Altenpflege

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was macht man denn so als Altenpfleger

Altenpflege,
wird auch die Pflege alter Menschen genannt und
befasst sich mit der Betreuung und Pflege
von betagten Menschen in der
Hauskrankenpflege bzw. in
Ambulanten Pflegediensten,
Altenheimen, Pflegeheimen,
geronto-psychiatrischen Kliniken,
sowie bedingt auch auf
Palliativ-Stationen und in Hospizen.

Die berufliche Altenpflege wird von
Altenpflegern, wobei diese
erst seit 2004 ein professionelles Berufsfeld sind,
Gesundheits- und Krankenpflegern oder Altenpflegehelfern ausgeübt.

Wer also meint ein „dickes Fell“, sowie Nerven, wie Drahtseile zu haben, über ausreichend Erfahrung in allen erdenklichen Lebenslagen und ein Höchstmaß an sozialer Kompetenz verfügt, der kann sich dem dreijährigen Ausbildungsgang zur Altenpflegefachkraft stellen.

Und wer dann auch noch die Prüfungen – schriftlich, mündlich, praktisch –  schafft und das Examen in der Hand halten darf, kann sich den Anforderungen der Pflege stellen, Schichten führen, sich weiterbilden und bishin zur Pflegedienstleitung hocharbeiten.

Was Altenpflege tatsächlich bedeutet,
versuche ich hier mal darzustellen,

denn entgegen der langjährigen. eher abfälligen Meinung, die damals herrschte, sind wir nicht nur „Arschabwischer“,
sondern …

wir führen die Grundpflege durch
wir reichen die Mahlzeiten an
wir sind „Seelenklempner“ und Clowns
wir bringen Menschen zum Lachen und
sind für sie da, wenn sie traurig sind und weinen
wir begleiten Menschen durch den Tag
wir fördern die Gemeinschaft und schlichten Streit
wir führen die Wundversorgung durch
wir versuchen vorhandene Resourcen zu erhalten
wir begleiten Menschen im Sterbefall
wir spenden Trauernden Trost
wir versuchen Menschen sinnvoll zu beschäftigen
wir sind für einige Menschen „die“ Familie
wir sind Improvisateure und Organisationstalente
wir sind Vermittler zu den Ärzten
und allen anderen Berufsgruppen
wir koordinieren Termine
wir sind Köche, Küchenhelfer und Kellner
wir sind Zimmermädchen
wir sind auch Reinigungsfachkräfte
wir finden Gebisse und Brillen wieder
wir sind „der“ Schlüsseldienst
wir führen Auseinandersetzungen
wir sind Motivationskünstler
wir lesen Zeitungen und Bücher vor
wir sind Wegbegleiter auf allen Wegen
wir sind Sänger, Tänzer, Musikanten, Clowns
wir sind Spielkameraden
wir sind da … in guten, wie in schlechten Tagen

wir sind schon ziemlich …. klasse, oder?

ja,  und so ganz „nebenbei“ erledigen wir noch ein bisschen „Papierkram“: Dokumentation wie Biographie, Evaluierung, Fallbesprechung, Pflegeberichte, Pflegeplanung, etc.

Werner Heus