Autor: Werner Heus

Informationen zum Welttag des Stotterns 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 22. Oktober ist:

Welttag des Stotterns

(International Stuttering Awareness Day)

Vorsichtigen Schätzungen zufolge soll es in Deutschland mehr als 800.000 Menschen geben, die stottern.

Davon ziehen sich ganz viele komplett zurück, denn sie fürchten die Ablehnung ihrer Mitmenschen und meist haben sie leider auch einschlägige Erfahrungen gemacht, was ich persönlich mehr als traurig finde!

Was ist Stottern?

Stottern ist eine Unterbrechung des Redeflusses durch auffällige Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen.

In dem Moment, wo der Stotternde sprechen möchte, weiß er ganz genau, was er sagen möchte, kann es jedoch nicht störungsfrei herausbringen.

Stottern kann je nach Gefühlslage und Verfassung des betroffenen Menschen zwar schwanken, ist jedoch eine körperliche bedingte Sprechbehinderung .

Häufig entwickeln Stotternde so genannte sekundäre Symptome (Begleitsymptome), wie auffällige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder zusätzliche Körperbewegungen beim Sprechen.

Ganz häufig werden auch Ängste vor Sprechsituationen entwickelt.

Die Wissenschaft hat zwar mittlerweile einiges über das Phänomen herausgefunden ,

aber es ist bei Weitem leider noch nicht alles erforscht.

Geklärt ist, dass das Stottern über alle Kulturen hinweg ähnlich oft und familiär gehäuft auftritt. Es gibt also eine starke genetische Komponente.

Etwa fünf Prozent der Kinder entwickeln ein Stottern, bei den meisten davon „verschwindet“ es jedoch bis zur Pubertät.

Seit 1998 findet jährlich am 22. Oktober der „Welttag des Stotterns“ statt.

In Zuge dessen auch in unserem Land dieser Welttag genutzt, um mit Aktionen und Veranstaltungen auf die Schwierigkeiten, die jeder einzelne Stotternde bewältigen muss aufmerksam zu machen und Aufmerksamkeit für die Fakten rund um die Sprechbehinderung Stottern, zu welcher es noch immer noch viele Vorurteile gibt.

Der Welttag bietet Gelegenheit, gehört und gesehen zu werden, ganz selbstbewusst und offensiv, mit Stottern oder ohne, aber immer für ein positives Miteinander!

Das internationale Motto lautet in diesem Jahr:

„Growth through Speaking“

zu deutsch: „Größe haben durch sprechen“

und gibt wieder Anlass für vielfältige Aktionen im großen und kleinen Stil, veranstaltet von Gruppen und auch stark engagierten Einzelpersonen.

Dank einer Förderung der Techniker Krankenkasse und dem hohen Engagement der ehrenamtlichen Landesverbände Stottern & Selbsthilfe wurde am 22. Oktober 2017 an allen deutschen Bahnhöfen mit so genannten „Station Video“-Monitoren ein Spot zum Welttag ausgestrahlt werden. Der Spot griff gängige Vorurteile über stotternde Menschen positiv auf!

 

Und in diesem Jahr sendet ein weiteres Video die selbstbewusste Botschaft:

Wir sagen`s auf unsere Weise

Einer der möglichen Lösungsansätze sind Therapie-Methoden, bei denen die Betroffenen zunächst zu Hause in der Sicherheit der gewohnten Umgebung das Sprechen üben können.

Der überwiegende Teil der Therapien findet immer noch ambulant statt.

In Ergänzung gibt es auch intensiv-stationäre Angebote.

Die wichtige Hürde ist, Ängste vor dem Stottern zu überwinden.

Und das braucht Mut.

Der Betroffene muss lernen, sein Stottern zu akzeptieren, denn bei Erwachsenen verschwindet es in aller Regel nicht vollständig.

„Auch diese Wahrheit muss man akzeptieren.“

Alexander Wolff von Gudenberg, seines Zeichens Institutsleiter der Kasseler Stottertherapie gehört jedoch zu den Vorreitern der Online-Medizin, wo sich Therapeut und Patient in virtuellen Räumen, verbunden über das Internet, treffen. Die Online-Methode kann zum Beispiel für Patienten attraktiv sein, die sich für ihr Stottern schämen.

Die Eingangshürde ist in diesem Fall niedriger“, sagt von Gudenberg, denn die Scham spielt eine große Rolle beim Stottern.

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne genügend Mut sich zu outen und einer Therapie zu stellen!

An alle Menschen möchte von Herzen für mehr Toleranz appellieren und wünsche uns allen eine gute Zukunft

Werner

Informationen zum Welt-Osteoporosetag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Sonntag, dem 20. Oktober, ist

WeltOsteoporosetag 2019

Der Welt-Osteoporose-Tag wurde 1996 von der National Osteoporosis Society (NOS)

in England ins Leben gerufen.

Die Idee dazu stammt von Linda Edwards, die sich nicht nur in England,
sondern weltweit um das Thema:

Osteoporose
bemüht hat.
Die Anerkennung als Aktionstag erfolgt im Jahr 1998 durch die
Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Osteoporose
ist die am weitesten verbreitete Knochenerkrankung im Alter.

Angaben der Internationalen Osteoporose Stiftung IOF (International Osteoporosis Foundation) zufolge kommt es jährlich weltweit zu 8,9 Millionen Knochenbrüchen aufgrund einer Osteoporose.

Die Folgen können für jeden einzelnen Patienten gravierend sein:

Einschränkungen in der Mobilität, chronische Schmerzen, dauerhafte Behinderung und der Verlust von Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Betroffen sind vor allem ältere Frauen, denn die Menopause führt bedingt durch Umstellungen im Hormonhaushalt zu einem rapiden Abbau an Knochensubstanz und -dichte.

Eine von drei Frauen über 50 erleidet in ihrem Leben eine Knochenschwundfraktur.

Gleichaltrige Männer sind weniger häufig betroffen, aber mit 20 Prozent liegt ihr Erkrankungsrisiko immer noch hoch. Neben Geschlecht, Alter und erblicher Vorbelastung können weitere Faktoren das OsteoporoseRisiko erhöhen, vor allem Rauchen, Alkohol, bestimmte Erkrankungen und Medikamente sowie Störungen der Nährstoffaufnahme.

Laut dem Kuratorium Knochengesundheit sind in Deutschland insgesamt
7,8 Millionen der über 50-Jährigen von dieser Knochenerkrankung betroffen.

6,5 Millionen davon sind Frauen und 1,3 Millionen Männer.

osteoporose-4Die Osteopenie ist eine Minderung der Knochendichte und kann, muss aber nicht zwingend, die Vorstufe zur Osteoporose sein. Die Osteoporose ist eine Alterserkrankung, die eine löchrige Knochenstruktur aufweist, das heißt eine Störung der Mikroarchitektur ist. Die niedrige Knochenmasse hat zur Folge, dass eine erhöhtes Frakturrisiko besteht. Die Heilung eines solchen Bruches kann sehr langwierig sein. Bei Osteopenie bzw. Osteoporose verlieren Knochen an Masse & werden zerbrechlich.

Tatsache ist, dass der Mensch mit zunehmendem Alter an Knochenstärke verliert. An dieser Erkrankung leiden vor allem Frauen durch die hormonelle Umstellung nach der Menopause, aber auch Männer können betroffen sein. Die Osteoporose kann sehr lange unbemerkt bleiben, bis dann eventuell die ersten Knochenbrüche auftreten und darauf hinweisen.

Wird Osteoporose nicht rechtzeitig und wirksam behandelt,
drohen folgenschwere Knochenbrüche, chronische Schmerzen,
sowie Behinderung bis hin zu
Pflegebedürftigkeit
.

Eine Behandlung mit verschiedenen Medikamenten
in Kombination mit einer Bewegungstherapie
kann gegen das Fortschreiten der Krankheit helfen.

Unter dem Motto:

„Starke Knochen – Knochenstark“

ruft dieser Tag die Öffentlichkeit dazu auf, rechtzeitig Maßnahmen für den Erhalt starker Knochen und Muskeln zu ergreifen, und mahnt Gesundheitsbehörden und Ärzte zum Schutz der Knochengesundheit ihrer Patienten an.

Der für Osteoporose typische Knochenschwund kann unbemerkt und schmerzlos vonstatten gehen, aber diese „stille“ Krankheit verursacht Brüche, die zu Schmerzen, Einschränkung der Bewegungsfähigkeit und schließlich zum Verlust der Unabhängigkeit oder vorzeitigen Tod führen können.

Daher werden die Menschen mit Osteoporose dazu aufrufen, sich gegen Brüche zu schützen, indem sie einen für die Knochen gesunden Lebensstil führen und entsprechende medizinische Behandlung in Anspruch nehmen sollen.

Ziel des Tages

ist, über die Früherkennungsmaßnahmen und
wirksame Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Ansprechpartner und Initiatoren
des deutschen Aktionstages sind das
Kuratorium Knochengesundheit,
das Deutsche Grüne Kreuz und
der
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne, dass dieser „Kelch“ an uns vorübergehen möge

und eine knochenstarke Zukunft

Werner

Informationen zum Welt-Menopausetag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Freitag, dem 18. Oktober ist‘:

Welt-Menopausetag 2019

Die Wechseljahre sind kein plötzliches Ereignis.

Es handelt sich um einen langsamen und natürlichen Prozess. Dieser reicht von der vollen Geschlechtsreife bis ins Alter. Der Zeitraum ist dabei von Frau zu Frau sehr individuell.

Im Normalfall erstreckt er sich über 15 bis 20 Jahre zwischen dem 45. und dem 65. Lebensjahr.

Die Wechseljahre lassen sich in drei Abschnitte unterteilen:

Zunächst einmal der Zeitraum vor der letzten Regelblutung, in der die Hormonproduktion in den Eierstöcken langsam abnimmt.

Es folgt die letzte Regelblutung, die sogenannte

Menopause.

Ob es wirklich die letzte war, davon kann man erst ausgehen, wenn ein Jahr lang keine Blutung mehr erfolgt ist.

Der dritte Abschnitt ist der Zeitraum von der letzten Blutung bis etwa zum 65. Lebensjahr.

Im Körper einer Frau verändert sich grundlegend etwas, wenn sie älter wird.

Ihre Eierstöcke hören auf, das Hormon Östrogen zu bilden.

menopause-1-kleinBei einigen Frauen beginnt dieser Prozess mit 40, bei anderen erst mit Mitte 50,

aber mit 58 Jahren haben die meisten Frauen es hinter sich.

An dieser hormonellen Veränderung gibt es keine Zweifel.

Großen Studien zur Hormontherapie von Wechseljahresbeschwerden haben viel bewegt.
Estrogene und Gestagene werden entsprechend der Beschwerden, der Stoffwechsellage und den persönlichen Risiken heute ganz individuell ausgewählt und dosiert. Das macht eine Hormontherapie effektiver und sicherer.

Wie die
Deutsche Menopause Gesellschaft e.V.
klarstellt, haben rund 60 Prozent der Frauen mit der hormonalen Umstellung beim Nachlassen der Eierstockfunktion Probleme.

Ein knappes Drittel leidet an therapiebedürftigen Beschwerden.

Bei starken Beschwerden hilft nachweislich nur die Gabe von Estrogenen.

Bei vorhandener Gebärmutter ist eine Kombination mit
Gelbkörperhormonen (Gestagenen) notwendig.

 

 

Die unangenehmen Beschwerden in der Menopause können sein:

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit und Gewichtszunahme

Eine Nachauswertung der Women´s Health Initiative legt nahe, dass bei frühem Beginn einer Hormontherapie der Nutzen die Risiken bei den meisten Frauen überwiegt. Selbstverständlich umfasst eine kompetente Beratung der Frauen mit
Wechseljahresbeschwerden nicht nur die Hormontherapie!

Unabdingbar ist auch eine kompetente Information über die Folgen der nachlassenden Eierstockfunktion! Auf die Vorgänge des Stoffwechsels im weiblichen Körper – Blutdruck und Gewichtszunahme – muss hingewiesen werden.

Und eine Aufklärung über optimale Ernährung sowie Alternativen zu Hormonen sollte erfolgen.

Ohne Zweifel sollte bei Frauen mit vorzeitiger Menopause ein Ersatz der fehlenden Hormone bis zum Zeitpunkt der natürlichen Menopause erfolgen. Schon alleine, um einen übermäßigen Knochendichteverlust zu vermeiden.

Pflanzliche Präparate

können bei leichten bis mittleren Beschwerden hilfreich sein.

Bei starken Problemen sind diese leider oft nicht ausreichend wirksam.

Dazu kommt, dass „natürlich“ nicht notwendigerweise auch „sicher“ bedeutet:

Nutzen und Risiken können derzeit nicht ausreichend bewertet werden, so die Gesellschaft.

Die
Deutsche Menopause Gesellschaft e.V.
zählt mehrere Hundert Ärzte
als Mitglieder.

Ihr Ziel ist es, die Bedürfnisse der Frauen in der
hormonalen Umstellungsphase (Wechseljahre)
beim Nachlassen der Eierstockfunktion
zu erkennen und wirksame sowie
sichere Behandlungsmöglichkeiten anzubieten.

Ich wünsche den Damen von Herzen gerne möglichst beschwerdefrei durch die Menopause zu kommen und uns allen einen wundervollen Herbsttag mit vielen herrlichen Sonnenstunden

Werner

Am Welthungertag 2019 ist Verteilung das Problem

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 16. Oktober, ist:

Welthungertag 2019

 

Alleine, wenn ich dieses Wort schon nur höre oder lese, schaudert mir

W e l t h u n g e r t a g !!!

Hunger in einer Welt, die produziert, produziert und weiter produziert!

Einer Welt, die mehr & mehr Wegwerfgesellschaft geworden ist! Was alleine in unserem Land in den Müll– und Biotonnen landet, spottet jeglicher Beschreibung!

Die meisten Menschen in unserem Land – abgesehen von der Kriegsgeneration – wissen gar nicht, was Hunger ist und wie fürchterlich sich so etwas anfühlen muss!

Es gibt weltweit viele, viele Menschen, denen es nicht einmal annähernd so gut geht, wie uns.

Das ist den meisten auch bewusst, deshalb spare ich es mir durch entsprechendes Bildmaterial und Phrasendrescherei hier auf die Tränendrüsen zu drücken, aber wenn ich das ständige Gejammer, gerade im Internet, lese, wie schlecht es doch einigen geht, könnte ich gelinde geschrieben stehend freihändig „an die Decke gehen!“

Ich, persönlich, kenne niemanden in Deutschland, der nicht eine Scheibe Brot auf dem Teller hat und auch das überlappende Stück Wurst oder Käse dazu!

Jedoch kenne ich mehr als genug Menschen, die ganz einfach zu faul sind, sich eine Mahlzeit selbst zuzubereiten!

Viele Menschen gehen mehrmals pro Woche Essen oder bestellen Essen per Telefon oder Internet!

800 Millionen Menschen leiden weltweit und in diesem Moment an Hunger!

800 Millionen Menschen sind wegen andauernder Unterernährung krank – hauptsächlich Kinder. Heute werden 24.000 Menschen sterben, weil sie nichts oder zu wenig zum Essen haben.

Und wenn ich die überquellenden Bio-Tonnen bei Supermärkten sehe, dann werde ich immer nachdenklicher!

Vor geraumer Zeit habe ich eine Fernsehsendung geschaut, in welcher es um Essensverschwendung ging und bei einer vorsichtigen Hochrechnung mehrere tausend Euro herauskamen!

Ich weiß schon, dass jetzt wieder etliche Menschen sagen werden:

„Da kann ich als einzelner Mensch nichts dran ändern!“

Da gehe ich aber nur bedingt konform. Als Single, koche ich auch manchmal zu viel!

Entweder weil die Augen größer sind als der Magen oder weil es kaum geeignete Single-Portionen, egal aus welchem Bereich der Lebensmittel zu kaufen gibt! Jedoch habe ich sowohl einen Kühlschrank, als auch einen Gefrierschrank. Wenn sich die Situation ergibt, bin mir ggf. auch nicht zu schade mehrere Tage hintereinander das Gleiche zu essen.

Aber wegwerfen tue ich Lebensmittel ganz sicher nicht!

Einzelne Menschen haben kaum die Möglichkeit, Hilfe für andere Menschen zu organisieren. Da bleibt eigentlich nur noch die Möglichkeit eine Spende zu leisten. Da das wiederum mit Lebensmittel ziemlich sicher nicht funktionieren würde, bleibt nur eine Geldspende an eine seriöse Hilfsorganisation.

An dieser Stelle möchte ich empfehlen, einmal die Webseite der Welthungerhilfe zu besuchen. Dort ist sehr eindrucksvoll zu sehen, wie man selbst mit kleinen Beträgen … Weltenbewegen kann!

HIER der Link zur Webseite

Neben Krieg, Terror und Krankheiten hat meiner Meinung nach die Welt kein Ernährungsproblem, sondern ein Verteilungsproblem

Ich wünsche allen Menschen auf dieser Welt von Herzen gerne nicht mehr hungern zu müssen!

Den aktuell noch Betroffenen drücke ich voll doll die Daumen,

dass sich die Welt auf die Schöpfung zurück besinnt

Werner

 

 

Tag des weißen Stockes 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 15. Oktober, ist:

Tag des weißen Stockes 2019

 

Der Blindenlangstock ist neben der hoffentlich wirklich mittlerweile überall bekannten Armbinde (gelb mit 3 schwarzen Punkten) das Schutz- und Erkennungszeichen für blinde Menschen.

Vor allem aber ist er das entscheidende Hilfsmittel, damit sehgeschädigte Menschen sich unabhängig bewegen und ihre Wege alleine und selbstbestimmt gehen können.

Dieser Langstock ermöglicht den Weg in den öffentlichen Raum und durch entsprechenden Schulungen in Orientierung und Mobilität konnten blinde und sehbehinderte Menschen auch die für sie ungeheuer große Herausforderung des Straßenverkehrs in Angriff nehmen.

Der weiße Stock ist nicht nur ein Hilfsmittel, welches sehbehinderte und blinde Menschen nutzen, um Selbständigkeit zu erlangen, sondern gleichzeitig ist er ein Symbol der blinden Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft.

Um die vielen Leistungen blinder und sehbehinderter Menschen weltweit zu ehren und um die Bedeutung des weißen Stockes für die Förderung der Selbständigkeit anzuerkennen, begeht man jährlich den 15. Oktober als

„Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes“.

Heute dient der weiße Stock als Blindenhilfsmittel und Symbol zugleich.

Dies war jedoch leider nicht immer der Fall. Es brauchte sehr viel Engagement und das über viele, viele Jahre, um das endlich zu erwirken!

Der internationale Aktionstag steht auch in diesem Jahr wieder

unter dem Motto:

„Bitte Weg frei!“

Gemeint ist damit ganz konkret die Bedeutung von Bodenleitsystemen, die mit dem Stock ertastet werden und im öffentlichen Raum zur Orientierung dienen.

Im Boden verlegte Platten mit Noppen und Rippen haben diese Funktionen:

leiten, warnen und stoppen

In Reihe verlegte Platten mit Rippen, sogenannte Leitstreifen, zeigen einem sehbehinderten oder gar blinden Menschen eine sichere Strecke an. Sie sind beispielsweise auf Bahnsteigen zu finden, natürlich mit ausreichendem Abstand von der Bahnsteigkante.

Wer dort sein Gepäck abstellt und so die Leitstreifen blockiert, zwingt blinde und sehbehinderte Menschen zu unnötigen Umwegen, die gefährlich werden können.

Aus diesem Grund verteilen die Selbsthilfeorganisationen am heutigen Tag in ganz Deutschland Aktionspostkarten, mit denen die sehenden Mitbürger aufgefordert werden, den „Stockeinsatz“ zu erleichtern.

Die Aktion „Bitte Weg frei!“

wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gemeinsam mit dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf organisiert.

Ich möchte hiermit eindringlich an alle Menschen appellieren auf die blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland mehr Rücksicht zu nehmen!

Von Herzen gerne wünsche ich uns allen einen sonnigen, friedlichen Rest

von dieser Woche mit dem optimalen Durch- und Weitblick

Werner

Gedanken am Deutschen Hospiztag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Montag, dem 14. Oktober, ist

Deutscher Hospiztag 2019

Dieser wichtige Tag, der seit 2000 begangen wird, hat folgende Ziele:

  1. Die Inhalte der Hospizarbeit und ihre Angebote bekannter machen
  2. Menschen für ehrenamtliches Engagement gewinnen
  3. Ideelle und finanzielle Unterstützer finden
  4. Das Thema „Tod und Sterben“ enttabuisieren
  5. Den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. 

Hospize sind eine Einrichtung der Sterbebegleitung.

Sie verfügen meist nur über wenige Betten und sind ähnlich einem Pflegeheim organisiert. Die Träger dieser Einrichtungen der Sterbebegleitung sind in der Regel gemeinnützige Vereine, aber auch die Kirchen, gemeinnützige Organisationen und Stiftungen. Es ist ein schönes Gefühl für Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren, denn sie sind Teil einer globalen Bewegung. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die sich in gleicher Weise für diese wichtige Sache einsetzen.

Hospize sehen ihre Aufgabe vorrangig darin, das Sterben wieder in das Leben zu integrieren.

Das Thema Tod und Sterben soll aus der gesellschaftlichen Tabuzone geholt werden! Sterbende sollen die Zuwendung, Aufmerksamkeit und Pflege erhalten, die sie brauchen!

Hospizangebote sollen ein selbstverständlicher Bestandteil des Gemeinwesens werden. 

Den Kranken, wie auch den Angehörigen soll in einem Hospiz ein Stück weit Normalität vermittelt werden, was in einem Krankenhaus und auch zuhause zum Beispiel durch die Überforderung der pflegenden Angehörigen oft nicht mehr gegeben sein kann.

Trauer

bewältigen, überwinden, beenden

das sind Lebenssituationen, vor denen all die Betroffenen stehen,

die mit dem Verlust eines geliebten Menschen leben müssen.

Als ob der Mensch eine Trauer mal eben einfach „so“ zu den Akten legen könnte!

Ist es doch gerade die Untröstlichkeit, die den Verlust eines geliebten Menschen so kostbar macht und das Verlorene in seiner Einzigartigkeit und Unwiederbringlichkeit wertschätzt!

Wie den Ansprüchen der Trauerverarbeitung individuell zu begegnen ist, welches innere Wissen trauernde Menschen vom Umgang mit Verlusten und fortdauernden (Ver)Bindungen haben und wie Freunde, Bekannte und die Begleiter auf diese Weisheit hören bzw. reagieren können, entscheidet jeweils der Einzelfall und es gibt absolut kein Patentrezept!

Umfragen zufolge haben 90 Prozent aller Menschen den innigen Wunsch zuhause zu sterben!

Aber in der Realität sterben Schätzungen zufolge 40 Prozent der Menschen mehr oder minder „abgeschieden“ in einem Krankenhaus und weitere 20 Prozent in einer Altenpflegeeinrichtung!

Hospize

wollen eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung

nicht mehr gewünscht ist oder aus medizinischer Sicht nicht mehr erforderlich ist und eine Pflegeeinrichtung aufgrund unzureichender medizinischer und pflegerischer Versorgung bei schwersten Erkrankungen nicht mehr in Frage kommt.

Aus meinen Erfahrungen als Altenpfleger, aber noch mehr aus meiner Sicht als Mensch bin ich der Meinung,

dass wir nicht wegsehen dürfen.

Schwerstkranke und sterbende Menschen sind nun mal fester Bestandteil unserer Gesellschaft und gehören ganz einfach in unsere die Mitte. Aus diesem Grund sollten wir uns fürsorglich mit allen Betroffenen zusammen fragen, was Menschen in ihrer letzten Lebensphase brauchen und was wir Gutes für sie tun können.

Ich persönlich würde mir von Herzen gerne wünschen, dass jeder Mensch, wenn es notwendig ist und ausdrücklich gewünscht wird, eine grundlegende Gesundheitsversorgung erhält, welche auch die Hospiz- und Palliativ- Angebote mit einschließen sollte.

Werner Heus

Kastanien können sowohl edel als auch gesund sein

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die „graue“ Jahreszeit hat neben den vielen Farbenspielen der Blätter, dem starken Wind bis hin zu Sturm, dem vielen Niederschlag, etc. auch noch einiges Interessantes zu bieten. Zum Beispiel ist

die Herbstzeit auch die Kastanienzeit

ext. Bild

Im Herbst freuen sich ganz besonders Kinder über die Kastanien.
Sie sammeln sie zum Basteln und für den Förster.

Jedoch sind die braunen Samen noch für viele andere Dinge zu gebrauchen. Vom Wäschewaschen über das Zähneputzen bis hin zu Heilanwendungen bei Krampfadern und Durchfall gibt es viele interessante Anwendungen.

Die Kastanie ist für mich persönlich einer der mit Abstand schönsten Bäume

in unseren Gärten und Parkanlagen.
Zum Beispiel die Rosskastanie finde ich wahrlich zum Verlieben.
Dieser mächtige Baum wurde erst vor ungefähr 450 Jahren aus dem Ostbalkan nach Zentraleuropa gebracht.

Heutzutage ist er als Schattenspender vielerorts anzutreffen.

ext. Bild

Sie blüht bereits ganz wunderschön im Frühling, sie spendet Schatten im Sommer

und erfreut uns im Herbst mit ihrem bunten Laub.

Und wenn dann im Herbst die Nächte länger werden, färbt sich das Laub an den
Kastanienbäumen gelblich und braun.

Die Blätter beginnen zu fallen und der Boden unter dem Baum ist bald übersät mit Laub und den braunen Samen, die teilweise noch in ihrer stacheligen Behausung stecken.

ext. Bild

Das wunderschöne Herbstwetter rund um den hoffentlich „Goldenen Oktober“ lädt uns unweigerlich zu Spaziergängen und Streifzügen durch die farbenprächtige Natur ein.

Für die Kinder ist der Herbst eine sehr spannende Jahreszeit,
denn z.B.: die Kastanien, die als reife Früchte von den Bäumen fallen,
eignen sich auf perfekt für kreative Bastelarbeiten und um der Phantasie freien Lauf zu lassen.

Was kann denn schöner sein, als mit den Eltern oder Großeltern in der warmen Stube zusammen zu sitzen, alte Geschichten zu erzählen bzw. zu hören und dabei ein wenig Nostalgie abseits von Handy oder Smartphone erleben zu dürfen?

ext. Bild

Und ebenso interessant finde ich persönlich die Tatsache, dass Kastanien mehr und mehr auch als Delikatesse geschätzt werden, denn man höre und staune, bestimmte Sorten sind sogar essbar.

Oh, dieser absolut unvergleichliche, verführerische Duft von ofenfrisch gerösteten Esskastanien und Maronen zieht mittlerweile nicht nur durch Fußgängerzonen, sondern hält auch mehr und mehr in
vielen heimischen Küchen Einzug.

Esskastanien sind jedoch nicht unbedingt Maronen.

Wer genau hinschaut, erkennt dann aber die Unterschiede. Maronen und Esskastanien gehören zu den Edelkastanien, beide sind zum Verzehr geeignet. Die Esskastanie ist jedoch etwas kleiner, ein bisschen runder und schwächer im Geschmack als die Marone. Inhaltlich haben aber beide Sorten viel zu bieten.

Maronen und Esskastanien

sind ausgesprochen gesund

 

Zubereitet als Püree oder als Beilage zu Wildgerichten schmecken
Kastanien und Maronen ganz besonders lecker.

Ihr werdet aus dem Staunen kaum mehr herauskommen,

wenn Ihr das mutig einfach einmal probiert.

Und ganz obendrein sind diese Früchte auch noch so was von gesund, denn
Kastanien enthalten reichlich Mineralien und Vitamine.

Ebenso wie der bekannte Waschnussbaum aus Indien gehört auch die Kastanie zu der Familie der Seifenbaumgewächse. In Bioläden werden Waschnüsse schon länger zum ökologischen Waschen angeboten.
Die erheblich gestiegene Nachfrage auf den westlichen Märkten hat leider zu einer extremen Verteuerung in den Ursprungsländern geführt, wo nun verstärkt mit industriell hergestellten, chemischen Waschmitteln gewaschen wird.
Ich war vor einigen Tagen mit meinen Kindern und Enkelkinder unterwegs, um Kastanien zu sammeln.
Einen Teil haben wir in das Tiergehege der Stadt Uelzen gebracht und heute ist Basteln angesagt.
Was auch immer ihr heute macht, so wünsche ich Euch von Herzen gerne, dass es Euch so richtig Freude bringt und vor allem einen erholsamen Herbstsonntag
Werner

Informationen zum Welt-Rheumatag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 12. Oktober, ist

WeltRheumatag 2019

Ob Arthrose, Fibromyalgie, Gicht, Lupus, Morbus Bechterew oder Rheumatoide Arthritis:

RHEUMA

hat leider ganz viele Gesichter, denn es fallen rund 400 Krankheiten darunter.

Jedoch so unterschiedlich die einzelnen Krankheiten auch sein mögen, eines haben sie alle gemeinsam: sie sind mit Schmerzen verbunden!

Betroffen sein können:

Gelenke, Sehnen, Muskeln, Knochen und sogar innere Organe

Die aus der Krankheit resultierenden Schmerzen schränken dabei nicht nur die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen ein, sondern auch in ganz erheblichem Maße die Lebensqualität der betroffenen Erkrankten!

Statistiken zufolge leben in Deutschland mehr als neun Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung.

Die Medizin bezeichnet mit Rheuma Entzündungskrankheiten des Bewegungsapparats und mehr als 400 verschiedene Leiden zählen zum sogenannten „rheumatischen Formenkreis“, unter anderem entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie Arthrose, Weichteilrheumatismus wie Fibromyalgie oder Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht.

Was ich persönlich schlimm finde, ist die Tatsache, dass die Ursachen rheumatischer Erkrankungen bis heute im Dunkeln liegen. Die Wissenschaftler vermuten zwar, dass sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen können, aber so richtig ist bislang keine Licht in die Angelegenheit gebracht worden.

Weltweit forschen Wissenschaftler nach Einflussfaktoren auf

Rheuma.

Mittlerweile haben mehrere Studien gezeigt, dass mäßiger Alkoholgenuss die Entzündungsprozesse eindämmen kann und Sport dagegen Gelenkentzündungen fördern kann und auch Depressionen vorantreibt.

Die Suche nach Wirkstoffen, die den chronischen Entzündungsprozess aufhalten können, gestaltet sich mehr als schwierig. Zwar gelingen immer wieder Teilerfolge.

Beispielsweise hat sich die Substanz Masitinib in verschiedenen Studien bereits an Patienten bewährt.

Doch in ihrer Not geben Patienten weltweit

viele Milliarden Euro für nachweislich wirkungslose Medikamente aus!

Neben einer sehr fein abgestimmten Schmerztherapie, ist eine gesunde Ernährung wichtig.

Auf das Rauchen sollte ganz verzichtet werden!

Trotz der Einschränkungen ist Bewegung das A&O und die Betroffenen sollten sich soviel, wie möglich bewegen und so die Möglichkeit besteht, regelmäßig an Patientenschulungen teilnehmen!

Am heutigen Welt-Rheuma-Tag bietet die Deutsche Rheuma-Liga von 16 bis 19 Uhr eine bundesweite Telefonaktion an!

Rheumatologen stehen Interessierten unter der

kostenlosen Hotline: 0800 – 5332211

zum Thema „Therapie bei Rheuma – neuester Stand:

Rheuma ist jünger als du denkst!“

Rede und Antwort.

Ganz besonders junge Menschen mit rheumatischen Erkrankungen haben in unserer Gesellschaft einen schweren Stand! Da fallen Worte, wie Oma“ Krankheit, lahme Ente oder sogar Simulant sehr schnell! Das sorgt bei den Betroffenen neben den körperlichen Beschwerden auch noch zu seelischen, schnell auch mal zu Deperessionen!

Rheuma ist absolut keine Frage des Alters!

In unserer Gesellschaft wäre es also wünschenswert, dass ein Umdenken stattfindet.

Hier findet Ihr eine Auflistung aller Experten, die Euch ggf. telefonisch beraten.

Zudem kann man heute von 19 bis 21 Uhr mit Rheumatologen chatten:

www.rheuma-liga.chat

Diese Aktionen werden Bundesministerium für Gesundheit ermöglicht.

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne,dass sich zeitnah und nachhaltig eine bessere medizinische Versorgung ergibt, die das Leben mit entzündlich-rheumatische Erkrankungen entscheidend verbessert und uns allen ein schönes Wochenende

Werner

Info zum Tag der seelischen Gesundheit 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag, dem 10. Oktober, ist:

Tag der seelischen Gesundheit 2019

Dieser Tag wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen

und findet jährlich am 10. Oktober statt.

 

Ziel ist es, auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam zu machen und Klischee-Denken:

„alle in eine Schublade zu packen“

gegenüber den Erkrankten abzubauen.

 

In Deutschland leidet mittlerweile fast jeder dritte Bürger einmal in seinem Leben an einer psychischen Erkrankung, wobei anfangs in vielen Fällen nur sehr unklare Symptome auftreten.

Das frühzeitige Erkennen, ob etwas nicht stimmt und sich professionelle Hilfe zu holen, spielt eine große Rolle für einen positiven Krankheitsverlauf.

Darüber hinaus ist entscheidend Belastungsfaktoren im persönlichen Umfeld möglichst zu vermeiden und psychischen Erkrankungen gezielt vorzubeugen.

Das Aktionsbündnis „Seelische Gesundheit“ ist eine bundesweite Initiative, welche vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen auch die Selbsthilfeverbände für Betroffene und Angehörige von psychisch Erkrankten, sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik, welche sich gemeinsam für offenen und toleranten Umgang mit Menschen , welche an psychischen Erkrankungen leiden, den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung, einsetzen.

Die Stiftung für Seelische Gesundheit förderte im vergangenen Jahr die Berliner Woche der Seelischen Gesundheit. Diese findet vom 10. bis 20. Oktober 2019 unter dem Motto

„ Gemeinsam statt einsam – seelisch gesund zusammen leben.“

statt!

In unserem sozialen Umfeld gibt es die Freunde, hoffentlich die Familie, eventuell Nachbarn oder Kollegen als Gesprächspartner und ggf. auch als emotionalen Beistand. Das ist gut und kann von entscheidender Bedeutung sein!

Einsamkeit dagegen erhöht das Risiko für Stress.

Damit auch für psychische Erkrankungen sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Schon junge Menschen sind häufig von sozialer Isolation und ihren Folgen betroffen!

Etwa 15% der Altersgruppe 30-60 in Deutschland geben an,

unter Einsamkeit zu leiden.

Das Internet hat nicht nur das Arbeitsleben, den Alltag und unsere Gewohnheiten verändert, sondern auch die Wahrnehmungen, Gefühle und den zwischenmenschlichen Kontakt. Diese Veränderungen sind tiefgreifend und umfassen nahezu sämtliche Lebensbereiche.

Menschen aller Altersgruppen, nicht nur Jugendliche!, haben ihre Kommunikation weitgehend auf Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp verlagert. Und die rein virtuellen Kontakte ersetzen immer häufiger die Begegnungen in der realen Welt. Das kommt erschwerend dazu!

Denn wie wirkt sich diese digitale Dauerpräsenz auf

die seelische Balance der Nutzer und deren Sozialverhalten aus?

Welche Rolle spielen Cyber-Mobbing bzw. Internet- und Spielsucht im Leben der Menschen?

Diese Menschen und ihre Angehörigen müssen über konkrete Möglichkeiten zur Erhaltung und Stärkung der psychischen Gesundheit informiert werden.

Daneben sollten die Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gesundheitsberufen in Bezug auf psychische Gesundheit verbessert werden, damit etwa der Hausarzt Depressionen adäquat diagnostizieren und behandeln kann. Dazu gehört auch die Pflegekräfte so zu sensibilisieren, dass sie frühzeitig auf die Anzeichen psychischer Erkrankungen reagieren.

Ich persönlich appelliere für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht und in diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne die nötige Einsicht und das richtige Händchen

Werner

Psychische Probleme erfordern geziele Hilfe

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Hinblick auf den

Tag der Seelischen Gesundheit

berichte ich heute von einer privaten Erfahrung.

Ich weiß ganz genau wovon ich berichte, denn ich habe viele Jahre als examinierte Altenpflegefachkraft in „Geschlossenen Abteilungen“von Altenpflegeeinrichtungen und in Kliniken gearbeitet!

Es ist schon eine riesiger Unterschied, ob man in einer Einrichtung oder Klinik täglich ein paar Stunden Dienst mit gut eingestellten Patienten verrichtet oder ob man über einen Zeitraum X tagaus tagein 24 Stunden an der Seite eines solchen Menschen verbringt!

Vor allem dann, wenn dieser nicht bereit ist, sich ärztliche Hilfe zu holen!

In diesem speziellen Fall erkannte ich den Umfang und die Auswirkungen der Erkrankung zunächst nicht!

Nein, ehrlich gesagt, wollte ich es einfach nicht wirklich wahr haben.

Ich dachte, ich wäre mit meiner Erfahrung aus der Pflege stark genug!

Einige von Euch werden sich nun fragen:

Woran erkennt man Menschen mit schweren Depressionen,

Bipolaren Störungen bis hin zur Schizophrenie?

Die nebenstehende Grafik mag ein wenig Licht

in die Sache bringen.

 

Bei bestimmten psychischen Erkrankungen einhergehend mit völliger Uneinsichtigkeit der erkrankten Person sich einem Arzt zu öffnen und gezielte Hilfe zu suchen, glaubt mir bitte, kann man noch soviel Herzblut und Liebe aufbringen,es wird unter dem Strich nichts bringen.

Bei dem mit Abstand härtesten Fall, den ich privat über Jahre versucht habe mit all meiner Kraft und ganz, ganz viel Liebe in den Griff zu bekommen, bin ich selbst systematisch zerbrochen!

Ich verdanke es meinen Kindern und meinem phantastischen Hausarzt

im letzten Moment noch die Kurve gekriegt zu haben!

Der Mensch, dem ich gedachte helfen zu können, hat folgende

manischen Symptome:

weit überhöhte Aktivität

die sich darin äußerte, dass die Person vom Aufstehen bis zum Zu-Bett-gehen nahezu ununterbrochen im Netz verbingt! Dort werden dann virtuelle „Freunde“ mit Mickey Mouse Bildern und Sprüchen von Gossenlyrikern zu bespaßen!

Auch während des Fernsehschauens, selbst wenn die Lieblings-Bundesliga-Mannschaft spielt oder Besuch da ist, läuft der Rechner bis auf wenige Stunden in der Nacht täglich rund um die Uhr!

 

Internetsucht

 

unangemessen gehobene und gereizte Stimmung

herrschte beinahe tagaus tagein! Wehe man störte diese Person während ihrer Internetaktivitäten, dann gab es nicht nur „böse“ Blicke, sondern auch extrem „pampige„, wenn überhaupt, Antworten.

geringes Schlafbedürfnis

dieses lag bei etwa 2-4 Stunden mit dutzenden Unterbrechungen durch Rauchen, Fernsehen und Kaffee trinken

mehr Geldausgaben

durch ständige Einkäufe per Internet – es verging kaum ein Tag, wo nicht von Ebay oder Amazon Pakete eintrafen!

Das Schlimmste war jedoch, dass anstatt der eigenen Familie durch Gespräche und Beistand zu helfen, selbst die Liebe der eigenen Kinder teuer erkauft werden musste!

hektische Betriebsamkeit

entstand immer dann, wenn etwas nicht nach der Nase der Person lief oder Besuch anstand! Bereits am Vortag artete es in einen wahren Putzwahn aus. Das Peinlichste war, das mit den Aufräumungsarbeiten bereits begonnen wurde, sprich z.B.: Krümel aufsammeln, während sich die Gäste im Flur noch die Schuhe zubanden!

Sprunghaftigkeit

äußerte sich darin, das es niemals ein Gespräch auch nur zu einem Thema gab, welches auch nur annähernd abgehandelt worden wäre! Entweder wurden neue Themen, teils aus völlig anderen Themengebieten angeschnitten oder es gab gerade dringend etwas zu tun, was aber überhaupt nicht notwendig war!

Unruhe

bestand 24 Std. rund um die Uhr! Eine Weile ruhig auf einem Fleck sitzen? … unmöglich.

Die Finger waren selbst in gedachten Ruhephasen in Bewegung, entweder wurde an oder mit den Fingern „herum gefummelt“ oder im Gesicht oder beides.

In der Nacht gab es auch keine Ruhe! Ständig Wachphasen mit hin und her laufen, Toilette/Zigarette, etc.

Rasende Gedanken und Assoziationen

ergaben sich durch Überforderung in jeglichen einfachen Situationen! Gespräche hatten ständig den gleichen Inhalt. Der Inhalt wurde aber nur selten verstanden, weil die Gedanken gerade wieder woanders waren.

Noch schlimmer war es, wenn man in das Gesicht schaute und dort „lesen“ konnte, dass man gerade mit einer Person aus dem Vorleben verglichen wurde. Körperbewegungen oder das bloße Heben einer Hand rief „irgend etwas“ mal in der Vergangenheit Erlebtes wieder hervor und wurde dann pauschal in die aktuelle Situation projiziert.

Zudem hatte diese Person noch folgende

depressiven Symptome:

wenig Aktivität

war Tagesordnung! Neben der Aktivität im Internet, waren die einzigen Bewegungen der Gang zur Kaffeekanne (täglicher Kaffeekonsum 2 bis 3 Liter) und zum Rauchen (30-40 Zigaretten täglich!)!

Mal spazieren gehen?… so gut wie nie!

Es sei denn es ging um Einkäufe oder gelegentlich zu einem Flohmarkt, aber da kann man ja auch etwas kaufen!

stark niedergedrückte Stimmung

herrschte ständig vor! Sobald es zu einer Konfrontation mit was auch immer kam, egal ob ein Anruf oder persönlicher Kontakt, dann wurde schon pauschal irgend etwas „Böses“ vermutet!

Schuld waren aber grundsätzlich immer die anderen.

Sofort danach erfolgte ein Anruf bei einer Familienangehörigen.

Ständig wurde im gesamten Familienverband für Unruhe gesorgt! Tagtäglich wurden in den Telefonaten die gleichen Themen aufgegriffen und immer war es das Gleiche hinterher, stark niedergedrückte Stimmung

Grübelneigung

war vorherrschender Dauerzustand!

Nur sehr selten kamen Gespräche zustande. Man konnte förmlich ständig den Kopf „rauchen“ sehen!

Wehe man versuchte dann ein Gespräch! Entweder wurde man überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder wenn, dann wurde zugegeben, dass man gerade in Gedanken war, was aber nichts „schlimmes“ bedeuten würde.

Aber man konnte auf der Stirn klipp und klar lesen, dass es tiefgreifende Gedanken waren, welche dieser Mensch aber nicht zu teilen in der Lage war! Dieses nicht mit dem anderen sprechen wollen, wurde damit abgetan, dass diese Person nie im Leben „sprechen“ gelernt habe!

Erschwerend kamen dann auch ständig wiederkehrende Suizidgedanken hinzu!

Der Wunsch dem verstorbenen Ehemann in den Himmel folgen zu wollen.

In einem Fall wollte die person in Folge von Alkoholkonsum auf ein nahegelegenes Hochhaus, um ….

Ich tat alles in meiner Macht und Erfahrung stehende, um das Gefühl der grundsätzlichen Wertlosigkeit durch ehrlich gemeinte Komplimente und Gesten in positive Gedanken umzukehren!

Aber immer, wenn ich dachte es ginge entscheidend vorwärts, dann wurde das, was ich über Wochen oder Monate aufgebaut hatte, umgeschmissen und ging zurück bis in die „Steinzeit“ getreu dem Motto:

2 Schritte vor und 5 zurück!

Obwohl zeitweise das Bewusstsein vorhanden war, dass diese Person ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müsse,

kam es jedoch nie dazu.

Somit war ich ganz auf mich alleine gestellt, denn selbst allernächste Familienangehörige

bissen bei dieser Person auf „Granit„!

Solltet Ihr, liebe Leser, jemals im Leben an eine derartige Person geraten, so kann ich Euch nur von Herzen gerne empfehlen, die Finger davon zu lassen, denn es wird immer ein schlechtes Ende haben, wenn keine Einsicht besteht und jegliche Hilfe in den Wind geschlagen wird.

Passt bitte auf Euch auf!

Werner