Tag: 1. Oktober 2019

Europäischer Tag der Depression 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 1. Oktober 2019, ist:

Europäischer Tag

der Depression 2019

Jedes Jahr gibt es zum Europäischen Tag der Depression unterschiedliche Veranstaltungen und eine jährliche Pressekonferenz vor dem 1. Oktober

Depressive Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland.

In Europa sind etwa 50 Millionen Menschen mindestens einmal in ihrem Leben von einer Depression oder depressiven Phase betroffen, was elf Prozent der Bevölkerung entspricht.

Knapp vier Millionen Deutsche

sind an Depressionen erkrankt!

Und trotzdem wird diese Form der Erkrankung in ihrer Tragweite weiterhin stark unterschätzt,

denn lediglich ein Drittel der in Deutschland Erkrankten erhält professionelle Hilfe, was vordergründig vor allem an Unwissen, Vorurteilen und dem immer noch vorherrschenden Stigma psychischer Erkrankungen, liegt.

Depressionen können sich in unterschiedlichen Altersphasen,

unabhängig vom Geschlecht und vom sozialen Status, entwickeln.

Bromet et al. (2011) zeigen in ihrer Umfrage (n = 89 037), der 18 Länder mit unterschiedlichem sozioökonomischen Status erfasst, dass Depressionen international ein bedeutendes gesundheitliches Problem darstellen. Die Wahrscheinlichkeit, im Lebenslauf an Depressionen zu erkranken, wird auf 11-15 Prozent geschätzt (Bromet, 2011, S. 5).

Aus diesen Gründen hatte sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem Weltgesundheitstag im April 2017 das Ziel gesetzt, dass Betroffene, aber auch deren Familien, Freunde und Kollegen, Hilfe suchen und diese auch erhalten. Hieran erkennt man, welches Gewicht das Thema: Depression weltweit hat!

Die Öffentlichkeit soll zum einen besser über die Erkrankung, ihre Ursachen und Konsequenzen, einschließlich des Suizidrisikos, informiert werden, und zum anderen über Möglichkeiten der Prävention und Behandlung.

Die Kommunikation über Depressionen spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle, sowohl in der Vorbeugung und Therapie als auch im Abbau gesellschaftlicher Vorurteile und Stigmatisierungen, die Betroffene daran hindern könnten, Unterstützungsangeboten aufzusuchen und anzunehmen.

Die European Depression Association (EDA), eine Allianz aus Experten und Erfahrenen sowie medizinischen Fachkräften und Organisationen, setzt sich seit dem Jahr 2004 mit dem Europäischen Tag der Depression dafür ein, das öffentliche Bewusstsein für die Volkskrankheit Depression zu stärken und die Bevölkerung über die Erkrankung aufzuklären. Der Europäische Tag der Depression soll Unwissen, Vorurteile und die immer noch vorherrschenden Stigmen psychischer Erkrankungen beseitigen.

Seit vielen Jahren diskutiert die Fachwelt, ob das „Burnout“ zu den depressiven Erkrankungen zu zählen ist.

Der Begriff Burnout fällt im Sprachgebrauch wesentlich häufiger als das Wort Depression.

Im Jahr 2012 schrieb das Deutsche ÄrzteblattBurnout ist keine Krankheit!“

Nun „munkelt“ man, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe im weltweit gültigen Verzeichnis der medizinischen Diagnosen in der voraussichtlich ab 2022 gültigen Fassung das Burnout aufgenommen.

Ich bin gespannt, ob das wirklich so kommt und was die Konsequenz für unser angeschlagenes Gesundheitssystem werden wird, aber wir haben ja noch drei Jahre Zeit bis dahin.

Depression: Reden wir drüber!

lautete das Motto des 14. Europäischen Depressionstages am 1. Oktober 2017.

Das Motto forderte dazu auf, offen über Depressionen zu reden und dadurch die Stigmatisierung zu bekämpfen. Für mich persönlich ist dieses Motto völlig zeitlos bzw. immer aktuell!

Ich möchte hier und heute von Herzen gerne an alle Betroffenen appellieren, sich gegenüber ihrem Arzt zu „outen“ und weiterführende Maßnahmen einleiten zu lassen!

Keine Bange, denn es gibt in akuten Fällen auch durchaus Möglichkeiten für den Arzt die Dringlichkeit einer Behandlung entsprechend zu dokumentieren.

Also, redet bitte darüber und lasst Euch helfen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Tag und einen guten Start in den Monat Oktober, der es hoffentlich gut mit uns allen meint

Werner

 

 

Tag der älteren Menschen & Weltmusiktag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 1. Oktober 2019 sind der:

Tag der älteren Menschen

und der Weltmusiktag

Ganz besonders seit der letzten Bundestagswahl sind unsere älteren Menschen, die ich im nachfolgenden Text als Senioren bezeichne, ja des öfteren Mal im Gespräch.

Zum einen war es die Rentenerhöhung 2019!

Nach 2018 eine weitere größere Erhöhung, aber immer noch keine volle Angleichung zwischen Ost und West und zum anderen sind immer mehr Rentner von Altersarmut betroffen. Mal sehen, ob es die im Koalitionsvertrag besprochene Lösung gibt und vor allem, wann sie dann tatsächlich in Kraft treten wird!

Das andere, ewige Thema ist der

Pflegekräftemangel!

Dazu möchte ich mich nicht groß weiter äußern, denn es wird ja beinahe tagtäglich thematisiert.

Mir entlockt es ganz ehrlich geschrieben nur ein mehr oder minder müdes Lächeln. Es wird zwar nun endlich einiges getan, aber solange man die Grundbedingungen nicht ändert, wird sich auch in der Realität nichts ändern.

Meinen ehemaligen Arbeitskollegen werden sicher ähnlich darüber denken.

Mir ist es aber sehr wichtig hier anzumerken, dass ich unabhängig davon, dass ich in der Altenpflege tätig gewesen bin, habe ich schon immer den Senioren meinen vollsten Respekt gezollt.

Der Hintergrund ist ganz einfach, denn diese Menschen haben Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und auf solide Füße gestellt.

Ich möchte dieses Thema aber nicht weiter vertiefen, denn es müsste uns allen ausreichend bewusst sein.

Lenken wir unser Augenmerk auf den heute ebenfalls stattfindenden

Weltmusiktag.

Aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz in der Altenpflege kann ich nur Positives berichten, denn mit Musik erreicht man ca. 90% der Senioren und auch im Umgang mir Demenzkranken ist sie ein wundervolles „Hilfsmittel“ um Zugang zu diesen Menschen zu finden.

Für das Pflegepersonal ist es eine Frage von Kenntnis der Liedtexte von den üblichsten Kinder– und Heimatliedern sowie Schlagern, wie zum Beispiel: „Lilli Marleen“.

Musik ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern kann die kognitiven Fähigkeiten von Demenzkranken ganz entscheidend verbessern. Das Musikhören ist ein Ansatz, jedoch aktiv Musik zu machen und zu singen aktiviert bestimmte Regionen im Gehirn.

Oftmals ist es so, dass Demenzkranke ihre eigenen Kinder nicht mehr erkennen, irgendwo apathisch in einem Sessel in der Ecke sitzen und vor sich her „dämmern„.

Als Mann in der Pflege wurde ich vorwiegend auf Dementen-Wohnbereichen eingesetzt!

Ich habe die Betreuung dieser Menschen über alle Maßen geliebt. Einerseits sind die großen Kulleraugen dieser Menschen, wenn man sie erreicht hat, ein ganz besonderer Lohn, andererseits kommt es zu wundervollen Erlebnissen, wenn man über die Musik Zugang zu ihnen bekommen hat!

Bei der Grundpflege oder den Toilettengänge sind die Beschäftigungstherapeuten ganz sicher nicht dabei. Aber als Pflegeperson direkt am Mensch kann man mit einem „fröhlichen Liedchen auf den Lippen“ diese Menschen ganz einfachn geschrieben „auf Touren bringen“ und ihnen den Start in den Tag ein klein wenig „versüßen“. Und sich selbst auch.

Übrigens habe ich echte Hochachtung vor unseren Nachbarn in den Niederlanden, denn

ein solches Heim ist nicht nur der „Hammer„, sondern es zeigt, dass man durchaus etwas bewegen kann, wenn nicht alles nur auf Profitmachen ausgerichtet ist!

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne einen wahrlich Goldenen Oktober mit vielen positiven Momenten und ausreichend Sonnenstunden

Werner Heus