionen ganz drastisch einzudämmen.

Auch in unserem Land sind Hunderttausende von chronischer Hepatitis B und C betroffen.

Eine Hepatitis-B-Infektion lässt sich durch eine Schutzimpfung verhindern.

Für Menschen, die in der Pflege arbeiten ist die Hepatitis-Schutzimpfung eine der wichtigsten Impfungen überhaupt. Genaueres dazu kann man leicht im Internet erfahren. Wichtig, falls es keinen Betriebsarzt gibt, bitte selbst darauf achten, denn etwa 10 Jahre nach der dreiteiligen Erstimpfung sollte eine Auffrischung erfolgen! 

Eine Neuinfektion heilt bei einem Erwachsenen meist von selbst aus, kann jedoch auch chronisch verlaufen und Medikamente können eine chronische Hepatitis B oftmals nicht komplett ausheilen, aber zumindest sinkt die Gefahr von Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs, und wahrscheinlich auch das Ansteckungsrisiko für andere. Die Forschung wurde intensiv vorangetrieben, um  heilende Therapien gegen Hepatitis B zu finden.

Eine Hepatitis-C-Infektion dagegen ist dank neuer Medikamente heute fast immer heilbar. Frühere Therapien konnten zwar auch zur Heilung führen, erreichten dieses Ziel aber deutlich seltener und waren für ihre Nebenwirkungen berüchtigt. Seit 2014 wurden neben dem altbekannten Interferon eine Reihe von neuen Medikamenten zugelassen, welche wesentlich verträglicher sind und über 90% der Betroffenen schon beim ersten Therapieversuch dauerhaft von ihrer Infektion befreien.

Dadurch ist das Ziel, die Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, nun erstmals überhaupt denkbar geworden.

Die WHO-Hauptversammlung hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, Hepatitis B und C bis 2030 global einzudämmen bzw. zu eliminieren und dieses Ziel wird nun in der globalen sogenannten NOhep-Kampagne verfolgt.

Auch in Deutschland hat die Bundesregierung die BIS2030-Strategie festgelegt, welche neben HIV auch die Eindämmung der Hepatitis B und C sowie weiterer, sexuell übertragbarer Erkrankungen bis 2030 anstrebt.

Um Hepatitis B und C einzudämmen bzw. sogar zu eliminieren, ist nicht nur Prävention sehr wichtig. Gänzlich unverzichtbar ist es auch, dass Betroffene rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden.

Eine Hepatitis-Infektion bekommt man als Betroffener lange nicht zu spüren.  Auch die typische Gelbfärbung der Haut und der Augen bleibt oft aus.

Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gelenkbeschwerden sind eher unspezifisch.

Wer nichts von seiner Infektion weiß, hat keinerlei Chance, diese zu behandeln und noch viel schlimmer kann die Infektion unwissentlich auch noch an andere weitergegeben werden. Wer ein Risiko für eine Virushepatitis hat, z.B.: beruflich, tut gut daran, sich gezielt untersuchen zu lassen.

Auf der Webseite Lebertest.de der Leberhilfe Projekt gUG kann man durch einem anonymen Online-Test herausfinden, ob es im Lebenslauf etwaige Risikofaktoren für Hepatitisinfektionen oder andere Lebererkrankungen gab.

Diese Möglichkeit sollte man im eigenen Interesse wahrnehmen, wenn Zweifel bestehen und ich drücke uns allen von Herzen gerne die Daumen, auf das es weltweit gelingt das diesjährige Motto erfolgreich umzusetzen

Werner

 

Mein Weg bis hin zum examinierten Altenpfleger

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich Euch meine neue Webseite vorstellen:

Altenpflege mit Herz und Hand

Nachdem ich einige Zeit als Pflegehelfer tätig war, entschied im mich 2001 für eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger, die ich als Umschulungsmaßnahme gewährt bekam. Diese Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre und 2001 waren die Altenpflegeschulen völlig überlaufen.

Die Ausbildungsgang hatte am 1. August begonnen und nur dem Umstand, dass Ende September eine Schülerin die Schule aufgab, hatte ich es zu verdanken an deren Stelle zwei Tage vor Ende des ersten Schulblockes in die Ausbildung einzusteigen.

Die ausscheidende Schülerin überließ mir freundlicherweise ihre schriftlichen Unterlagen, sodass ich neben den ersten zwei Monaten im Praktikum das Schulische nacharbeiten konnte, was mir auch gelang, sodass ich problemlos in den zweiten Schulblock einsteigen konnte und alle Prüfungen mit Bravur abschloss.

Meine Lieblingsfächer waren neben den medizinischen Grundlagen, Arzneimittellehre, Deutsch und Englisch, vor allem Tagesgestaltung, Berufskunde und Psychologie.

Da man als Praktikant in jeder Altenpflegeeinrichtung willkommen ist, weil man ja keine Kosten verursacht, habe ich sowohl in einer öffentlichen Einrichtung, einem größeren privaten Heim, einem kleinen privaten Haus und in einem ambulanten Pflegedienst  praktischen Dienst verrichtet, um mir ein umfassendes Bild machen zu können, wohin mich mein Weg nach Ausbildungsende führen könnte.

Für mich waren diese Einblicke ganz entscheidend, denn Männer waren damals zwar in der Pflege erwünscht, aber „nur“, weil die Damen dachten, man könne bei den schweren Arbeiten entscheidend entlasten, aber ansonsten würde man für die Pflege wenig taugen. Aus diesem Grunde und weil ich zum einem gewohnt war viel Verantwortung zu übernehmen und zum anderen gerne selbständig arbeite, führte mich mein Weg letztendlich in die Dauernachtwache – 10-12 Std-Dienste, 7 Tage arbeiten und mit Glück auch 7 Tage frei.

Bereits während der Ausbildung lernte ich sehr viele Krankheitsbilder kennen, spezialisierte mich auf PEG, Sonden, Dauerkatheter, Trachealkanülen, Beatmung und die Versorgung von Wachkomapatienten.

Dann arbeitete ich ein Jahr in einer geschlossenen Abteilung, die man nur über ein elektronisches Zahlenschloss betreten und verlassen kann als Nachtwache ohne Helfer mit achtundzwanzig (28) Schwerstpflegefällen, sprich austherapierten Alkoholikern und Drogenabhängigen, Borderline-Syndrom, Schizophrenen, usw., die in der Lage waren Handläufe aus der Wandverankerung zu reißen, Türknöpfe abzubrechen, ect., die ich jedoch in 99 Prozent aller Fälle erfolgreich pflegen konnte, sodass es zu einigen Aha-Erlebnissen mit Angehörigen, wie auch Mitarbeitern kam. 

Das Zauberwort in der Pflege heißt ganz klar Empathie und ist der Schlüssel, um Zugang zu den zu Pflegenden zu bekommen, auch bzw. gerade wenn psychische Erkrankung oder Demenz im Endstadium zu den Krankheitsbildern gehören.

In künftigen Artikeln werde ich detailliert auf den Pflegealltag eingehen, um pflegenden Angehörigen und Altenpflegeschülern hoffentlich eine kleine Hilfe zu werden.

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit, würde mich sehr über Kommentare hier auf dieser Seite freuen und wenn Ihr diese Seite zu Euren Favoriten nehmen würdet.

Von Herzen gerne wünsche ich uns allen halbwegs erträglich durch die aktuelle Hitzeperiode zu kommen und toi toi toi viel Glück auf allen Euren wegen.

Werner