Monat: März 2019

Tag der Rückengesundheit 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 15. März, ist

Tag der Rückengesundheit 2019

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Der Tag der Rückengesundheit wurde interessanterweise, denn Rückenbeschwerden gibt es seit Menschengedenken, erst
im Jahr 2002 durch das Forum Schmerz
im Deutschen Grünen Kreuz eingeführt.

Mindestens jeder dritte Bundesbürger klagt einmal pro Jahr über
Schmerzen im Rücken.

Oftmals sind die Schmerzen – Gottseidank – nur
vorübergehend, bei einigen werden sie aber leider zum Dauerzustand, also chronisch und im schlimmsten Fall sind sie nur noch über eine gezielte Schmerztherapie eingermaßen auszuhalten, die wiederum natürlich auch zum Teil unerwünschte Nebenwirkungen haben kann, sodaß sich letztendlich doch wieder „die Katze in den Schwanz beißt“!

Die Ursachen sind vielfältig:
einseitige oder schwere körperliche Belastungen, wie ganz besonders in den Pflegeberufen vorzufinden, aber auch psychische Überforderung und Stress
können mögliche Gründe sein.

Falsches Bücken, Heben, Tragen oder Sitzen können Rückenprobleme herbeiführen oder mannigfaltig bishin zu nicht mehr auszuhalten, verstärken.

Vorsorge ist deshalb extrem wichtig:
viel Bewegung, Haltungstraining sowie das Vermeiden von Übergewicht.

2019 lautet das Motto:

Stärke deine Muskeln – bleib rückenfit!

Uns allen ist es eigentlich klar, dass körperliche Bewegung allgemein für die Gesundheit und damit natürlich auch für die Rücken grundsätzlich positiv ist. Training im Fitnessstudio, Gesundheitszentrum oder der Sporthalle ist in der kalten Jahreszeit gut, aber nichts geht über Bewegung in der Natur, die ist ganz besonders empfehlenswert.

Ohne Muskeln – keine Bewegung.

Muskeln dafür, dass wir atmen können, Essen zu uns nehmen und es auch verdauen können, dass wir lachen und weinen können und natürlich auch gehen, rennen und sitzen.

Jeder Nervenreiz bringt sie dazu, dass sich die kleinsten Ordnungseinheiten, die Muskelfasern, verkürzen: Der Muskel spannt sich an und verändert die Stellung eines Gelenks.

Gut ausgebildete Bauch- und Rückenmuskeln können die Gefahr von Rückenschmerzen senken.

Falls es trotzdem einmal ein Ziehen oder Zwicken im Kreuz kommen sollte, helfen starke Muskeln dabei, diese wieder loszuwerden. Allerdings nur dann, wenn sie ein gutes Team bilden, das heißt nicht einige zu stark sind und andere zu schwach.

Besonders die tiefer gelegenen Muskelschichten spielen eine wichtige Rolle für eine flexible und zugleich stabile Wirbelsäule. Die Rücken- und Bauchmuskeln gehören zusammen, sie bilden mit anderen Skelettmuskeln die sogenannten Muskelketten. Und auch die bindegewebigen Muskelhüllen, die Faszien, sind entscheidend für die Muskelgesundheit. Sie sind dicht von Nervengewebe durchzogen und sorgen dafür, dass alle Bewegungsabläufe reibungslos vonstatten gehen können

Detaillierte Informationen kann jeder gesundheitsbewusste Mensch ganz einfach und in unserer modernen Welt natürlich auch schon online über seine Krankenkasse erfragen.

Während meiner letzten beiden Reha-Maßnahmen war ich positiv überrascht, einerseits von dem grundsätzlichen Angebot der Einrichtungen über derlei Themen zu unterrichten und andererseits von der riesigen Bandbreite des Angebotes an Hilfsmitteln und Maßnahmen, um sowohl den Alltag, wie auch das Arbeitsleben ergonomisch zu gestalten und sich wesentliche Erleichterung zu verschaffen.

 

 

Schon im eigenen Interesse, natürlich auch zur Prävention, denn es gilt nach wie vor: „Vorbeugen ist besser als Heilen!“, sollte man sich über die sehr vielfältigen Angebote, besonders was geeignete Hilfen am Arbeitsplatz betrifft, informieren und dies auch entsprechend an den Arbeitgeber weitergeben bzw. entsprechende Anträge stellen, um Änderungen bzw. sinnvolle Anschaffungen herbeizuführen. Da ist jeder Mensch gefordert und letztendlich auch für sich selbst verantwortlich.

 

 

Für das Personal in der Pflege ist rückenschonendes Arbeiten wichtig hoch drei, denn ein „kaputter“ Rücken wird von der Berufsgenossenschaft nur noch in den seltensten Fällen als Berufskrankheit anerkannt. Um sich und seinem Rücken Gutes zu tun, gibt es zwei Empfehlungen aus meiner eigenen Erfahrung: Arbeiten nach Bobath und Kinästhetik!

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Freude in der Natur, die ja nun langsam erwacht, denn Bewegung ist und bleibt das A und O!

Ich möchte an Euch alle appellieren, die Informationsangebote in Anspruch zu nehmen und wünsche uns allen von Herzen gerne eine möglichst beschwerdefreie Zukunft

Werner

Tag der gesunden Ernährung 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag dem 7. März 2019, ist der:

Tag der gesunden Ernährung 2019

Gesunde Ernährung ist neben regelmäßiger sportlicher Betätigung ein ganz wesentlicher Bestandteil gesundheitlicher Prävention.

Es ist daher wichtig, schon Kinder früh an diese Themen heranzuführen, ihnen zu zeigen, dass gesunde Kost auch lecker ist, und ihnen damit die beste Grundlage für ein gesundes Heranwachsen zu geben.

Die Folgen von Fehlernährung schränken nicht nur Gesundheit und Lebensqualität ein, die immer mehr auftretende Wegwerfmentalität der Menschen bezüglich der Lebensmittel trägt noch dazu auch maßgeblich zum Ressourcenverbrauch bei. So landen in Deutschland jedes Jahr mehr als elf Millionen Tonnen Essen im Müll.

Mehr Wissen über gutes, gesundes Essen schafft auch mehr Wertschätzung der Lebensmittel und Bewusstsein über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit und Umwelt

2019 geht es darum

„Ernährung und Osteoporose – Prävention und Therapie.

Fast 25 Prozent der Frauen über Fünfzig in Deutschland leiden unter Osteoporose.

Insgesamt sind hierzulande 6,3 Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen.

Wie schafft man es gesund zu essen und dabei doch so richtig zu genießen?

Um das herauszufinden muss man eine Reihe von Aspekten in Betracht ziehen wie:

Welche gesunden Alternativen gibt es zu den klassisch als genussvoll wahrgenommenen Lebensmitteln: Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten etc.,

„gute“ Fette wie am besten einsetzen, Brotaufstriche statt Wurst.

Aber auch Themen wie schmackhaft und gesund essen mit Kräutern – Abwechslung auf dem Ernährungsplan, der Einsatz von Nüssen, Soja und „Mikronährstoffbomben“ etc.

Mit dem Tag der gesunden Ernährung möchte der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) die Bevölkerung für dieses bedeutende Thema sensibilisieren.

Eine gesunde Lebensweise mit der richtigen Kost kann ungewollte Nebenwirkungen mildern und sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Die unterstützende Ernährungstherapie ist daher ein mehr als wichtiges Thema
in der Ernährungsberatung.

2019 lautet das Thema:

Ernährung und Osteoporose –
Prävention und Therapie

In den letzten Jahrzehnten ist aufgrund des Fortschrittes in der Medizin die Anzahl älterer bishin zu hochbetagten Menschen ständig gestiegen, wobei auch die Ernährung eine große Rolle gespielt hat.

Sowohl Magnesium als auch Vitamin D sind für die Knochengesundheit von zentraler Bedeutung!

Vitamin D fördert die Magnesium-Aufnahme im Dünndarm, und Magnesium wird benötigt, um Vitamin D in die aktive Form umzuwandeln.

Besteht Mangel an Beidem verstärken sich daher gegenseitig!

Im Alter nimmt die Fähigkeit der Haut ab, unter dem Einfluss von UV-Licht Vitamin D in der Haut zu bilden.

Allein über die Ernährung ist der Vitamin D-Bedarf kaum zu decken, da nur wenige Lebensmittel das Vitamin in nennenswerter Menge enthalten.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung besteht für die Altersgruppe ab 65 Jahren eine stärkere Notwendigkeit des Einsatzes eines Vitamin D-Präparates.

Vitamin D fördert zudem die Aufnahme von Kalzium – einen weiteren wichtigen Knochenbaustein, der in Milch- und Milchprodukten sowie kalziumreichem Mineralwasser steckt.

„Gesundes Altern“ ist mittlerweile ein Thema, welches in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Gesunde Ernährung ist in Bezug auf die Prävention, also das Vorbeugen, von altersbedingten Erkrankungen und der Erhaltung von Lebensqualität ein wichtiger Pfeiler.

Die speziellen Bedürfnisse älterer beziehungsweise hochbetagter Menschen und mögliche Ernährungsprobleme, welche sich durch körperliche Veränderungen ergeben, stellen für die Ernährungsberatung eine besondere Herausforderung dar.

Wer Koch in einer Altenpflege-Einrichtung ist, muss also sehr umfangreiches Wissen mitbringen und über die hohe Kunst des Einkaufes verfügen, um mit dem geringen täglichen Verpflegungssatz der Bewohner eine präventive Ernährung auf den Speiseplan bringen zu können.

Am heutigen Tag der gesunden Ernährung möchte der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) die Bevölkerung auf dieses wichtige Thema durch gezielte umfangreiche Aktionen in Krankenhäusern, Kliniken, Arztpraxen, Altenheimen, Apotheken, Krankenkassen und Bildungseinrichtungen aufmerksam machen.

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne eine geeignete, individuelle Lösung zu finden und uns allen einen nährstoffreichen, gesunden Tag mit vielen kleinen Erfolgen

Werner

Europäischer Tag der Logopädie 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 6. März 2019, ist der:

Europäischer Tag der Logopädie

der jedes Jahr am 6. März begangen wird.

Am Europäischen Tag der Logopädie 2019 informieren Logopädinnen und Logopäden über

Autismus-Spektrum-Störungen

unter dem Motto:

Leben mit Autismus

Logopädie als Brücke in eine andere Welt“

Autismus wird dann diagnostiziert, wenn Auffälligkeiten in der Sprache und Kommunikation, der sozialen Interaktion und einem wiederholendem und stereotypen Verhalten bestehen.

Menschen mit der Diagnose Autismus haben oft ähnliche Symptome, jedoch hat die Störung viele Facetten und unterschiedliche Ausprägungen: es reicht von Menschen mit geistiger Behinderung und fehlendem Sprachvermögen bis hin zu Betroffenen mit nur leichten Symptomen, normaler Intelligenz und mit guten Sprachfähigkeiten.

Der Obergriff für die unterschiedlichen Störungen lautet Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Es gehört zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen, sich mitzuteilen, sowie seine Gedanken und Wünsche deutlich zum Ausdruck zu bringen. Kommunikation, soziale Kontakt und der Austausch sind zudem wichtige Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft.

Die Grundlage hierfür ist für die meisten Menschen die gesprochene Sprache. Steht diese aufgrund von angeborenen oder erworbenen Einschränkungen nicht oder nicht in vollem Umfang zur Verfügung, brauchen die betroffenen Menschen geeignete Alternativen. Diese finden sie in den vielfältigen Möglichkeiten der

Unterstützten Kommunikation.

Warum ist Unterstützte Kommunikation so wichtig?

Welche Formen der Unterstützten Kommunikation gibt es?

Wie finde ich für mich oder für betroffene Angehörige die passenden Maßnahmen zur Unterstützten Kommunikation?

Welches sind die Voraussetzungen für eine funktionierende Unterstützte Kommunikation?

Was leisten Logopädinnen und Logopäden in diesem Zusammenhang?

Wer bietet Unterstützung, Vernetzung und Kontakte zu anderen Betroffenen?

Bis dato ist es leider nicht möglich, Autismus-Spektrum-Störungen zu heilen.

Logopädinnen und Logopäden können jedoch helfen, die kognitiven und sprachlichen Fertigkeiten zu verbessern, die soziale Interaktion zu trainieren und einzuüben und den Betroffenen damit das Leben in ihrem sozialen Umfeld zu erleichtern.

Sie helfen betroffenen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen, sich mitzuteilen, die Reaktionen und Gefühle ihrer Mitmenschen besser zu verstehen und sich in Gruppen, beispielsweise in der Familie, in der Schule oder im Beruf, zurechtzufinden.

Über diese Möglichkeiten informieren Logopädinnen und Logopäden zu jeder Zeit und klären auf.

Der Europäische Tag der Logopädie 2019

ist damit die perfekte Gelegenheit, logopädisches Wissen zu teilen und die Leistungen, welche Logopäden in diesem Zusammenhang erbringen, der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Viele Logopäden nutzen den heutigen Tag,
um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen
und die Gesellschaft über die
fachliche Kompetenz der LogopädInnen
umfangreich zu informieren.

Hierbei werden sie in Deutschland durch den
Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
unterstützt, der auf seiner Website passende
Texte und Fotos zur Verfügung stellt und
Vorschläge für öffentlichkeitswirksame Aktionen
macht.

Ziel dieses Tages ist es:
Ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützter Kommunikation führen zu können.

Insgesamt soll über die Arbeit der Logopäden informiert
werden, die ihre Patienten nach ärztlicher Verordnung
hinsichtlich
Sprach-, Sprech– oder Stimmstörungen beraten,
behandeln oder untersuchen,
z.B. bei Sprach- oder Schluckstörungen nach einem Schlaganfall.

Während einer Reha vom 13. Dezember 2016 bis zum 17. Januar 2017 war ich selbst auch in logopädischer Therapie und habe viele wertvolle Tipps mitnehmen dürfen, die mir bei meinen Schluckstörungen aufgrund von Myasthenia gravis mehr als hilfreich sind.

Ich möchte an alle betroffenen Menschen von Herzen gerne appellieren sich in eine logopädische Behandlung zu begeben, die geeignete Thearpieform zu finden und wünsche viel Erfolg

Werner

Informationen rund um den Rosenmontag

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jetzt sind die aktiven „tollen“ Tage der fünften Jahreszeit voll om Gange, die mir als geborener Kölner natürlich vertraut sind und die ich seit 1979 fern der Heimat immer vermisse, denn Karneval im Fernsehen zu schauen, ist zwar „schön und gut“, aber live mit dabei sein, ist es etwas völlig anderes.

Leider ist es mir schon viele Jahre nicht mehr vergönnt gewesen zum Karneval zuhause sein zu können.

Warum wird eigentlich Karneval gefeiert?

Wenn in Köln, Mainz und Düsseldorf Millionen von Narren singend und lachend
durch die Straßen ziehen, weiß jeder:

Es ist Rosenmontag.

Für die Menschen, die feiern ist die „fünfte Jahreszeit“ die mit Abstand größte Party der Welt und für die Polizei und die Rettungsdienste wohl der härteste Job des Jahres.

Was hat es mit diesem Brauch auf sich?

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Die tollen Tage wurden, wie jedes Jahr mit der Weiberfastnacht am Donnerstag eingeläutet und enden dann morgen, am Fastnachtsdienstag. Sie sind kaum zu verpassen, denn selbst wer nicht in einer der Karnevalshochburgen wohnt, kann im Fernsehen auf vielen Programmen Funkenmariechen durch die Gegend springen sehen und wie Büttenredner das bunte, meist kostümierte Publikum erheitern.

Ursprünglich wurde Karneval gefeiert, um die letzten Tage vor der Fastenzeit nochmal so richtig zu genießen.

Der Fastnachtssonntag ist immer der siebte Sonntag vor Ostern.

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Karneval –
Fleisch, leb wohl

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Die Bedeutung von Karneval, Fasching und Fastnacht, wie auch immer die fünfte Jahreszeit in den unterschiedlichen Regionen genannt wird, bezieht sich
auf die anstehende siebenwöchige Fastenzeit,
die am Aschermittwoch beginnt und
in der Nacht auf Ostern endet.

Die Fastenzeit soll an Jesus Christus erinnern,
wie er 40 Tage lang fastend und betend
in der Wüste verbrachte.
Traditionell verzichten gläubige Christen
während dieser Zeit auf Fett, Fleisch und Milchprodukte.

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Während sich die verkleideten Spaßvögel, liebevoll „Jecke“ genannt
in Köln „Alaaf!‘ zurufen, ist in Mainz und vielen anderen Städten der Ausdruck
Helau!“ verbreitet.

Kölle Alaaf bedeutet dabei so viel wie „Köln über alles“,
Helau hingegen steht für ‚hell auf‘ und
soll darauf hindeuten, dass es sich bei
den Mainzer Jecken um ganz besonders
aufgeweckte Leute handelt.

Also sind die Jecken gar nicht so „jeck“, wie vielleicht der eine oder andere Mensch voller Unverständnis für Traditionen denkt.

Ich drücken den Jecken, den Narren und Narrelesen von Herzen gerne die Daumen, auch wenn in diesem Jahr das Wetter nicht wirklich mitspielt und wünsche uns allen einen schönen und lustigen Rest der fünften Jahreszeit

Werner

Gedanken zum Zero Discrimination Day 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 1. März, ist der:

Zero Discrimination Day 2019

Am heutigen Tag soll ein deutliches Zeichen gegen

Diskriminierung

gesetzt werden!

In Deutschland ruft die Deutsche AIDS Hilfe (DAH) alle Menschen auf sich für eine Welt ohne Diskriminierung einzusetzen. Aus den unterschiedlichsten Gründen erfahren Menschen in unterschiedlichsten Situationen Diskriminierung.

Ganz besonders Menschen mit HIV erleben immer wieder Ablehnung und Ausgrenzung aufgrund ihrer Infektion. Das hält viele Menschen davon ab, offen und ehrlich mit HIV umzugehen oder sich testen zu lassen.

Gerade die Diskriminierung steht der Prävention ganz erheblich im Wege und schränkt das Leben von HIV-positiven Menschen ein.

Ich persönlich stehe für zwei Grundsätze:

Die Würde des Menschen ist unantastbar

und

Jeder Mensch verdient RESPEKT!

Nach vorherrschender Rechtsprechung sind HIV-Positive immer in der Pflicht, ihre Sexpartner(innen) über die Infektion zu informieren und müssen konsequent Kondome verwenden.

Das ist meines Erachtens nach welt- bzw. lebensfremd, denn gerade bei der Anbahnung von Sex wird doch oft gelogen, dass sich die Balken biegen oder überhaupt nicht nachgedacht. Wer in der Fantasiewelt lebt, dass sich alle immer die Wahrheit sagen, sollte aus seinem Märchenschlaf aufwachen!

Viele HIV-Positive haben das Gefühl ständig mit einem Bein im Gefängnis zu stehen, denn bei Sex ohne Kondom kann ihnen also eine Anzeige zumindest wegen (versuchter) Körperverletzung drohen.

Die Deutsche AIDS-Hilfe lehnt die Strafbarkeit der (potenziellen) HIV-Übertragung ab. Die Kriminalisierung bürdet Menschen mit HIV die alleinige Verantwortung für Schutz auf, fördert Stigmatisierung und die Verbreitung des Virus.

Unter anderem widerspricht sie der Botschaft, dass jeder Mensch sich selbst schützen muss und kann vom HIV-Test abschrecken. Gerichte müssen berücksichtigen, dass eine gut wirksame HIV-Therapie mindestens genauso wirksam vor der Übertragung des Virus schützt wie Kondome.

Das Motto in diesem Jahr lautet:

„Sei laut gegen Diskriminierung!“

Da ich während meiner Jahre in der Pflege auch HIV-Patienten hatte, habe ich mich sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt und bin sicher, dass die aktuell verfügbaren HIV-Medikamente die Lebenserwartung von Menschen mit HIV deutlich erhöhen und auch einen bedeutenden Beitrag zur Prävention leisten.

Bei erfolgreicher Therapie, d.h., wenn die Viruslast sechs Monaten unter der Nachweisgrenze bleibt und konsequenter Einnahme der Medikamente wird HIV sexuell nicht übertragen!

Nicht jeder an HIV-Erkrankte ist selbst an der Erkrankung Schuld!,

aber

Jeder Mensch verdient RESPEKT!

In diesem Sinne appelliere ich an Euch alle von Herzen gerne diesen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, vor allem aber mit dieser Erkrankung keinen Rufmord zu treiben und wünsche uns allen eine harmonische Zukunft

Werner