Kategorie: Altenpflegeschule

Internationaler Tag der Pflege 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Sonntag, dem 12. Mai 2019, ist:

Internationaler Tag der Pflege 2019

(zeitgleich: Internationaler Tag des Chronischen Erschöpfungssyndroms)

Der Internationale Tag der Pflege (welcher auch „Tag der Krankenpflege“ bzw. „International Nurses Day“ genannt wird) findet jährlich am 12. Mai statt.

Er wird in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet.

Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 in Florenz (Italien) geboren wurde und am 13. August 1910 in London verstarb, war eine britische Krankenschwester.

Sie litt von ihrem 35. Lebensjahr an einer besonders aggressiven Form des Chronischen Erschöpfungssyndroms und war dadurch mehr als fünfzig Jahre lang ans Bett gefesselt.

Die Tochter einer wohlhabenden britischen Familie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag wird daher ihr zu Ehren der Internationale Tag der Krankenpflege begangen.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz während des Krimkriegs verschaffte sie sich in Großbritannien große nationale Verehrung.

In die britische Folklore ging sie als Lady with the Lamp („Dame mit der Lampe„) ein, weil sie die von ihr betreuten Kranken im Lazarett stets mit einer Petroleumlampe in der Hand besuchte.

Laut des Bundesgesundheitsministeriums hält die große Mehrheit der Bevölkerung, nämlich 95 Prozent, den Pflegeberuf für einen fachlich anspruchsvollen Beruf mit Zukunft und sogar 98 Prozent sind der Meinung, das Pflegende mehr Anerkennung für ihre Arbeit erhalten sollten.

Das ist das Ergebnis einer vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage von Infratest dimap 2016.

Bleiben alleine die Gretchenfragen:

was kann sich das Pflegepersonal, ganz besonders in der Altenpflege und auch die pflegenden Angehörigen für all diese wunderschönen Worte und Erkenntnisse, welche sich jahraus jahrein wiederholen, realistisch „kaufen“?

Wo werden diese Erkenntnisse mal wirklich konkret umgesetzt?

O.K., es gibt nun nicht mehr die drei (+) Pflegestufen, sondern fünf Pflegegrade und es ist in einigen Fällen leichter geworden Pflegegelder zu bekommen, aber ist das nicht auch wieder nur ein Strohfeuer?

O.K., der Mindestlohn für die Pflegehilfskräfte in der ambulanten und stätionären Altenpflege wurde zum 1 Januar 2017 erneut angehoben, aber was ist mit den Pflegefachkräften, die für alles „den Kopf hinhalten müssen“ und ständig mit einem Bein hinter „schwedischen Gardinen“ stehen?

Warum üben nur wenige Pflegende diesen Beruf länger als 20 Jahre aus?

 

Es ist kaum verwunderlich, denn Pflege ist anstrengend, stressig und lässt kaum ein Verschnaufen zu.

Immer weniger Menschen sind bereit, diese schwere Arbeit und die zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen in Kauf zu nehmen.

Ständiges Arbeiten am Limit ist eben wenig attraktiv!

Pflege bedeutet konkret:

häufig schweres Heben und Tragen, wovon mehr als 70 Prozent der Pflegekräfte in der Altenpflege mehr als dreimal so oft betroffen sind wie andere Erwerbstätige

ständig und über Jahre unregelmäßige Arbeitszeiten durch Schichtdienste, oft ohne ordnungsgemäße Ruhezeiten zwischen den Schichten und damit

zu kurze Erholungs- und Regenerationszeiten und zudem zu wenig Pausen

überdurchschnittlich häufiger Termin- und vor allem Leistungsdruck bei hohem Arbeitstempo und oftmals sehr geringem Handlungsspielraum beim Planen und Einteilen von Aufgaben

Ich selbst bin leider durch die Erkrankung an Myasthenia gravis vor drei Jahren berufsunfähig geworden, aber ich habe natürlich vollsten Respekt vor der Leistung meiner ehemaligen Kolleg(inn)en und bedanke mich bei all denen, die weiterhin mit Herz und Hand in der Pflege arbeiten

Werner

Kann man im Schlaf lernen?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich erinnere mich immer wieder gerne an die Altenpflegeschule.

Sowohl einige sehr junge Schüler, die gerade ihre Mittlere Reife erworben hatten, als auch einige ältere Schüler aufgrund ihrer Lebenserfahrung meinten, das Examen mal eben so nebenbei ganz locker „im Schlaf“ machen zu können.

Aber das entpuppte sich ganz schnell als großer Irrtum.

Ich vor Jahren mal der der Frage nachgegangen, denn … 

schon seit vielen Jahren geistert die Theorie von einem„Lernen im Schlaf“ durch die Medien und das Internet. Produkte zu diesem Thema finden noch immer reißenden Absatz. Das ist ja auch kein Wunder, wo doch diese Methode das Nonplusultra aller geplagten Schüler und sonstigen Lernwilligen verspricht, nämlich Wissen quasi von selbst zu erlangen.

Glaubt man den Herstellern von CD`s und Programmen zum Schlaf-Lernen, ist dies geradezu die Methode der Wahl:

„Lernen im Schlaf ist eine Möglichkeit, die Kraft des Unbewussten zu nutzen, um fremde Sprachen zu lernen, sich auf Prüfungen vorzubereiten oder Fachwissen aufzunehmen“, heißt es auf der Website eines Unternehmens.

 ext. Bild


Kann man im Schlaf schlauer werden und
vielleicht sogar eine Sprache erlernen?

Ist unser Gehirn in der Lage während der Nachtruhe tatsächlich neues Wissen abspeichern oder handelt es sich dabei um
einen jahrzehntealten Mythos?

 

Im Schlaf verarbeiten wir Sinnesreize, welche wir tagsüber aufgenommen haben.

In diverse Studien wurde festgestellt, dass Schlafen ganz wesentlich
zur Gedächtnisbildung beiträgt.

Damit neue Informationen langfristig abgespeichert werden können, müssen sich die entsprechenden Gedächtnisspuren festigen.

Dabei ist Schlaf für bestimmte, sehr elementare Formen der Gedächtnisbildung
absolut notwendig. Außerdem scheinen die unterschiedlichen Stadien des Schlafes die Gedächtnisbildung in verschieden Gedächtnissystemen zu beeinflussen.

Tiefschlaf und Lernerfolg gehen Hand in Hand

Wissenschaftler einer amerikanischen Universität konnten aufzeigen, dass das menschliche Gehirn Sinneseindrücke, die kurz vor dem Schlafengehen wahrgenommen wurden,
ganz besonders gut verarbeitet.

Sie ließen ihre Probanden vor dem Schlaf gehen Vokabeln pauken und konnten
anschließend beobachteten, dass aufgrund der vorangegangenen
Informationsaufnahme die Tiefschlafphase in bestimmten Bereichen des Gehirns
sehr viel intensiver war.

In der Region, in der am Abend der Lernprozess stattgefunden hatte, schlief das Gehirn tiefer. 

Auch der Lernerfolg erhöhte sich, denn alle Probanden wiesen eine verbesserte Leistung auf.

Dass die Tiefe des Schlafs und der Lernerfolg Hand in Hand gehen, konnte kurz darauf auch eine Arbeitsgruppe der Universität Lübeck zeigen.

Hierbei mussten Versuchspersonen ebenfalls vor der Nachtruhe lernen.

Bei einer Gruppe wurden die sogenannten Tiefschlafwellen, das sind elektrische Entladungen von niedriger Frequenz, die sich während des Tiefschlafs wellenförmig im Gehirn ausbreiten,
mit Hilfe von Gleichstrom verstärkt.

Die anderen Probanden verbrachten die Nacht ohne äußere Einflussnahme.

Dabei zeigte sich:
je tiefer der Schlaf, desto bessere Lernerfolge waren festzustellen.

Aber können wir während des Schlafes auch neue Informationen aufnehmen, z. B.: eine Sprache durch das Abspielen einer Tonaufnahme lernen?

Leider gibt es dafür keine Anhaltspunkte.

Allerdings konnten Forscher der Universität Evanston im US-Bundesstaat Illinois zeigen, dass unser Gehirn während des Schlafes Geräusche aufnehmen und auch verarbeiten kann.

In einem Experiment sahen sich Probanden verschiedene Bilder an, die jeweils mit einem Geräusch unterlegt waren.

Anschließend hielten sie in einem dunklen Raum ein Nickerchen.

Während sich die Teilnehmer in der Tiefschlafphase befanden, spielten ihnen die Forscher einige der Laute vor.

Im Erinnerungstest zeigte sich, dass die Personen jene Bilder besser zuordnen konnten, deren Geräusche sie im Schlaf gehört hatten.

Also, es gibt bedingte Lernerfolge, aber wir kommen wohl nicht umhin klassisch zu lernen, auch wenn sich die Schlafmethode so mancher Schüler sehnlichst wünschen würde.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne weiterhin eine besinnliche Adventszeit mit vielen schönen Momenten und vor allem ohne jeglichen Stress

Werner

Tag des weißen Stockes 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Montag, dem 15. Oktober 2018, ist:

Tag des weißen Stockes 2018

Der Blindenlangstock ist neben der hoffentlich wirklich mittlerweile überall bekannten Armbinde (gelb mit 3 schwarzen Punkten) das Schutz- und Erkennungszeichen für blinde Menschen. Vor allem aber ist er das entscheidende Hilfsmittel, damit sehgeschädigte Menschen sich unabhängig bewegen und ihre Wege alleine und selbstbestimmt gehen können.

Dieser Langstock ermöglicht den Weg in den öffentlichen Raum und durch entsprechenden Schulungen in Orientierung und Mobilität konnten blinde und sehbehinderte Menschen auch die für sie ungeheuer große Herausforderung des Straßenverkehrs in Angriff nehmen.

Der weiße Stock ist nicht nur ein Hilfsmittel, welches sehbehinderte und blinde Menschen nutzen, um Selbständigkeit zu erlangen, sondern gleichzeitig ist er ein Symbol der blinden Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft.

Um die vielen Leistungen blinder und sehbehinderter Menschen weltweit zu ehren und um die Bedeutung des weißen Stockes für die Förderung der Selbständigkeit anzuerkennen, begeht jährlich den 15. Oktober als

„Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes“.

Heute dient der weiße Stock als Blindenhilfsmittel und Symbol zugleich. Dies war jedoch nicht immer der Fall.

Der internationale Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto:

„Bitte Weg frei!“

Gemeint ist damit ganz konkret die Bedeutung von Bodenleitsystemen, die mit dem Stock ertastet werden und im öffentlichen Raum zur Orientierung dienen.

Im Boden verlegte Platten mit Noppen und Rippen haben diese Funktionen:

 leiten, warnen und stoppen

In Reihe verlegte Platten mit Rippen, sogenannte Leitstreifen, zeigen einem sehbehinderten oder gar blinden Menschen eine sichere Strecke an. Sie sind beispielsweise auf Bahnsteigen zu finden, natürlich mit ausreichendem Abstand von der Bahnsteigkante. 

Wer dort sein Gepäck abstellt und so die Leitstreifen blockiert, zwingt blinde und sehbehinderte Menschen zu unnötigen Umwegen, die gefährlich werden können.

Aus diesem Grund verteilen die Selbsthilfeorganisationen am heutigen Tag in ganz Deutschland Aktionspostkarten, mit denen die sehenden Mitbürger aufgefordert werden, denStockeinsatzzu erleichtern. 

Die Aktion

„Bitte Weg frei!“

wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gemeinsam mit dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf organisiert.

Ich möchte hiermit eindringlich an alle Menschen appellieren auf die blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland mehr Rücksicht zu nehmen! und

wünsche und allen von Herzen gerne einen sonnigen, friedlichen Montag sowie einen Start in die neue Woche mit dem richtigen Durch- und Weitblick

Werner

Mein Weg bis hin zum examinierten Altenpfleger

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich Euch meine neue Webseite vorstellen:

Altenpflege mit Herz und Hand

Nachdem ich einige Zeit als Pflegehelfer tätig war, entschied im mich 2001 für eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger, die ich als Umschulungsmaßnahme gewährt bekam. Diese Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre und 2001 waren die Altenpflegeschulen völlig überlaufen.

Die Ausbildungsgang hatte am 1. August begonnen und nur dem Umstand, dass Ende September eine Schülerin die Schule aufgab, hatte ich es zu verdanken an deren Stelle zwei Tage vor Ende des ersten Schulblockes in die Ausbildung einzusteigen.

Die ausscheidende Schülerin überließ mir freundlicherweise ihre schriftlichen Unterlagen, sodass ich neben den ersten zwei Monaten im Praktikum das Schulische nacharbeiten konnte, was mir auch gelang, sodass ich problemlos in den zweiten Schulblock einsteigen konnte und alle Prüfungen mit Bravur abschloss.

Meine Lieblingsfächer waren neben den medizinischen Grundlagen, Arzneimittellehre, Deutsch und Englisch, vor allem Tagesgestaltung, Berufskunde und Psychologie.

Da man als Praktikant in jeder Altenpflegeeinrichtung willkommen ist, weil man ja keine Kosten verursacht, habe ich sowohl in einer öffentlichen Einrichtung, einem größeren privaten Heim, einem kleinen privaten Haus und in einem ambulanten Pflegedienst  praktischen Dienst verrichtet, um mir ein umfassendes Bild machen zu können, wohin mich mein Weg nach Ausbildungsende führen könnte.

Für mich waren diese Einblicke ganz entscheidend, denn Männer waren damals zwar in der Pflege erwünscht, aber „nur“, weil die Damen dachten, man könne bei den schweren Arbeiten entscheidend entlasten, aber ansonsten würde man für die Pflege wenig taugen. Aus diesem Grunde und weil ich zum einem gewohnt war viel Verantwortung zu übernehmen und zum anderen gerne selbständig arbeite, führte mich mein Weg letztendlich in die Dauernachtwache – 10-12 Std-Dienste, 7 Tage arbeiten und mit Glück auch 7 Tage frei.

Bereits während der Ausbildung lernte ich sehr viele Krankheitsbilder kennen, spezialisierte mich auf PEG, Sonden, Dauerkatheter, Trachealkanülen, Beatmung und die Versorgung von Wachkomapatienten.

Dann arbeitete ich ein Jahr in einer geschlossenen Abteilung, die man nur über ein elektronisches Zahlenschloss betreten und verlassen kann als Nachtwache ohne Helfer mit achtundzwanzig (28) Schwerstpflegefällen, sprich austherapierten Alkoholikern und Drogenabhängigen, Borderline-Syndrom, Schizophrenen, usw., die in der Lage waren Handläufe aus der Wandverankerung zu reißen, Türknöpfe abzubrechen, ect., die ich jedoch in 99 Prozent aller Fälle erfolgreich pflegen konnte, sodass es zu einigen Aha-Erlebnissen mit Angehörigen, wie auch Mitarbeitern kam. 

Das Zauberwort in der Pflege heißt ganz klar Empathie und ist der Schlüssel, um Zugang zu den zu Pflegenden zu bekommen, auch bzw. gerade wenn psychische Erkrankung oder Demenz im Endstadium zu den Krankheitsbildern gehören.

In künftigen Artikeln werde ich detailliert auf den Pflegealltag eingehen, um pflegenden Angehörigen und Altenpflegeschülern hoffentlich eine kleine Hilfe zu werden.

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit, würde mich sehr über Kommentare hier auf dieser Seite freuen und wenn Ihr diese Seite zu Euren Favoriten nehmen würdet.

Von Herzen gerne wünsche ich uns allen halbwegs erträglich durch die aktuelle Hitzeperiode zu kommen und toi toi toi viel Glück auf allen Euren wegen.

Werner