Monat: August 2018

Was ist das Verrückte an unserer Zeit?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gibt eine Fülle von Dingen und Situationen in unserer heutigen Zeit, die nicht nur paradox, sondern schon wirklich verrückt sind, oder?

Objektiv betrachtet steht unsere Welt Kopf.

Wir haben sehr hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranzschwelle, immer breitere Autobahnen, aber andererseits immer engere Ansichten.

Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Aus- und Weiterbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Verständnis, mehr Fachleute und Experten, aber auch mehr Probleme, bessere Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus; wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern. aber beten wahrscheinlich zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte drastisch reduziert.

Wir sprechen zu viel, aber wir lieben zu selten und einige hassen viel zu oft.

Wir wissen zwar, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.

Wir kommen bis zum Mond, aber schaffen es oft nicht einmal mehr bis an die Tür des Nachbarn.

Wir machen immer größere Dinge, aber leider keine Besseren.

Wir haben Möglichkeiten die Luft zu reinigen, aber unsere Seelen sind und bleiben verschmutzt.

Wir können Atome zwar spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger.

Wir haben gelernt immer schneller zu werden, aber wir haben verlernt auch mal zu warten.

Wir bauen ständig neue Computer, die mehr und größere Datenmengen speichern, eine Unmenge Kopien produzieren können, aber wir verkehren wesentlich weniger persönlich miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des steigenden Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit schneller Reisen, der Wegwerfartikel und leider auch der weg geworfenen Moral, der Beziehungen für eine Nacht und des Massen-Tourismus.

Es ist die Zeit der Pillen, die versprechen alles zu können: sie erregen uns künstlich, sie beruhigen uns bei Bedarf und sie töten unser Leben und die Umwelt bei Missbrauch.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben, statt im Laden, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl haben: das Leben zu ändern – oder mit einem Klick diesen Text zu löschen.

Falls ich Euch einige Ratschläge geben darf, dann vergesst bitte nicht, denjenigen, die Ihr von Herzen gerne liebt mehr Zeit zu schenken.

Sagt denjenigen auch mal ein gutes Wort, die Euch bewundern. Schenkt dem Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich“ und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein.

Findet Zeit Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen. Findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne, dass wir zu den alten Werten zurückfinden und „retten“ was noch zu retten ist.

Werner

Wie schützt man sich bei Gewitter im Freien?

Liebe Leserinnen und Leser,

Wenn man im Freien unterwegs ist und ein Gewitter im Anmarsch, ist es wichtig, ein paar Verhaltensregeln zu kennen, denn diese können im Zweifel über Leben und Tod entscheiden.  Jedenfalls kann man das Risiko minimieren von einem Blitz getroffen werden.

Wenn es stürmt und gewittert,
suchen viele Menschen instinktiv Schutz unter Bäumen.

Und an dieser Stelle kommen unsere alten und hochbetagten Menschen mit ihren Redensarten und Volksweisheiten „ins Spiel“, die sich hervorragend in der Beschäftigungstherapie. zum Beispiel im Rahmen einer 10-min-Aktivierung nutzen lassen. ABER, nicht alle Volksweisheiten sind richtig.

Denn eine alte Volksweisheit besagt:
„Eichen musst Du weichen,
Buchen sollst Du suchen!“

Doch ist es wirklich sicher,
sich bei Gewitter unter einen Baum zu stellen?

Sind Buchen bei Gewitter am sichersten?

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Bei einem richtigen Sommergewitter blitzt und donnert es, wie verrückt.

Hinzu kommt noch ein heftiger Regenschauer und dann entsteht die Frage:
  Wo stellt man sich sicher unter?

Ist ein Baum der richtige Schutz?

Unsere Großeltern haben schließlich immer davor gewarnt,
sich nicht unter die bösen Eichen zu stellen und
stattdessen lieber die Buchen zu suchen.

„Vor den Eichen sollst Du weichen und
die Fichten wähl‘ mitnichten,
auch die Weiden musst du meiden,
aber Buchen sollst du suchen‘!

Doch warum sind Buchen am sichersten bei Gewitter?

Da der Blitz immer den kürzesten Weg zur Erde sucht,
schlägt er bevorzugt in hohe Objekte,
wie zum Beispiel Bäume, Hochspannungsmasten,
Hügel oder andere Erhebungen ein.

Vor allem, wenn ein Baum auf einer großen Wiese
alleine steht und weit und breit kein anderer Baum,
  wird er zum gefährdeten Objekt.

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Sollte dann der Blitz einschlagen,
kann es für den Schutzsuchenden deshalb
unter einem Baum sehr gefährlich sein.

Ob es sich dabei um eine Buche,
eine Weide, eine Fichte oder sogar eine Palme handelt,
ist völlig egal, denn Baum bleibt Baum.

Und der Blitz kann natürlich nicht unterscheiden,
in welchen Baum er einschlägt.

Von daher ist es logischerweise nicht wahr,
dass spezielle Baumarten
von Blitzeinschlägen verschont werden.

Aber Blitzeinschläge sind unterschiedlich stark sichtbar:
bei Bäumen mit einer glatten Rinde, wie zum Beispiel Buchen,
sieht man die Schäden von Blitzeinschlägen weniger,
als Bäumen mit einer rauhen oder moosbesetzten Rinde,
wie zum Beispiel der Eiche.

Und genau aus diesem Grund dachten unsere Großeltern früher,
dass Buchen im Falle eines Gewitters die sichersten Bäume wären.

Also, oberstes Gebot:

NIEMALS unter einem Baum Schutz vor einem Gewitter suchen!

Stellt Euch bitte auch nicht auf Berge oder Hügel, sondern sucht eine Mulde und geht in die Knie oder in die Hocke, um dem Blitz so wenig wie irgend möglich Angriffsfläche zu bieten.
Schützt den Kopf mit den Händen.
Legt Euch aber bitte auf keinen Fall hin!
Falls ein Blitz in der Nähe, wobei auch 30 Meter schon sehr nah sind, einschlägt, nimmt das elektrische Potenzial ringförmig um die Einschlagstelle ab.

Wenn Ihr jetzt mit den Füßen oder dem Kopf in Richtung auf den Blitz liegen solltet, genügt bereits eine Körperlänge, um einen so großen Potenzialunterschied zu erzeugen, dass in den Körper soviel Induktionsstrom fließen könnte, der zu Herz- und/oder Atemstillstand führen kann.

Gebt bitte schön auf Euch acht!

Mit dieser Bitte, die von Herzen gerne kommt, wünsche ich Euch nicht im Freien in ein Gewitter zu geraten und einen erfolgreichen Start in die neue Woche

Werner

Sängerfest in Finsterwalde 2018

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

in der Zeit vom 24. bis zum 26. August findet das 

Sängerfest in Finsterwalde

im Jahr 2018 statt.

Bereits als kleiner Junge sang ich voller Begeisterung mit der Großmutter, die das Deutsche Liedgut „rauf und runter“ beherrschte. Und wer kennt nicht dieses Lied:

„Wir sind die Sänger von Finsterwalde, wir leben für den Gesang. Das wir die Sänger sind, dass weiß ein jedes Kind“

Da ich immer „Dingen“ auf den Grund gehe und mich Geschichte sehr interessiert, führte mich nach der Wende im Jahr 1990 die Neugierde nach Finsterwalde. Ich war sofort fasziniert von diesem Ort und besucht nachdem das Sängerfest in Laufe der Folgejahre wieder an Beliebtheit gewann, besuchte ich es viele Jahre.

In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto: 

„Zu Hause bei Freunden“

Ich wollte in diesem Jahr die Gelegenheit nutzen, um parallel zum Sängerfest ganz liebe Freunde in Lauchhammer, Plessa und Elsterwerda zu besuchen, leider ist aber mein jahrelanger Gastgeber verstorben und mein aktueller Gesundheitszustand lässt die Reise nicht zu, schade, aber ce la vie. 

Während meiner Jahre in der Pflege habe ich über Musik und Gesang immer sehr schnell Zugang zu den alten und hochbetagten Menschen gefunden.

Kein Wunder, denn bereits auf dem Weg zur Arbeit, beispielsweise in der Landwirtschaft, wurde in früheren Zeiten gesungen und während der Arbeit dort auch, schon um den Zusammenhalt zu fördern und vor allem, weil es sich das Leben mit einem „Liedchen auf den Lippen“ besser aushalten lässt und oft auch zur allgemeinen Erheiterung führte.

Dieses Wissen und mein persönlicher Liedgut-„Schatz“ haben mir vieles in der Pflege und beim Zugang zu den Menschen erleichtert. Manchmal reichte es bereits eine bekannte alte Melodie zu summen und schon war man in kürzester Zeit in Kontakt.

Auch der Zugang zu dementen Menschen war so sehr oft möglich. Man muss eben halt nur die Geduld aufbringen und es als großen Erfolg ansehen, wenn bei einer 10-Min-Aktivierung in Gemeinschaftsarbeit auch nur 2 Verse eines „einfachen“ Kinderliedes zusammenkommen.

Einen Versuch ist allemal wert.

Und das Sprichwort besagt ja nicht umsonst, das mit Musik alles leichter geht!

Wer an diesem Wochenende Zeit hat, dem möchte ich empfehlen das Sängerfest in Finsterwalde zu besuchen. Auf einer eigens dafür erstellten Webseite kann man sich über das Programm informieren und ich denke es ist beinahe für jeden Musikinteressierten etwas dabei.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen prächtigen Start in ein hoffentlich wundervolles Wochenende mit aushaltbaren Temperaturen und fröhlichen Liedern

Werner

Warum schmeckt das Essen mit Salz besser? 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jeder von uns kennt Salz, jeder isst Salz und jeder verwendet im Haushalt Salz.

Jedoch steckt hinter dem Mineral viel mehr als nur ein simples Küchengewürz, denn einst war es kostbarer als Gold und es wurden sogar Kriege darum geführt.

Salz ist jedoch nicht gleich Salz, denn ganz herkömmliches Salz, wie wir es im Discounter oder Supermarkt kaufen können, durchläuft einen chemischen Prozess, wobei fast alle für den Körper bedeutsamen Elemente herausgefiltert werden, ausgenommen bleiben nur Natrium und Chlorid. Diesem Salz fehlen dann die wertvollen Mineralstoffe wie zum Beispiel: Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und weitere lebenswichtige Spurenelemente.

Wir unterscheiden vier verschiedene Sorten an Salzen:

Kochsalz wird industriell gefertigt, welches für den Körper schädlich ist, da es von diesem als aggressives Zellgift identifiziert wird. Es kann Gesundheitsstörungen, wie Cellulite, Nieren-, Gallensteine oder Rheuma hervorrufen.

Meersalz wird, wie der Name schon sagt, aus dem Meer gewonnen. Im Meersalz sind noch geringe Mengen anderer Bestandteile erhalten, zum Kalium, Magnesium und das essentielle Spurenelement Mangan.

Steinsalz ist Salz, welches in Salzbergwerken abgebaut wird.  Es ist vor Millionen vor Jahren durch das Austrocknen großer Meere entstanden und für den Menschen viel besser geeignet als das Kochsalz.

Siedesalz wird aus Natursole, also entweder direkt aus Meerwasser oder durch Bohrlochsolung gewonnen, bei welcher in unterirdische Steinsalzlager Wasser unter hohem Druck in Salzgestein gepresst wird. Das Salz löst sich auf und die entstehende Salzsole wieder dann zutage gefördert.

Für den Mensch ist Salz überlebenswichtig, denn keine Zelle des Körpers könnte ohne Salz existieren, das Herz könnte ohne Salz nicht schlagen, alle Nerven wären lahm gelegt, Blutzirkulation, Stoffwechsel, Muskeltätigkeit, Verdauung und Ausscheidungen wären unmöglich, da Natrium den Wasserhaushalt, die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen regelt und viele Stoffwechselvorgänge aktiviert. Chlorid ist unter anderem ein wichtiger Bestandteil der Verdauungssäfte. Es bewirkt die Bildung von Salzsäure im Magen, die als eine Komponente des Magensafts Proteine aus der Nahrung aufspaltet und unerwünschte Mikroorganismen unschädlich macht.

Nach der Sammlung all dieser Fakten hat mich eine Frage beschäftigt und deshalb habe ich versucht der Sache auf den Grund zu gehen:

Warum schmeckt das Essen mit Salz besser?

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Heute findet man es in jeder Küche, denn mit Salz schmeckt vieles besser.

Aber warum ist das denn so?
Und warum schmeckt nicht alles,
was wir salzen, gleich?

Tatsächlich macht Salz unser Essen nicht einfach nur salzig:
Es ist sozusagen ein Geschmacksfilter.

Salz verstärkt süße und saure Geschmäcker und
verdeckt daneben unangenehme Bitterstoffe.

Brokkoli zum Beispiel schmeckt von Natur aus bitter und wäre ohne Salz gar nicht genießbar und eine Prise Salz auf einer Grapefruit lässt diese besser schmecken.

Was sagt uns das?
Salz verändert also unser Geschmacksprofil und bewirkt, 

dass uns vieles besser schmeckt.

Doch Salz kann noch viel mehr bewirken:
Es regt den Speichelfluss an und lässt uns
den Geschmack im Essen intensiver wahrnehmen.

Außerdem weiten sich bei salzigen Gerichten die Öffnungen
der Geschmacksknospen auf unserer Zunge, wodurch die im Speichel gelösten Nahrungsbestandteile besser aufgenommen werden können.

Das ehemals„weiße Gold“ ist ein wahrer Alleskönner, denn mit Salz schmeckt unser Essen nicht einfach nur besser – es sieht sogar appetitlicher aus.

Bereits eine Prise Salz reicht schon aus, um Teig, Käse und Saucen eine gleichmäßige Konsistenz zu verleihen, Brötchen erhalten eine knusprige, goldbraune Kruste, weil der Zucker besser karamellisieren kann und sogar Speck und Wurst bekommen durch das Salz eine appetitanregende Farbe.
Auch der Geruch des Essens wird verstärkt, denn mit Hilfe des Salzes können sich die verschiedenen Aromen der Würzstoffe besser entfalten – salzige Gerichte riechen also tatsächlich auch noch besser.

Unsere Vorliebe für Salz hat noch einen weiteren Sinn:

Für lebenswichtige Funktionen, wie den Herzschlag und Blutdruck, braucht unser Organismus unbedingt Salz, denn zu wenig Salz in unserem Körper ist
genauso schlimm wie zu wenig Wasser.

Salz ist ein Nährstoff, den der menschliche Körper nicht selber produzieren kann.

Natrium ist neben Chlorid einer der Hauptbestandteile von gewöhnlichem Tafelsalz. Während Forschungen wurde entdeckt, dass Erwachsene, die Natriummangel haben, sehr gerne zu salzigem Essen griffen.

Und andererseits bevorzugten Personen mit einem erhöhten Natriumhaushalt trotzdem salzige Snacks, obwohl deren Körper keinem Mangel aufwies.
Demzufolge kennt unser Salzappetit also keine Grenzen.

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Eine einheitliche Empfehlung für die tägliche Speisesalzzufuhr gibt es nicht:
In Deutschland schlägt das Bundesinstitut für Risikobewertung eine Zugabe von sechs Gramm pro Tag vor;  – laut Studien essen Männer im Schnitt 9,0 Gramm und Frauen 6,5 Gramm Salz täglich – 
in anderen Ländern hingegen werden nur 2,3 Gramm Salz pro Tag empfohlen. 

Die richtige Dosierung bleibt also Geschmackssache.

Und wie immer gilt auch hier:
Bitte nur in Maßen genießen, denn zu viel Salz kann uns
sprichwörtlich die Suppe versalzen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne eine wundervolle Zeit und bitte immer daran denken, dem Körper neben ausreichend Wasser auch bitte ausreichend Salz zuzuführen.

Werner

Meine kritischen Gedanken zum Tag der Senioren

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in den USA ist heute Tag der Senioren 2017 und am 1. Oktober ist der Internationale Seniorentag, der seit 1990 jährlich auf die Situation und Lebensbedingungen älterer Menschen aufmerksam macht und für besondere Herausforderungen wie Altersarmut, Vereinsamung und Diskriminierung sensibilisieren soll.

Zum einen sollen an diesem Tag die erbrachten Leistungen der Älteren gewürdigt und zum anderen darüber hinaus das gegenseitige Verständnis zwischen den jüngeren und den älteren Generationen gestärkt werden.

Ich finde man kann, nein man muss beinahe täglich über die Situation der Senioren nachdenken, denn die Situation wird immer bescheidener, egal, wo man hinhört oder hinschaut.

Nicht nur das der Altersbaum sich immer mehr zuspitzt, auch durch die letzte Rentenerhöhung und die angeblich so gute Situation auf dem Arbeitsmarkt sollten man sich nicht über den tatsächlichen Stand der Dinge hinweg täuschen lassen, denn es beileibe nicht alles Gold, was glänzt.

Ganz besonders berührt und vor allem mehr als nachdenklich gemacht, hat mich eine Reportage, die vor ein paar Wochen im Fernsehen zu sehen war, wo ein weit über 70 Jahre altes Ehepaar, um einen halbwegs erträglichen Lebensstandard zu halten, zwei mal wöchentlich in einer Papierfabrik nachts unter höchster Anstrengung schwere Papierberge bewältigen musste.

Ein weiteres Highlight ergab sich als ich ein wenig im Internet recherchierte: ich gab als Suchbegriff anstatt Altersarmut den Suchbegriff: Seniorenarmut ein und bekam Ergebnisse für: Seniorenarbeit!

Und ich war mehr als erstaunt, wie viele und umfangreiche Seiten es doch zu diesem Thema gibt: angefangen von Ideen für Seniorenarbeit über diverse Angebote für Seniorenarbeit bis hin zu regelrechten Empfehlungen dafür. 

Das Jahr 2018 soll ja das „Jahr der Senioren“ werden, zumindest, wenn man sich den Rückblick zum 12. Deutschen Seniorentag 2018 so anschaut, der vom 28.-30. Mai 2018 in Dortmund stattgefunden hat. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V. hatte diese Seniorentage gemeinsam mit ihren über 100 Mitgliedsverbänden unter dem Motto 

„Brücken bauen“

ausgerichtet.

Eine „erfolgreiche“ Politik für Senioren wird es meiner Meinung nach auf lange Sicht nicht geben, aber sie sollte sich zumindest zum Ziel setzen Frauen und Männer ausreichend zu unterstützen, die Hilfestellung jeglicher Art, Pflegeleistungen oder Versorgung im Alter dringend benötigen.

In diesem Sinne drücke ich uns allen von Herzen gerne voll doll die Daumen, dass es zeitnah nachhaltige Lösungen gibt und wünsche uns allen einen wundervollen Tag

Werner

P.S.:

Ich würde mich sehr über Eure Kommentare freuen!

Unterhalb des Artikels findet Ihr ein Kommentarfeld in ausreichender Größe.

Was macht man denn so als Altenpfleger?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was macht man denn so als Altenpfleger

Altenpflege,
wird auch die Pflege alter Menschen genannt und
befasst sich mit der Betreuung und Pflege
von betagten Menschen in der
Hauskrankenpflege bzw. in
Ambulanten Pflegediensten,
Altenheimen, Pflegeheimen,
geronto-psychiatrischen Kliniken,
sowie bedingt auch auf
Palliativ-Stationen und in Hospizen.

Die berufliche Altenpflege wird von
Altenpflegern, wobei diese
erst seit 2004 ein anerkanntes Berufsbild sind,
Gesundheits- und Krankenpflegern oder Altenpflegehelfern ausgeübt.

Wer also meint ein „dickes Fell“, sowie Nerven, wie Drahtseile zu haben, über ausreichend Erfahrung in allen erdenklichen Lebenslagen und ein Höchstmaß an sozialer Kompetenz verfügt, der kann sich dem dreijährigen Ausbildungsgang zur Altenpflegefachkraft stellen.

Und wer dann auch noch die Prüfungen – schriftlich, mündlich, praktisch –  schafft und das Examen in der Hand halten darf, kann sich den Anforderungen der Ganzheitlichen Pflege stellen, Schichten führen, sich weiterbilden, qualifizieren, spezialisieren und bishin zur Pflegedienstleitung aufsteigen.

Was Altenpflege tatsächlich bedeutet,
versuche ich hier mal darzustellen,

denn entgegen der langjährigen. eher abfälligen Meinung, die damals herrschte, sind wir nicht nur „Arschabwischer“,
sondern …

wir führen die Grundpflege durch
wir reichen die Mahlzeiten an
wir sind „Seelenklempner“ und Trostpflaster
wir bringen Menschen zum Lachen und
sind für sie da, wenn sie traurig sind und weinen
wir begleiten Menschen durch den Tag und die Nacht
wir fördern die Gemeinschaft und schlichten Streit
wir führen die Wundversorgung durch
wir versuchen vorhandene Resourcen zu erhalten
wir begleiten Menschen im Sterbefall
wir spenden Trauernden Trost
wir versuchen Menschen sinnvoll zu beschäftigen
wir sind für einige Menschen „die“ Familie
wir sind Improvisateure und Organisationstalente
wir sind Sprachrohr zu den Ärzten
und allen anderen Berufsgruppen
wir koordinieren Termine
wir sind Köche, Küchenhelfer und Kellner
wir sind Zimmermädchen
wir sind auch Reinigungsfachkräfte
wir finden Gebisse und Brillen wieder
wir sind „der“ Schlüsseldienst
wir führen Auseinandersetzungen
wir sind Motivationskünstler
wir lesen Zeitungen und Bücher vor
wir sind Wegbegleiter auf allen Wegen
wir sind Sänger, Tänzer, Musikanten, Clowns
wir sind Spielkameraden
wir sind da … in guten, wie in schlechten Tagen

wir sind schon ziemlich …. klasse, oder?

ja,  und so ganz „nebenbei“ erledigen wir noch ein bisschen „Papierkram“: Dokumentation wie Biographie, Evaluierung, Fallbesprechung, Pflegeberichte, Pflegeplanung, etc.

Werner Heus

Schutzbefohlen bedeutet anvertraut sein

Liebe Leserinnen, liebe Leser

als examinierter Altenpfleger, leider aufgrund von schwerer Erkrankung nicht mehr berufstätig, aber während der aktiven Zeit überwiegend mit dementen Menschen betraut, möchte ich heute auf das Thema:

SCHUTZBEFOHLENE

explizit eingehen!

Wie definiert der Gesetzgeber? 

Bei Schutzbefohlenen handelt es sich um Personen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer körperlichen Verfassung besonders schützenswert sind. Im StGB gibt es einige Vorschriften, die gegenüber Schutzbefohlenen verübte Taten aufgrund der größeren Verwerflichkeit härter bestrafen, so z.B. die Misshandlung (siehe Misshandlung) von Schutzbefohlenen nach § 225 StGB oder der sexuelle Missbrauch (siehe Sexueller Missbrauch) von Schutzbefohlenen nach § 174 StGB.

Schutzbefohlene im Sinne des § 225 StGB sind Personen unter 18 Jahren sowie solche Personen, die aufgrund Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlos sind. 

Als examinierter Altenpfleger steht man, selbst wenn man seine Arbeit noch so gewissenhaft ausführt, immer mit einem Bein im „Knast“, also muss man trotz allem Druck zumindest die Grund- und Menschenrechte einhalten!

Schutzbefohlen bedeutet … anvertraut sein!

Die Dienstanweisung fängt mit einer Stellenbeschreibung an, die Philosophie wird in den Einrichtungen unter einem Pflegeleitbild vorgegeben und über allem Handeln steht ein Satz aus dem Artikel 1 des Grundgesetzes:

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Ich selbst habe viele Jahre in sogenannten „Geschlossenen Bereichen“, die man nur durch eine zahlen gesicherte Kombination überhaupt betreten kann und in geronto-psychiatrischen Einrichtungen mit austherapierten Alkoholikern, Drogenkranken, Borderline-Syndrom oder gar BPS, Psychopathen, Schizophrenen, teilweise Dementen und das auch noch als Nachtwache, in einem Beispiel mit mehr als 20 solchen zu Pflegenden alleine als Nachtwache gearbeitet, dabei unter anderem bis auf einen Zahn durch einen fürchterlichen, wenn auch unbeabsichtigten Schlag eines Dementen, alle Zähne im Oberkiefer verloren, lag mehrere Minuten bewusstlos herum, bevor ich „irgendwie“ die Nachtwachen aus den anderen Wohnbereichen zu Hilfe rufen konnte!, aber das ist mir alles egal, denn ich habe mir trotz allem eins immer bewahrt, nämlich Altenpfleger mit Herz und Hand zu sein und zu bleiben.

Auf den Punkt gebracht, hatte ich überwiegend mit Schutzbefohlenen zu tun.

Der liebe Gott hat mir so etwas wie goldene Hände und die richtigen Instinkte für den Umgang mit schwierigen Situationen „in die Wiege“ gelegt, sodass ich in 99 Prozent aller Fälle immer passable Lösungen für extrem schwierige Pflegesituationen instinktiv gefunden habe. Man kann zwar die graue Theorie beigebracht bekommen, Krankheitsbilder, etc., aber es ergeben sich in der Praxis Dinge, die man nicht für möglich gehalten hätte und dann muss man reagieren. möglichst richtig und zeitnah, denn da sind ja auch noch andere zu Pflegende, die evtl. Hilfebedarf haben und auch ein Stück weit um die eigene Gesundheit.

Wohl wissend, dass der Bewohner einer Pflegeeinrichtung eine „Wunderwaffe„, nämlich einen roten Kopf für eine Klingeleinrichtung sein Eigen nennen darf, bin ich bereits bei der Grundpflege auf die kleinen Wünsche meiner Schutzbefohlenen eingegangen und habe eben z.B. auf Wunsch an Stellen eingecremt, wo nichts war, aber der Mensch war in diesem Moment zufrieden und DAS war das Wichtigste.

Ich habe leider, leider viele Situationen erlebt, die mich betroffen gemacht haben:

eine Altenpflegerin steht vor einen Dementen und zeigt ihm nicht nur einen „Vogel“, sondern eine ganze Vogelschar … pfui  

eine Altenpflegerin lässt eine frisch gebadete Demente, also Schutzbefohlene, mit nassen Haaren und nur dem Bademantel bekleidet bei 7 Grad minus 1 Stunde und 15 min. direkt vor dem einem geöffneten Fenster stehen! … pfui 

ein Wohnbereichsleiter zeigt mit dem Finger auf eine demente Bewohnerin, die sich während der Mittagsruhe die Unterbekleidung ausgezogen und das Inkontinenzmaterial heruntergezogen hat, duzt diese mit den Worten:

„….., wie siehst Du denn aus!?“  und lacht die alte Dame aus … pfui 

Hat solches Verhalten noch irgend etwas mit der Würde des Menschen zu tun ???

Nein, sie wird teilweise nicht nur mit Füßen getreten, sondern auf das Übelste missachtet und an einem solchen Punkt ist bei mir immer Schluss gewesen. Wenn so etwas sich wiederholt und toleriert wurde, habe ich mir einen neuen Arbeitsplatz gesucht, denn für einen reise willigen Junggesellen gibt es Arbeit, wie Sand am Meer.

Altenpfleger unterliegen tagtäglich der „Beobachtung“ durch zu Pflegende, Angehörige, Kollegen und Vorgesetzte. Wer die Unantastbarkeit der Würde des Menschen missachtet, muss abgemahnt, und bei mehrfachen Vergehen gekündigt werden. 

Sollte sich dieses Verhalten fortsetzen sollte das Examen entzogen und in der Konsequenz Berufsverbot erteilt werden!

Leider werden viele Missstände durch – in Köln nennen wir es „Klüngel“ – oder das sogenannte „Vitamin B“ vertuscht und unter den Teppich gekehrt!

Ich könnte unzählige Beispiele mit Ross und Reiter anführen, aber ich unterliege ja der Schweigepflicht

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich diese Missstände binnen kürzester Zeit abstellen wollen, aber ich weiß das es ein völlig utopischer Gedanke ist.

Ich danke all meinen ehemaligen Kollegen, die die Würde des Menschen und vor allem der Schutzbefohlenen achten für die tolle Arbeit, wünsche Euch ganz viel Kraft, ein starkes Nervenkostüm und drücke voll doll die Daumen,dass Ihr nicht all zu oft weit über die Leistungsgrenze hinaus gehen müsst … es kommen ja ganz schnell 13.000 neue Fachkräfte … grins

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen guten Start in die neue Woche, aushaltbare Temperaturen und einen erfolgreichen Tag.

Werner

 

 

Auch Brombeeren sind wahre Vitaminbomben

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
genau wie die Heidelbeere (Blaubeere), ist auch die Brombeere eine sehr beliebte Frucht, die bereits seit „ewigen“ Zeiten aufgrund ihrer nachweislichen Heilkräfte gesammelt und heutzutage auch als therapeutisches Nahrungsmittel angesehen wird. 
Bereits bei den „alten Griechen“ wurde die Brombeere als Naturheilmittel genutzt. 
Der Einsatz erfolgte bei Entzündungen von Zahnfleisch, was oft durch die Verwendung als Kräuterteemischung gelang.
Heutzutage werden sie in roh verzehrt, eignen sich aber auch für Milchzubereitungen, im Joghurt, um ein Müsli aufzufrischen und nicht zu unterschätzen geben sie unter dem Stichwort: „das Auge isst mit“ zusätzlich einen kräftigen farblichen und damit auch Appetit anregenden Akzent.
Es gibt schier zahlreiche Formen, die wild wachsen und nahezu rund um den gesamten Globus, also nahezu weltweit, zu finden sind.
Rund 2.000 unterschiedliche Arten sind alleine bei uns in Europa vertreten.
In unserem Land zählt sie zu einer der ältesten Obstarten überhaupt.
Das Schöne ist, dass man sie auch im heimischen Garten anbauen kann.
Die Brombeere ist eine wahre Vitaminbombe.
Und das sind die Fakten, die sie auch im Speiseplan einer Altenpflegeeinrichtung interessant macht: 
Sie Brombeere hat einen enorm hohen Gehalt an Provitamin A, der sich in unserem Körper zu Vitamin A umwandelt. Des weiteren ist jede Menge an Vitamin C enthalten, das unter anderem der Zellschädigung vorbeugt.
Ebenso beachtlich sind die enthaltenen Vitamine: 
Beta Carotin, Vitamine E, B1, B2, B6 und Folsäure

Die Heilwirkungen der Brombeere sind sehr vielfältig: 

Sie wirkt nicht nur reinigend auf das Blut, sondern auch blutstillend, schleimlösend und treibt den Harn an.

Die Beere kann nicht nur bei Mandelentzündung, Fieber, Mundschleimhautentzündungen und Durchfall helfen, sie lindert auch Beschwerden bei einem Magen – Darm – Katarrh oder Sodbrennen.

Die Vielfalt der Verwendbarkeit ist beachtenswert:

Brombeeren sind zum Frischverzehr,
als Kuchenbelag und für die Bereitung von Marmelade,
Gelee, Saft und auch Wein geeignet.
Brombeeren sind sehr empfindlich, die Lagerung im Kühlschrank sollte höchstens
zwischen zwei und drei Tagen betragen. 
Zum Einfrieren ist sie jedoch bestens geeignet 
und so kann ein Vorrat für den Winter angelegt werden.

 

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Brombeer-Kuchen … hmmh lecker

 

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Brombeerwein … etwas für Genießer

 

Brombeersaft ist ein wohltuendes Mittel bei Heiserkeit 
Die Beeren haben einen hohen Gehalt an Mangan, welches für die Knochen und das Bindegewebe unersetzlich ist. Des Weiteren enthalten sie Magnesium, was sowohl die Nerven – wie auch die Muskelfunktion ankurbelt.
Im Grunde gibt es nur ein einziges Fazit, nämlich: nichts, wie ran an die Brombeeren und roh verzehren, denn da wirken sie als therapeutisches Nahrungsmittel am Besten.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen herrlichen Sommertag mit hoffentlich aushaltbaren Temperaturen und eine große Portion herrliche Brombeeren (zur Not auf Vanille-Eis … zwinker)
Werner 

Loslassen ist auch eine Frage von Respekt

Liebe Leserinnen und Leser,

manchmal denkt man, es sei stark festzuhalten, aber es ist das Loslassen das wahre Stärke zeigt!

Mit diesen einleitenden Worten greife ich heute ganz bewusst ein „heißes“ Thema auf, mit welchem ganz sicher jeder von uns bereits einmal konfrontiert war und vielleicht so seine Probleme hatte, noch hat oder im schlimmsten Fall sein ganz restliches Leben lang haben wird.

Wer Kinder hat, wird sicherlich die Situation kennen. Zunächst behütet man sie mit Mutter/Vater-Instinkt gegen Wind und Wetter, „Furz und Feuerstein“ und jegliche Einflüsse, die das Leben als solches so zu bieten hat. Jedoch irgendwann kommt einmal der Tag, wo ein Kind entscheidet die elterliche Wohnung zu verlassen, um einen eigenen Hausstand oder sogar eine eigene Familie zu gründen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen um loszulassen, oft schweren Herzens, oft unter Tränen und oft mit lange anhaltender Traurigkeit.

Loslassen bedeutet nicht, nicht mehr mit Rat und Tat dem Kind zur Seite zu stehen oder hin und wieder mal einen kleinen finanziellen Zuschuss zu geben, aber ein Kind muss irgendwann anfangen seine eigenen Erfahrungen zu machen, den kalten Wind spüren, den einem das Leben so manches Mal entgegen bläst und sich durch etwaige Probleme aller Art selbst hindurch zu boxen.

Hotel „Mama“, als Eltern für jedes finanzielle Problem des Kindes immer und immer wieder aufzukommen, hier was zuzustecken und da eine Rechnung zu bezahlen, ist der völlig falsche Weg, denn es führt zu nichts, außer dem Kind jegliche Chance zu nehmen einen eigenen Erfahrungsschatz zu erlangen und zu erweitern.

Und was, wenn Mama oder Papa einmal von ihrem Recht auf Ableben erfolgreich Gebrauch machen sollten, wie soll es dann für das Kind weitergehen, wenn es nie gelernt hat, sich selbst durch das Leben zu beißen?

Ich persönlich habe es immer so gehandhabt, dass mit 18. Lebensjahr bzw. dem Abschluss der Ausbildung meine Kinder angefangen haben, auf eigenen Füßen zu stehen und habe zu ihnen ein durchweg freundschaftliches Verhältnis.

Mein Rat ist gefragt und in Notsituationen springe ich in meiner Eigenschaft als Opa, wie auch, aber das ist eher die Ausnahme, finanziell mal ein, jedoch kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass meine Kinder frühzeitig den Ernst des Lebens kennengelernt und sich ordentlich durchgebissen haben, ganz einfach weil ich rechtzeitig losgelassen habe.

Eine weitere Situation im Leben, wo es um das Loslassen geht, ist der Verlust eines Partners durch Ableben. Und da gibt es mitnichten kein Patentrezept, denn jeder Mensch kann nur individuell für sich selbst entscheiden, wann und ob er/sie loslassen mag oder das überhaupt jemals tatsächlich kann!

Ich werde in künftigen Artikeln noch genauer darauf eingehen und meine Erfahrungen im Umgang mit Sterbebegleitung näher beschreiben.

Wer darüber nachdenkt, sich nach dem Ableben eines Partners, noch mal zu binden, sollte der Fairness halber einem eventuellen neuen Partner gegenüber, erst einmal sich selbst hinterfragen, ob er/sie dazu überhaupt bereit ist!  

Das Loslassen hat sehr viel mit dem Glauben zu tun, und zwar dem Glauben an sich selbst!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes Wochenende mit aushaltbaren Temperaturen.

Werner

Einen Floh ins Ohr setzen kann effektiv sein

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
eine sehr einfache Möglichkeit neben der respektvollen Anrede und Ansprache mit älteren bishin zu hochbetagten Menschen in ein Gespräch zu kommen, ist die Verwendung von Sprichwörtern und Redensarten.
Manchmal bekommt man dadurch sogar Zugang zu dementen Menschen.
Es hört sich im ersten Moment vielleicht „komisch“ an, aber wenn man zu einem dementen Menschen regelmäßigen Zugang braucht, dann lohnt es sich zu versuchen, diesem Mensch sprichwörtlich einen Floh ins Ohr zu setzen.   
Denn wenn man jemanden einen Gedanken förmlich „eingibt“,
der dann bei unserem Gegenüber zu einer fixen Idee wird,
spricht man redensartlich davon
„einen Floh ins Ohr zu setzen.“

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Der Floh ist ein Tier,
das ständig auf- und ab hüpft.
Dadurch symbolisiert es die Unruhe ,
die den Betroffenen immerzu an das
Gesagte denken lässt.

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Und das Ohr?

Das Ohr steht für den Zugang
zu unserem Bewusstsein,
denn der Gehörgang
führt direkt in das Gehirn.

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Diese Redensart lässt vor dem geistigen Auge
das Bild eines Flohs aufkommen, der im Ohr herum hüpft.
Und der Effekt ist, dass man mit einem Floh im Ohr
wohl nicht mehr in der Lage ist, einen klaren Gedanken zu fassen.

Das Ganze ist dann als erfolgreich zu werten, wenn man jemandem einen Gedanken mitteilt oder bei diesem einen möglichst als mehr oder minder unerfüllbar erachteten Wunsch so weckt, dass sich dieser bei ihm einnistet wie ein Floh und zu einer fixen Idee werden sollte.

Ein so derartig starker Wunsch, der diese Person dann wie ein Floh peinigt, beunruhigt und in der Folgezeit absolut nicht mehr loslässt.

Und wenn das wirklich gelungen ist, wenn man alles richtig gemacht hat, hört man:

„Da haben Sie mir ja einen schönen Floh ins Ohr gesetzt!“

Auch in der Rehabilitation hat diese Redensart einen besonders hohen Stellenwert. Zum Beispiel, wenn es darum geht nach einem Schlaganfall einen Betroffenen nach dem Motto:
„Du kannst bzw. Du schaffst das!“ nachhaltig zu motivieren.
Auch in der Tagesgestaltung, zum Beispiel der 10-min-Aktivierung, ist das Erkennen oder Vervollständigen von Sprichwörtern und Redensarten bei Hochbetagten äußerst beliebt.

Ich empfehle, aus meiner absolut positiven Erfahrung heraus, dem Pflegepersonal sich mit der Bedeutung von Redensarten vertraut zu machen, denn es ist eine der einfachsten Möglichkeiten Zugang in allen Bereichen des täglichen Lebens zu hochbetagten Menschen zu bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Sommertag mit aushaltbaren Temperaturen und ohne Flöhe

Werner