Kategorie: Krankheitsbilder

Der Welt-Aids-Tag 2019 steht für Solidarität

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am heutigen Sonntag, dem 1. Dezember 2019, ist:

WeltAidsTag

welt-aids-tag-2Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV.

Pro Jahr kam es bislang zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen.

Im Jahr 2016 waren es „nur“ 1,8 Millionen und anstatt etwa 240.000 bei Kindern waren es  „nur“ 160.000.

Wirklich so richtig, richtig schlimm ist jedoch, dass nur etwa 61,5 Prozent der Betroffenen bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten haben.

Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung.

In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV, rund 5.000 mehr als im Vorjahr und ca. 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben.

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2019 findet der WeltAidsTag,

der seit 1988 jährlich am 1. Dezember begangen wird zum 32. Mal statt.

Mit zahlreichen spannenden Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und Aids, und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen.

Das Spektrum reicht von Informationsständen in der Innenstadt über Podiumsdiskussionen bis hin zu Spenden-Galas mit großem Promi-Engagement.

Die diesjährige Kampagne will deshalb Berührungsängste abbauen und zeigen, dass positiv zusammen leben zwischen Menschen mit und ohne HIV bereits stattfindet und möglich ist.

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Der Welt-Aids-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien,Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit wie auch in Europa und Deutschland – daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist.

Er will Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS fördern und Diskriminierung entgegenwirken.

Er erinnert an die Menschen, die an den Folgen der Infektion verstorben sind. Und er ruft dazu auf, weltweit Zugang für alle zu Prävention und Versorgung zu schaffen.

Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können.

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In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche Aids-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein.

Unter dem Motto:

„Streich die Vorurteile!“

liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf ganz persönlichen „Gewissensfragen“ und dem Aufruf zur Toleranz und Solidarität:

Die meisten Menschen wissen, dass sie im Alltag vor einer Infektion
mit HIV sicher sind.

Aber in den Situationen, in denen es auf dieses Wissen ankommt,
vertrauen manche doch nicht darauf,
da sind die Ängste wohl stärker.

Es gibt keinen Grund, vor Menschen mit HIV Angst zu haben.

Ich möchte heute von Herzen gerne an alle Menschen appellieren, dass viel mehr Menschen erkennen mögen, dass Diskriminierung allen Menschen schadet!

Diskriminierung macht krank und kann vom HIV-Test abschrecken.

Werner Heus

Informationen rund um den Deutschen Lebertag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 am heutigen Mittwoch, dem 20. November, ist:

Deutscher Lebertag 2019

Ausrichter sind neben der Gastro-Liga e.V.
die Deutsche Leberhilfe e.V. und
die Deutsche Leberstiftung.

Lebererkrankungen können jeden treffen! Völlig unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensweise. Der Lebertag will unter anderem mit dem Vorurteil aufräumen, Lebererkrankungen seien grundsätzlich immer selbst verschuldete Krankheiten“!

Und ganz gezielt darauf aufmerksam machen, dass Lebererkrankungen sehr viel häufiger sind als allgemein angenommen oder vermutet wird.

Viele Lebererkrankungen können heute gut behandelt werden. Nicht nur Medikamente, sondern auch Veränderungen des persönlichen Lebensstils können ganz entscheidend zur Besserung von Lebererkrankungen beitragen oder deren Entstehung ganz verhindern.

„Leber/wert/voll“

war das Motto des 17. Deutschen Lebertages, welches uns daran erinnern, wie wertvoll die Leber ist und welche vielfältigen Aufgaben sie erfüllt.

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Erkrankungen der Leber verlaufen schleichend und still. Das sie lange ohne spezifische Beschwerden bleiben, macht sie so unglaublich tückisch.

Lebererkrankungen werden deshalb sehr häufig erst ganz spät erkannt.

Allein an chronischer Hepatitis B und Hepatitis C sind Hunderttausende Menschen alleine in Deutschland erkrankt und die meisten davon ohne es zu wissen.

Hinzu kommen Autoimmunerkrankungen der Leber sowie Fettlebererkrankungen, die insbesondere in den westlichen Industrienationen verstärkt auf dem Vormarsch sind.

Schätzungen zufolge leiden alleine 20% der deutschen Bevölkerung unter Fetteinlagerungen der Leber. Fettlebererkrankungen werden dann richtig gefährlich, wenn die Verfettung zu einer Leberentzündung führt.

Durch die andauernde Entzündung kommt es zu einer Vernarbung der Leber. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, drohen bei allen chronischen Lebererkrankungen Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs.

Der 20. Deutsche Lebertag steht unter dem Motto:

Mit diesem Motto weist der diesjährige Deutsche Lebertag darauf hin, dass es lebenswichtig ist, jeden Tag an die Leber zu denken.

Die Leber ist ein Organ, das leider wenig und nur ganz selten Beachtung findet. Dabei erfüllt sie zahlreiche Aufgaben.

Sie ist das zentrale Stoffwechselorgan in unserem Körper und wenn sie ausfällt, tritt innerhalb weniger Stunden der Tod ein!

Mehr Aufmerksamkeit für Leber und Leberwerte ist daher das Ziel des 20. Deutschen Lebertages. Zum bundesweiten Aktionstag werden heute wieder zahlreiche lokale Veranstaltungen wie Arzt-Patienten-Seminare, Experten-Sprechstunden oder Lebertest-Aktionen angeboten.

Wem sich die Möglichkeit bietet, dem kann ich nur ans Herz legen, sich testen zu lassen, denn Gesundheit ist unser mit weitem Abstand höchstes Gut.

Für die angebrochene Woche, ach was, natürlich für die gesamte Zukunft wünsche ich uns allen von Herzen gerne viele schöne Momente, wenig Stress und viel Gesundheit

Werner Heus

 

P.S.:

Mein Appell zum heutigen Tag

Informationen zum Welt-Diabetes-Tag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag, dem 14. November, ist:

WeltDiabetesTag 2019

Der Welt-Diabetes-Tag wird seit 1991 als ein Tag der Internationalen Diabetes-Föderation (International Diabetes Federation, IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) durchgeführt. Man hat den 14. November ausgewählt, da an diesem Tag Frederick G. Banting geboren wurd. Gemeinsam mit Charles Herbert Best hat er im Jahr 1921 das lebenswichtige Insulin entdeckt.

Bereits seit dem Jahr 2007 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen (United Nations, UN). Er wurde im Dezember 2006 in der Resolution 61/225 verabschiedet.

Aus diesem Grund finden zahlreiche Veranstaltungen vor allem am,

jedoch auch rund um den 14. November herum statt.

weltdiabetestag

Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die entsteht, wenn in der Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Insulin gebildet wird oder der Körper das produzierte Insulin nicht effektiv verwerten kann.
Insulin ist ein in der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das die Körperzellen benötigen, um Glukose aus dem Blut aufzunehmen und daraus Energie zu gewinnen.
Eine unzureichende Insulinproduktion und/oder -wirkung führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie). In der Folge kann es zu einer langfristigen Schädigung des Körpers und zum Versagen verschiedener Organe und Gewebe kommen.

Der Weltdiabetestag wurde aus Sorge über die weltweit steigende Zahl von Menschen mit Diabetes von der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstmals 1991 ausgerufen.

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2019 lautet das Motto:

„Familie und Diabetes“

Ziel ist es, die Diagnostik sicherzustellen, damit der Typ-2 Diabetes frühzeitig erkannt wird. Grob sagt man, Typ-2 Diabetes wird rund zehn Jahre zu spät erkannt. Durch eine frühe Erkennung der Krankheit, wäre es möglich Folgeschäden leichter verhindern.

Diabetes

ist eine der Hauptursachen für Amputation, Erblindung, Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen Versagen und frühen Tod.

Einfache Maßnahmen können das Risiko reduzieren.

Alle Frauen mit Diabetes benötigen einen erschwinglichen und gerechten Zugang zu Pflege und Bildung, um ihre Diabetes besser zu bewältigen und ihre Gesundheitsergebnisse zu verbessern.

Die Kampagne soll die Bedeutung eines erschwinglichen und gleichberechtigten Zugangs für alle Frauen, die an Diabetes leiden oder dieses Risiko in sich tragen, heben!

Und bewirken, dass alle Frauen die wesentlichen Diabetes-Medikamente und -technologien, die Selbstmanagement-Schulungen und Informationen erhalten, die sie benötigen, um eine optimale DiabetesTherapie zu erzielen oder einen Typ 2 Diabetes vorzubeugen.

Ganz besonders schwangere Frauen benötigen verbesserten Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen, Pflege und Bildung, um positive Gesundheitsergebnisse für Mutter und Kind erreichen zu können.

Die Kampagne soll dazu aufrufen, am 14. November landesweit kollektiv Blutzucker zu messen, egal ob Typ 1, Typ 2 oder Nichtdiabetiker, Familie oder Freunde.

Sie will auf den Weltdiabetestag aufmerksam machen, über Diabetes und seine Formen aufklären, Nichtdiabetikern ihr eventuelles Diabetesrisiko näher bringen und präventiv gegen Typ-2-Diabetes vorgehen.

Es ist nur ein kleiner „Picks“ in Ohr oder Finger und schon weiß man woran man ist. Daher mein eindringlicher Appell an Euch:

Bitte, nichts wie hin und messen lassen!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne eine gesunde Zukunft, möglichst ohne weitere Zipperlein

Werner Heus

Informationen zum Magen-Darm-Tag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag, dem 7. November, ist:

MagenDarm-Tag 2019

Der Darm ist der wichtigste Teil des Verdauungstraktes von höheren vielzelligen Tieren einschließlich des Menschen.

Er erstreckt sich vom Magenpförtner bis zum After, davor liegen der Magen,
die Speiseröhre und die Mundhöhle.

Das Motto 2019 lautet:

Beschwerden am Po? Nicht aussitzen! 

Wissenswertes über Hämorrhoiden & Co

Jährlich werden in Deutschland ca. eine Million Patienten wegen Hämorrhoiden behandelt.

Diese Enddarmerkrankung gehört aber immer noch zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft. Die Betroffene zögern daher oft, frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Hämorrhoiden

entstehen in den meisten Fällen durch einen hohen Druck auf den Enddarm.

Dadurch werden die Blutgefäße im Schwellkörper, einem ringförmigen Gefäßpolster zwischen Mastdarm und Schließmuskel, so stark ausgeweitet, bis sie sich schließlich nicht mehr zusammenziehen können.

Einige der Ursachen dafür sin chronische Verstopfungen und ballaststoffarmer Ernährung.

Aber auch falsches Stuhlverhalten, wie unnötiges Pressen oder ein hoher Druck auf den Enddarm durch Übergewicht, schweres Tragen oder bei einer Schwangerschaft – kann ein Hämorrhoidalleiden begünstigen.

Abhängig von der Größe und dem Grad der Hämorrhoiden gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden. Dabei steht grundsätzlich die Wiederherstellung des regulären hämorrhoidalen Schwellkörpers im Vordergrund.

Cremes. Pasten und Salben lindern oft nur kurzzeitig die Beschwerden, jedoch bekämpfen sie die Ursache nicht.

Bei Hämorrhoiden des 1. und 2. Grades sind in der Regel nur kleine, ambulante Eingriffe notwendig. Bei Hämorrhoiden des 3. und 4. Grades ist die Wiederherstellung des Gefäßpolsters meist nur durch eine Operation möglich.

Diese Operation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Wie kann man Hämorrhoiden vorbeugen?

Gnz besonders wichtig ist es, einen starken Druck auf den Enddarm zu vermeiden.

Versucht bitte bei chronischer Verstopfung die Verdauung durch richtige Ernährung wieder in Schwung zu bringen.

Ernährungsexperten empfehlen faserreiche (ballaststoffreiche) Nahrungsmittel wie Vollkornbrot, Haferflocken, Obst und Gemüse.

Achtet bitte auf regelmäßige ausreichende Bewegung und treibt Sport! Und nicht Lachen, aber „Matratzensport“ zählt auch dazu … zwinker

Ziele des Magen-Darm-Tages 2019 sind:

über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten detailliert aufzuklären

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Ob nun Blähungen, Durchfall, Sodbrennen oder „nur“ ein unbequemes Völlegefühl, fast jeden von uns hat bereits irgendwann einmal getroffen.

Manche leiden ein Leben lang unter Beschwerden der Verdauungsorgane.

In Anbetracht der mittlerweile wirklich sanften Untersuchungsmethoden möchte ich von Herzen gerne an Euch appellieren bei anhaltenden Beschwerden unvoreingenommen einen Arzt aufzusuchen und das Problem – grins: frisch von der Leber weg – anzusprechen.

Werner

 

Gedanken zum Welt-Psoriasistag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 am heutigen Dienstag, dem 29. Oktober, ist:

Welt-Psoriasistag 2019

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Am 29. Oktober ist WeltPsoriasistag.
An diesem Datum wenden sich weltweit
Patienten und Hautärzte an die Öffentlichkeit!
Es geht darum, auf anhaltende Vorurteile hinzuweisen und
für eine bessere medizinische Versorgung zu werben.

Schuppende, gerötete und stellenweise blutige Hautareale sind die unübersehbaren Begleiterscheinungen einer Psoriasis.

Die Erkrankung ist besser bekannt als Schuppenflechte.

Schätzungen zufolge sind etwa 2,5 Prozent der Bevölkerung erkrankt.
Alleine in unserem Land rund zwei Millionen Menschen.

Psoriasis ist eine chronisch entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung, bei der
die körpereigene Immunabwehr „verrückt spielt“:

Sie entfacht eine Entzündung und beschleunigt die Erneuerung der Hautzellen,
wodurch die Schuppen entstehen.

Die Mittel im Krankenversicherungssystem sind leider sehr begrenzt!
Aus diesem Grund werden sie leider nur auf die Akutbehandlung konzentriert.

Eine Psoriasis ist bei allem medizinischen Fortschritt
letztendlich jedoch nicht vollständig heilbar.

Die Erkrankung verläuft vielfach in mehr oder minder stark ausgeprägten Schüben und stellt die Betroffenen vor harte Bewährungsproben.

Oft kommen Begleiterkrankungen hinzu und verschlimmern die Belastung.

Die an Psoriasis Erkrankten leiden unter einer stark geminderten Lebensqualität! In schweren Fällen haben die Betroffenen eine deutlich verminderte Lebenserwartung.

Helfen kann die aktive Beteiligung in der Selbsthilfe bei Schuppenflechte.

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Psoriasis – Gemeinsam stark!“
lautet das Motto 2019 in Deutschland.

Respekt
Auffällige Hautbilder ziehen die Blicke auf sich.
Viele Erkrankte empfinden es als belastend, permanent angestarrt zu werden.

Neugier ist nicht gleichbedeutend mit Verständnis und erst recht nicht mit Empathie.

Wir alle erwarten zu Recht Respekt und
Diskretion im Umgang miteinander.

 

Teilhabe
Immer wieder erleben Erkrankte, dass Menschen in ihrem Umfeld
buchstäblich auf Distanz gehen.
Andererseits greift die notwendige Therapie oft tief in die Lebensverhältnisse ein.
Wir alle leben in sozialen Zusammenhängen.
Wir wollen dazugehören und
nicht ausgegrenzt werden.

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Und:
Wir wollen nicht als Kranke „behandelt“ werden,
sondern selbstbestimmend an der Therapie mitwirken.

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Lebensqualität
Die Kosten für die nötige lokale Begleitbehandlung der
Hauterscheinungen werden als Pflege abgetan
und von der gesetzlichen Krankenversicherung
selbst dann nicht übernommen, wenn die Erkrankten
dafür dreistellige Summen monatlich aufbringen müssen.

Ähnliche Schwierigkeiten gibt es bei der
Beantragung von Maßnahmen zur Rehabilitation und
bei Anträgen zur Klimatherapie.
Von einer erfolgreichen Behandlung
wird mehr als nur Linderung der
schwerwiegendsten Symptome,
sondern darüber hinaus auch eine
deutliche Verbesserung der Lebensqualität erwartet.

Vor diesem Hintergrund hat die
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
die Psoriasis schon 2014 in ihre Liste
der nichtansteckenden Krankheiten
aufgenommen, die weltweit vermehrter
Anstrengungen bedürfen.
Die Bundesregierung hat bislang noch
keine konkreten Schritte unternommen,
dieser Anforderung der WHO Taten folgen zu lassen.

Zwar gibt es mittlerweile Dank des Fortschrittes in der Forschung 15 zugelassene systemische Arzneimittel gegen mittelschwere bis schwere Psoriasis, aber …

bei der Psoriasis besteht weiterhin Handlungsbedarf!,

denn aufgrund ihres chronischen Verlaufes, der hohen Krankheitslast und des immer noch nicht genügenden Zugangs zu verfügbaren modernen Therapie stehen die betroffenen Patienten unter einem besonderen Leidensdruck.

Bitte, liebes Gesundheitssystem tu etwas!

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne ausreichend Kraft die Erkrankung zu ertragen, ausreichend Kampfgeist, um mehr Achtung und Aufmerksamkeit zu bewirken und uns allen positive, letzte Tage im Monat Oktober

Werner

Am Welthungertag 2019 ist Verteilung das Problem

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 16. Oktober, ist:

Welthungertag 2019

 

Alleine, wenn ich dieses Wort schon nur höre oder lese, schaudert mir

W e l t h u n g e r t a g !!!

Hunger in einer Welt, die produziert, produziert und weiter produziert!

Einer Welt, die mehr & mehr Wegwerfgesellschaft geworden ist! Was alleine in unserem Land in den Müll– und Biotonnen landet, spottet jeglicher Beschreibung!

Die meisten Menschen in unserem Land – abgesehen von der Kriegsgeneration – wissen gar nicht, was Hunger ist und wie fürchterlich sich so etwas anfühlen muss!

Es gibt weltweit viele, viele Menschen, denen es nicht einmal annähernd so gut geht, wie uns.

Das ist den meisten auch bewusst, deshalb spare ich es mir durch entsprechendes Bildmaterial und Phrasendrescherei hier auf die Tränendrüsen zu drücken, aber wenn ich das ständige Gejammer, gerade im Internet, lese, wie schlecht es doch einigen geht, könnte ich gelinde geschrieben stehend freihändig „an die Decke gehen!“

Ich, persönlich, kenne niemanden in Deutschland, der nicht eine Scheibe Brot auf dem Teller hat und auch das überlappende Stück Wurst oder Käse dazu!

Jedoch kenne ich mehr als genug Menschen, die ganz einfach zu faul sind, sich eine Mahlzeit selbst zuzubereiten!

Viele Menschen gehen mehrmals pro Woche Essen oder bestellen Essen per Telefon oder Internet!

800 Millionen Menschen leiden weltweit und in diesem Moment an Hunger!

800 Millionen Menschen sind wegen andauernder Unterernährung krank – hauptsächlich Kinder. Heute werden 24.000 Menschen sterben, weil sie nichts oder zu wenig zum Essen haben.

Und wenn ich die überquellenden Bio-Tonnen bei Supermärkten sehe, dann werde ich immer nachdenklicher!

Vor geraumer Zeit habe ich eine Fernsehsendung geschaut, in welcher es um Essensverschwendung ging und bei einer vorsichtigen Hochrechnung mehrere tausend Euro herauskamen!

Ich weiß schon, dass jetzt wieder etliche Menschen sagen werden:

„Da kann ich als einzelner Mensch nichts dran ändern!“

Da gehe ich aber nur bedingt konform. Als Single, koche ich auch manchmal zu viel!

Entweder weil die Augen größer sind als der Magen oder weil es kaum geeignete Single-Portionen, egal aus welchem Bereich der Lebensmittel zu kaufen gibt! Jedoch habe ich sowohl einen Kühlschrank, als auch einen Gefrierschrank. Wenn sich die Situation ergibt, bin mir ggf. auch nicht zu schade mehrere Tage hintereinander das Gleiche zu essen.

Aber wegwerfen tue ich Lebensmittel ganz sicher nicht!

Einzelne Menschen haben kaum die Möglichkeit, Hilfe für andere Menschen zu organisieren. Da bleibt eigentlich nur noch die Möglichkeit eine Spende zu leisten. Da das wiederum mit Lebensmittel ziemlich sicher nicht funktionieren würde, bleibt nur eine Geldspende an eine seriöse Hilfsorganisation.

An dieser Stelle möchte ich empfehlen, einmal die Webseite der Welthungerhilfe zu besuchen. Dort ist sehr eindrucksvoll zu sehen, wie man selbst mit kleinen Beträgen … Weltenbewegen kann!

HIER der Link zur Webseite

Neben Krieg, Terror und Krankheiten hat meiner Meinung nach die Welt kein Ernährungsproblem, sondern ein Verteilungsproblem

Ich wünsche allen Menschen auf dieser Welt von Herzen gerne nicht mehr hungern zu müssen!

Den aktuell noch Betroffenen drücke ich voll doll die Daumen,

dass sich die Welt auf die Schöpfung zurück besinnt

Werner

 

 

Tag des weißen Stockes 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 15. Oktober, ist:

Tag des weißen Stockes 2019

 

Der Blindenlangstock ist neben der hoffentlich wirklich mittlerweile überall bekannten Armbinde (gelb mit 3 schwarzen Punkten) das Schutz- und Erkennungszeichen für blinde Menschen.

Vor allem aber ist er das entscheidende Hilfsmittel, damit sehgeschädigte Menschen sich unabhängig bewegen und ihre Wege alleine und selbstbestimmt gehen können.

Dieser Langstock ermöglicht den Weg in den öffentlichen Raum und durch entsprechenden Schulungen in Orientierung und Mobilität konnten blinde und sehbehinderte Menschen auch die für sie ungeheuer große Herausforderung des Straßenverkehrs in Angriff nehmen.

Der weiße Stock ist nicht nur ein Hilfsmittel, welches sehbehinderte und blinde Menschen nutzen, um Selbständigkeit zu erlangen, sondern gleichzeitig ist er ein Symbol der blinden Bürgerinnen und Bürger in unserer Gesellschaft.

Um die vielen Leistungen blinder und sehbehinderter Menschen weltweit zu ehren und um die Bedeutung des weißen Stockes für die Förderung der Selbständigkeit anzuerkennen, begeht man jährlich den 15. Oktober als

„Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes“.

Heute dient der weiße Stock als Blindenhilfsmittel und Symbol zugleich.

Dies war jedoch leider nicht immer der Fall. Es brauchte sehr viel Engagement und das über viele, viele Jahre, um das endlich zu erwirken!

Der internationale Aktionstag steht auch in diesem Jahr wieder

unter dem Motto:

„Bitte Weg frei!“

Gemeint ist damit ganz konkret die Bedeutung von Bodenleitsystemen, die mit dem Stock ertastet werden und im öffentlichen Raum zur Orientierung dienen.

Im Boden verlegte Platten mit Noppen und Rippen haben diese Funktionen:

leiten, warnen und stoppen

In Reihe verlegte Platten mit Rippen, sogenannte Leitstreifen, zeigen einem sehbehinderten oder gar blinden Menschen eine sichere Strecke an. Sie sind beispielsweise auf Bahnsteigen zu finden, natürlich mit ausreichendem Abstand von der Bahnsteigkante.

Wer dort sein Gepäck abstellt und so die Leitstreifen blockiert, zwingt blinde und sehbehinderte Menschen zu unnötigen Umwegen, die gefährlich werden können.

Aus diesem Grund verteilen die Selbsthilfeorganisationen am heutigen Tag in ganz Deutschland Aktionspostkarten, mit denen die sehenden Mitbürger aufgefordert werden, den „Stockeinsatz“ zu erleichtern.

Die Aktion „Bitte Weg frei!“

wird vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gemeinsam mit dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf organisiert.

Ich möchte hiermit eindringlich an alle Menschen appellieren auf die blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland mehr Rücksicht zu nehmen!

Von Herzen gerne wünsche ich uns allen einen sonnigen, friedlichen Rest

von dieser Woche mit dem optimalen Durch- und Weitblick

Werner

Informationen zum Welt-Rheumatag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 12. Oktober, ist

WeltRheumatag 2019

Ob Arthrose, Fibromyalgie, Gicht, Lupus, Morbus Bechterew oder Rheumatoide Arthritis:

RHEUMA

hat leider ganz viele Gesichter, denn es fallen rund 400 Krankheiten darunter.

Jedoch so unterschiedlich die einzelnen Krankheiten auch sein mögen, eines haben sie alle gemeinsam: sie sind mit Schmerzen verbunden!

Betroffen sein können:

Gelenke, Sehnen, Muskeln, Knochen und sogar innere Organe

Die aus der Krankheit resultierenden Schmerzen schränken dabei nicht nur die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen ein, sondern auch in ganz erheblichem Maße die Lebensqualität der betroffenen Erkrankten!

Statistiken zufolge leben in Deutschland mehr als neun Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung.

Die Medizin bezeichnet mit Rheuma Entzündungskrankheiten des Bewegungsapparats und mehr als 400 verschiedene Leiden zählen zum sogenannten „rheumatischen Formenkreis“, unter anderem entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie Arthrose, Weichteilrheumatismus wie Fibromyalgie oder Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht.

Was ich persönlich schlimm finde, ist die Tatsache, dass die Ursachen rheumatischer Erkrankungen bis heute im Dunkeln liegen. Die Wissenschaftler vermuten zwar, dass sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen können, aber so richtig ist bislang keine Licht in die Angelegenheit gebracht worden.

Weltweit forschen Wissenschaftler nach Einflussfaktoren auf

Rheuma.

Mittlerweile haben mehrere Studien gezeigt, dass mäßiger Alkoholgenuss die Entzündungsprozesse eindämmen kann und Sport dagegen Gelenkentzündungen fördern kann und auch Depressionen vorantreibt.

Die Suche nach Wirkstoffen, die den chronischen Entzündungsprozess aufhalten können, gestaltet sich mehr als schwierig. Zwar gelingen immer wieder Teilerfolge.

Beispielsweise hat sich die Substanz Masitinib in verschiedenen Studien bereits an Patienten bewährt.

Doch in ihrer Not geben Patienten weltweit

viele Milliarden Euro für nachweislich wirkungslose Medikamente aus!

Neben einer sehr fein abgestimmten Schmerztherapie, ist eine gesunde Ernährung wichtig.

Auf das Rauchen sollte ganz verzichtet werden!

Trotz der Einschränkungen ist Bewegung das A&O und die Betroffenen sollten sich soviel, wie möglich bewegen und so die Möglichkeit besteht, regelmäßig an Patientenschulungen teilnehmen!

Am heutigen Welt-Rheuma-Tag bietet die Deutsche Rheuma-Liga von 16 bis 19 Uhr eine bundesweite Telefonaktion an!

Rheumatologen stehen Interessierten unter der

kostenlosen Hotline: 0800 – 5332211

zum Thema „Therapie bei Rheuma – neuester Stand:

Rheuma ist jünger als du denkst!“

Rede und Antwort.

Ganz besonders junge Menschen mit rheumatischen Erkrankungen haben in unserer Gesellschaft einen schweren Stand! Da fallen Worte, wie Oma“ Krankheit, lahme Ente oder sogar Simulant sehr schnell! Das sorgt bei den Betroffenen neben den körperlichen Beschwerden auch noch zu seelischen, schnell auch mal zu Deperessionen!

Rheuma ist absolut keine Frage des Alters!

In unserer Gesellschaft wäre es also wünschenswert, dass ein Umdenken stattfindet.

Hier findet Ihr eine Auflistung aller Experten, die Euch ggf. telefonisch beraten.

Zudem kann man heute von 19 bis 21 Uhr mit Rheumatologen chatten:

www.rheuma-liga.chat

Diese Aktionen werden Bundesministerium für Gesundheit ermöglicht.

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne,dass sich zeitnah und nachhaltig eine bessere medizinische Versorgung ergibt, die das Leben mit entzündlich-rheumatische Erkrankungen entscheidend verbessert und uns allen ein schönes Wochenende

Werner

Info zum Tag der seelischen Gesundheit 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Donnerstag, dem 10. Oktober, ist:

Tag der seelischen Gesundheit 2019

Dieser Tag wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) ins Leben gerufen

und findet jährlich am 10. Oktober statt.

 

Ziel ist es, auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam zu machen und Klischee-Denken:

„alle in eine Schublade zu packen“

gegenüber den Erkrankten abzubauen.

 

In Deutschland leidet mittlerweile fast jeder dritte Bürger einmal in seinem Leben an einer psychischen Erkrankung, wobei anfangs in vielen Fällen nur sehr unklare Symptome auftreten.

Das frühzeitige Erkennen, ob etwas nicht stimmt und sich professionelle Hilfe zu holen, spielt eine große Rolle für einen positiven Krankheitsverlauf.

Darüber hinaus ist entscheidend Belastungsfaktoren im persönlichen Umfeld möglichst zu vermeiden und psychischen Erkrankungen gezielt vorzubeugen.

Das Aktionsbündnis „Seelische Gesundheit“ ist eine bundesweite Initiative, welche vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen auch die Selbsthilfeverbände für Betroffene und Angehörige von psychisch Erkrankten, sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik, welche sich gemeinsam für offenen und toleranten Umgang mit Menschen , welche an psychischen Erkrankungen leiden, den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung, einsetzen.

Die Stiftung für Seelische Gesundheit förderte im vergangenen Jahr die Berliner Woche der Seelischen Gesundheit. Diese findet vom 10. bis 20. Oktober 2019 unter dem Motto

„ Gemeinsam statt einsam – seelisch gesund zusammen leben.“

statt!

In unserem sozialen Umfeld gibt es die Freunde, hoffentlich die Familie, eventuell Nachbarn oder Kollegen als Gesprächspartner und ggf. auch als emotionalen Beistand. Das ist gut und kann von entscheidender Bedeutung sein!

Einsamkeit dagegen erhöht das Risiko für Stress.

Damit auch für psychische Erkrankungen sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz. Schon junge Menschen sind häufig von sozialer Isolation und ihren Folgen betroffen!

Etwa 15% der Altersgruppe 30-60 in Deutschland geben an,

unter Einsamkeit zu leiden.

Das Internet hat nicht nur das Arbeitsleben, den Alltag und unsere Gewohnheiten verändert, sondern auch die Wahrnehmungen, Gefühle und den zwischenmenschlichen Kontakt. Diese Veränderungen sind tiefgreifend und umfassen nahezu sämtliche Lebensbereiche.

Menschen aller Altersgruppen, nicht nur Jugendliche!, haben ihre Kommunikation weitgehend auf Facebook, Instagram, Twitter und WhatsApp verlagert. Und die rein virtuellen Kontakte ersetzen immer häufiger die Begegnungen in der realen Welt. Das kommt erschwerend dazu!

Denn wie wirkt sich diese digitale Dauerpräsenz auf

die seelische Balance der Nutzer und deren Sozialverhalten aus?

Welche Rolle spielen Cyber-Mobbing bzw. Internet- und Spielsucht im Leben der Menschen?

Diese Menschen und ihre Angehörigen müssen über konkrete Möglichkeiten zur Erhaltung und Stärkung der psychischen Gesundheit informiert werden.

Daneben sollten die Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gesundheitsberufen in Bezug auf psychische Gesundheit verbessert werden, damit etwa der Hausarzt Depressionen adäquat diagnostizieren und behandeln kann. Dazu gehört auch die Pflegekräfte so zu sensibilisieren, dass sie frühzeitig auf die Anzeichen psychischer Erkrankungen reagieren.

Ich persönlich appelliere für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht und in diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne die nötige Einsicht und das richtige Händchen

Werner

Psychische Probleme erfordern geziele Hilfe

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im Hinblick auf den

Tag der Seelischen Gesundheit

berichte ich heute von einer privaten Erfahrung.

Ich weiß ganz genau wovon ich berichte, denn ich habe viele Jahre als examinierte Altenpflegefachkraft in „Geschlossenen Abteilungen“von Altenpflegeeinrichtungen und in Kliniken gearbeitet!

Es ist schon eine riesiger Unterschied, ob man in einer Einrichtung oder Klinik täglich ein paar Stunden Dienst mit gut eingestellten Patienten verrichtet oder ob man über einen Zeitraum X tagaus tagein 24 Stunden an der Seite eines solchen Menschen verbringt!

Vor allem dann, wenn dieser nicht bereit ist, sich ärztliche Hilfe zu holen!

In diesem speziellen Fall erkannte ich den Umfang und die Auswirkungen der Erkrankung zunächst nicht!

Nein, ehrlich gesagt, wollte ich es einfach nicht wirklich wahr haben.

Ich dachte, ich wäre mit meiner Erfahrung aus der Pflege stark genug!

Einige von Euch werden sich nun fragen:

Woran erkennt man Menschen mit schweren Depressionen,

Bipolaren Störungen bis hin zur Schizophrenie?

Die nebenstehende Grafik mag ein wenig Licht

in die Sache bringen.

 

Bei bestimmten psychischen Erkrankungen einhergehend mit völliger Uneinsichtigkeit der erkrankten Person sich einem Arzt zu öffnen und gezielte Hilfe zu suchen, glaubt mir bitte, kann man noch soviel Herzblut und Liebe aufbringen,es wird unter dem Strich nichts bringen.

Bei dem mit Abstand härtesten Fall, den ich privat über Jahre versucht habe mit all meiner Kraft und ganz, ganz viel Liebe in den Griff zu bekommen, bin ich selbst systematisch zerbrochen!

Ich verdanke es meinen Kindern und meinem phantastischen Hausarzt

im letzten Moment noch die Kurve gekriegt zu haben!

Der Mensch, dem ich gedachte helfen zu können, hat folgende

manischen Symptome:

weit überhöhte Aktivität

die sich darin äußerte, dass die Person vom Aufstehen bis zum Zu-Bett-gehen nahezu ununterbrochen im Netz verbingt! Dort werden dann virtuelle „Freunde“ mit Mickey Mouse Bildern und Sprüchen von Gossenlyrikern zu bespaßen!

Auch während des Fernsehschauens, selbst wenn die Lieblings-Bundesliga-Mannschaft spielt oder Besuch da ist, läuft der Rechner bis auf wenige Stunden in der Nacht täglich rund um die Uhr!

 

Internetsucht

 

unangemessen gehobene und gereizte Stimmung

herrschte beinahe tagaus tagein! Wehe man störte diese Person während ihrer Internetaktivitäten, dann gab es nicht nur „böse“ Blicke, sondern auch extrem „pampige„, wenn überhaupt, Antworten.

geringes Schlafbedürfnis

dieses lag bei etwa 2-4 Stunden mit dutzenden Unterbrechungen durch Rauchen, Fernsehen und Kaffee trinken

mehr Geldausgaben

durch ständige Einkäufe per Internet – es verging kaum ein Tag, wo nicht von Ebay oder Amazon Pakete eintrafen!

Das Schlimmste war jedoch, dass anstatt der eigenen Familie durch Gespräche und Beistand zu helfen, selbst die Liebe der eigenen Kinder teuer erkauft werden musste!

hektische Betriebsamkeit

entstand immer dann, wenn etwas nicht nach der Nase der Person lief oder Besuch anstand! Bereits am Vortag artete es in einen wahren Putzwahn aus. Das Peinlichste war, das mit den Aufräumungsarbeiten bereits begonnen wurde, sprich z.B.: Krümel aufsammeln, während sich die Gäste im Flur noch die Schuhe zubanden!

Sprunghaftigkeit

äußerte sich darin, das es niemals ein Gespräch auch nur zu einem Thema gab, welches auch nur annähernd abgehandelt worden wäre! Entweder wurden neue Themen, teils aus völlig anderen Themengebieten angeschnitten oder es gab gerade dringend etwas zu tun, was aber überhaupt nicht notwendig war!

Unruhe

bestand 24 Std. rund um die Uhr! Eine Weile ruhig auf einem Fleck sitzen? … unmöglich.

Die Finger waren selbst in gedachten Ruhephasen in Bewegung, entweder wurde an oder mit den Fingern „herum gefummelt“ oder im Gesicht oder beides.

In der Nacht gab es auch keine Ruhe! Ständig Wachphasen mit hin und her laufen, Toilette/Zigarette, etc.

Rasende Gedanken und Assoziationen

ergaben sich durch Überforderung in jeglichen einfachen Situationen! Gespräche hatten ständig den gleichen Inhalt. Der Inhalt wurde aber nur selten verstanden, weil die Gedanken gerade wieder woanders waren.

Noch schlimmer war es, wenn man in das Gesicht schaute und dort „lesen“ konnte, dass man gerade mit einer Person aus dem Vorleben verglichen wurde. Körperbewegungen oder das bloße Heben einer Hand rief „irgend etwas“ mal in der Vergangenheit Erlebtes wieder hervor und wurde dann pauschal in die aktuelle Situation projiziert.

Zudem hatte diese Person noch folgende

depressiven Symptome:

wenig Aktivität

war Tagesordnung! Neben der Aktivität im Internet, waren die einzigen Bewegungen der Gang zur Kaffeekanne (täglicher Kaffeekonsum 2 bis 3 Liter) und zum Rauchen (30-40 Zigaretten täglich!)!

Mal spazieren gehen?… so gut wie nie!

Es sei denn es ging um Einkäufe oder gelegentlich zu einem Flohmarkt, aber da kann man ja auch etwas kaufen!

stark niedergedrückte Stimmung

herrschte ständig vor! Sobald es zu einer Konfrontation mit was auch immer kam, egal ob ein Anruf oder persönlicher Kontakt, dann wurde schon pauschal irgend etwas „Böses“ vermutet!

Schuld waren aber grundsätzlich immer die anderen.

Sofort danach erfolgte ein Anruf bei einer Familienangehörigen.

Ständig wurde im gesamten Familienverband für Unruhe gesorgt! Tagtäglich wurden in den Telefonaten die gleichen Themen aufgegriffen und immer war es das Gleiche hinterher, stark niedergedrückte Stimmung

Grübelneigung

war vorherrschender Dauerzustand!

Nur sehr selten kamen Gespräche zustande. Man konnte förmlich ständig den Kopf „rauchen“ sehen!

Wehe man versuchte dann ein Gespräch! Entweder wurde man überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder wenn, dann wurde zugegeben, dass man gerade in Gedanken war, was aber nichts „schlimmes“ bedeuten würde.

Aber man konnte auf der Stirn klipp und klar lesen, dass es tiefgreifende Gedanken waren, welche dieser Mensch aber nicht zu teilen in der Lage war! Dieses nicht mit dem anderen sprechen wollen, wurde damit abgetan, dass diese Person nie im Leben „sprechen“ gelernt habe!

Erschwerend kamen dann auch ständig wiederkehrende Suizidgedanken hinzu!

Der Wunsch dem verstorbenen Ehemann in den Himmel folgen zu wollen.

In einem Fall wollte die person in Folge von Alkoholkonsum auf ein nahegelegenes Hochhaus, um ….

Ich tat alles in meiner Macht und Erfahrung stehende, um das Gefühl der grundsätzlichen Wertlosigkeit durch ehrlich gemeinte Komplimente und Gesten in positive Gedanken umzukehren!

Aber immer, wenn ich dachte es ginge entscheidend vorwärts, dann wurde das, was ich über Wochen oder Monate aufgebaut hatte, umgeschmissen und ging zurück bis in die „Steinzeit“ getreu dem Motto:

2 Schritte vor und 5 zurück!

Obwohl zeitweise das Bewusstsein vorhanden war, dass diese Person ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müsse,

kam es jedoch nie dazu.

Somit war ich ganz auf mich alleine gestellt, denn selbst allernächste Familienangehörige

bissen bei dieser Person auf „Granit„!

Solltet Ihr, liebe Leser, jemals im Leben an eine derartige Person geraten, so kann ich Euch nur von Herzen gerne empfehlen, die Finger davon zu lassen, denn es wird immer ein schlechtes Ende haben, wenn keine Einsicht besteht und jegliche Hilfe in den Wind geschlagen wird.

Passt bitte auf Euch auf!

Werner