Kategorie: Sprechstörungen

Informationen zum Welttag des Stotterns 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 22. Oktober ist:

Welttag des Stotterns

(International Stuttering Awareness Day)

Vorsichtigen Schätzungen zufolge soll es in Deutschland mehr als 800.000 Menschen geben, die stottern.

Davon ziehen sich ganz viele komplett zurück, denn sie fürchten die Ablehnung ihrer Mitmenschen und meist haben sie leider auch einschlägige Erfahrungen gemacht, was ich persönlich mehr als traurig finde!

Was ist Stottern?

Stottern ist eine Unterbrechung des Redeflusses durch auffällige Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen.

In dem Moment, wo der Stotternde sprechen möchte, weiß er ganz genau, was er sagen möchte, kann es jedoch nicht störungsfrei herausbringen.

Stottern kann je nach Gefühlslage und Verfassung des betroffenen Menschen zwar schwanken, ist jedoch eine körperliche bedingte Sprechbehinderung .

Häufig entwickeln Stotternde so genannte sekundäre Symptome (Begleitsymptome), wie auffällige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder zusätzliche Körperbewegungen beim Sprechen.

Ganz häufig werden auch Ängste vor Sprechsituationen entwickelt.

Die Wissenschaft hat zwar mittlerweile einiges über das Phänomen herausgefunden ,

aber es ist bei Weitem leider noch nicht alles erforscht.

Geklärt ist, dass das Stottern über alle Kulturen hinweg ähnlich oft und familiär gehäuft auftritt. Es gibt also eine starke genetische Komponente.

Etwa fünf Prozent der Kinder entwickeln ein Stottern, bei den meisten davon „verschwindet“ es jedoch bis zur Pubertät.

Seit 1998 findet jährlich am 22. Oktober der „Welttag des Stotterns“ statt.

In Zuge dessen auch in unserem Land dieser Welttag genutzt, um mit Aktionen und Veranstaltungen auf die Schwierigkeiten, die jeder einzelne Stotternde bewältigen muss aufmerksam zu machen und Aufmerksamkeit für die Fakten rund um die Sprechbehinderung Stottern, zu welcher es noch immer noch viele Vorurteile gibt.

Der Welttag bietet Gelegenheit, gehört und gesehen zu werden, ganz selbstbewusst und offensiv, mit Stottern oder ohne, aber immer für ein positives Miteinander!

Das internationale Motto lautet in diesem Jahr:

„Growth through Speaking“

zu deutsch: „Größe haben durch sprechen“

und gibt wieder Anlass für vielfältige Aktionen im großen und kleinen Stil, veranstaltet von Gruppen und auch stark engagierten Einzelpersonen.

Dank einer Förderung der Techniker Krankenkasse und dem hohen Engagement der ehrenamtlichen Landesverbände Stottern & Selbsthilfe wurde am 22. Oktober 2017 an allen deutschen Bahnhöfen mit so genannten „Station Video“-Monitoren ein Spot zum Welttag ausgestrahlt werden. Der Spot griff gängige Vorurteile über stotternde Menschen positiv auf!

 

Und in diesem Jahr sendet ein weiteres Video die selbstbewusste Botschaft:

Wir sagen`s auf unsere Weise

Einer der möglichen Lösungsansätze sind Therapie-Methoden, bei denen die Betroffenen zunächst zu Hause in der Sicherheit der gewohnten Umgebung das Sprechen üben können.

Der überwiegende Teil der Therapien findet immer noch ambulant statt.

In Ergänzung gibt es auch intensiv-stationäre Angebote.

Die wichtige Hürde ist, Ängste vor dem Stottern zu überwinden.

Und das braucht Mut.

Der Betroffene muss lernen, sein Stottern zu akzeptieren, denn bei Erwachsenen verschwindet es in aller Regel nicht vollständig.

„Auch diese Wahrheit muss man akzeptieren.“

Alexander Wolff von Gudenberg, seines Zeichens Institutsleiter der Kasseler Stottertherapie gehört jedoch zu den Vorreitern der Online-Medizin, wo sich Therapeut und Patient in virtuellen Räumen, verbunden über das Internet, treffen. Die Online-Methode kann zum Beispiel für Patienten attraktiv sein, die sich für ihr Stottern schämen.

Die Eingangshürde ist in diesem Fall niedriger“, sagt von Gudenberg, denn die Scham spielt eine große Rolle beim Stottern.

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne genügend Mut sich zu outen und einer Therapie zu stellen!

An alle Menschen möchte von Herzen für mehr Toleranz appellieren und wünsche uns allen eine gute Zukunft

Werner

Tag gegen den Schlaganfall 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 10. Mai, ist

Tag gegen den Schlaganfall 2019

Der überwiegende Teil der Bevölkerung weiß durch den Hausarzt, den Fernseher, das Internet und viele andere Medien ganz genau, was zu einem gesunden Lebensstil gehört, der das Risiko für einen Schlaganfall senkt:

Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol.

Aber dennoch wird dieses Risiko ganz oft „auf die leichte Schulter“ genommen! Meist bleibt es bei den ach so guten Vorsätzen und dann überwiegt wieder der Glaube, das es einem doch nicht passieren kann, weil man doch nie so wirklich „über die Stränge schlagen“ würde.

Ganz besonders gefährdet sind Menschen, die an weiteren Erkrankungen leiden. Für diese Menschen wäre eine Änderung des Lebensstils oft lebensrettend!

Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall.

Nach Meinung der Ärzteschaft gelten mindestens 70 Prozent davon als vermeidbar.

Die Präventionsmedizin unterscheidet dabei mehrere Arten der Vorbeugung:

einen gesunden Lebensstil, der das Entstehen einer Krankheit verhindert oder das allgemeine Risiko dafür senkt, bezeichnet sie als Primärprävention.

Diese umfasst vor allem die gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung sowie Vermeidung von Stress und richtet sich an jeden gesunden Menschen.

Während meiner aktiven Zeit als Altenpflegefachkraft habe ich ganz viele Betroffene gepflegt, ihre Schicksale mit verfolgt und gesehen, wie durch Ergotherapie und Logopädie verloren gegangene Körperfunktionen wieder zurück gewonnen wurden. Die Entwicklung geht immer weiter und allen in den Nachsorge- und Pflegeprozess eingebundenen Personengruppen gebührt vollster Respekt, den ich heute sehr gerne Kund tue.

Ich habe im Jahr 2016 einen Appell in Form eines Gedichtes formuliert, den ich Euch heute gerne vorstellen möchte:

Bei der Sekundärprävention geht es um Patienten, die bereits eine Vorerkrankung haben.

Wer beispielsweise unter Vorhofflimmern leidet, senkt durch die regelmäßige Medikamenteneinnahme und ärztliche Untersuchungen die Gefahr eines Schlaganfalls maßgeblich. Das Gleiche gilt für die Behandlung anderer Hochrisikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Doch trotz des ihnen bekannten hohen Risikos schaffen es viele Betroffene nicht, ihren Lebensstil zu ändern oder empfohlene Therapien einzuhalten.

Wie extrem schlecht es um die Therapietreue bestellt ist, zeigen Zahlen der WHO:

bereits nach kurzer Zeit folgt knapp die Hälfte der chronisch kranken Patienten den Empfehlungen ihres behandelnden Arztes nicht mehr!

Da pauschale Ratschläge bei sehr vielen Menschen nicht helfen, hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe 2017 mit ihren Partnern im Rahmen der groß angelegten

„Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln!“

einen Motivationstest entwickelt, mit dem Interessierte herausfinden können, zu welchem Motivationstyp sie gehören und wie sie sich am besten selbst motivieren können.

Ein regelmäßiger Newsletter mit entsprechenden Ratschlägen begleitet sie dann ganz gezielt in ihrem Vorhaben.

Unter dem Motto:

„Ich spüre was, was Du nicht siehst.“

finden rund um den 10. Mai bundesweit Veranstaltungen von Kliniken und Selbsthilfegruppen statt.

Den Motivationstest und viele Informationen zum Schlaganfall gibt es im Internet unter www.schlaganfall-hilfe.de

Da ich selbst mehrere kleine Schlaganfälle hinter mir habe, aber weiterhin ab und an immer mal eine rauche, möchte ich Euch nur „bitten“ ganz besonders gut auf Euch aufzupassen

Werner

Europäischer Tag der Logopädie 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 6. März 2019, ist der:

Europäischer Tag der Logopädie

der jedes Jahr am 6. März begangen wird.

Am Europäischen Tag der Logopädie 2019 informieren Logopädinnen und Logopäden über

Autismus-Spektrum-Störungen

unter dem Motto:

Leben mit Autismus

Logopädie als Brücke in eine andere Welt“

Autismus wird dann diagnostiziert, wenn Auffälligkeiten in der Sprache und Kommunikation, der sozialen Interaktion und einem wiederholendem und stereotypen Verhalten bestehen.

Menschen mit der Diagnose Autismus haben oft ähnliche Symptome, jedoch hat die Störung viele Facetten und unterschiedliche Ausprägungen: es reicht von Menschen mit geistiger Behinderung und fehlendem Sprachvermögen bis hin zu Betroffenen mit nur leichten Symptomen, normaler Intelligenz und mit guten Sprachfähigkeiten.

Der Obergriff für die unterschiedlichen Störungen lautet Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Es gehört zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen, sich mitzuteilen, sowie seine Gedanken und Wünsche deutlich zum Ausdruck zu bringen. Kommunikation, soziale Kontakt und der Austausch sind zudem wichtige Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft.

Die Grundlage hierfür ist für die meisten Menschen die gesprochene Sprache. Steht diese aufgrund von angeborenen oder erworbenen Einschränkungen nicht oder nicht in vollem Umfang zur Verfügung, brauchen die betroffenen Menschen geeignete Alternativen. Diese finden sie in den vielfältigen Möglichkeiten der

Unterstützten Kommunikation.

Warum ist Unterstützte Kommunikation so wichtig?

Welche Formen der Unterstützten Kommunikation gibt es?

Wie finde ich für mich oder für betroffene Angehörige die passenden Maßnahmen zur Unterstützten Kommunikation?

Welches sind die Voraussetzungen für eine funktionierende Unterstützte Kommunikation?

Was leisten Logopädinnen und Logopäden in diesem Zusammenhang?

Wer bietet Unterstützung, Vernetzung und Kontakte zu anderen Betroffenen?

Bis dato ist es leider nicht möglich, Autismus-Spektrum-Störungen zu heilen.

Logopädinnen und Logopäden können jedoch helfen, die kognitiven und sprachlichen Fertigkeiten zu verbessern, die soziale Interaktion zu trainieren und einzuüben und den Betroffenen damit das Leben in ihrem sozialen Umfeld zu erleichtern.

Sie helfen betroffenen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen, sich mitzuteilen, die Reaktionen und Gefühle ihrer Mitmenschen besser zu verstehen und sich in Gruppen, beispielsweise in der Familie, in der Schule oder im Beruf, zurechtzufinden.

Über diese Möglichkeiten informieren Logopädinnen und Logopäden zu jeder Zeit und klären auf.

Der Europäische Tag der Logopädie 2019

ist damit die perfekte Gelegenheit, logopädisches Wissen zu teilen und die Leistungen, welche Logopäden in diesem Zusammenhang erbringen, der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Viele Logopäden nutzen den heutigen Tag,
um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen
und die Gesellschaft über die
fachliche Kompetenz der LogopädInnen
umfangreich zu informieren.

Hierbei werden sie in Deutschland durch den
Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
unterstützt, der auf seiner Website passende
Texte und Fotos zur Verfügung stellt und
Vorschläge für öffentlichkeitswirksame Aktionen
macht.

Ziel dieses Tages ist es:
Ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützter Kommunikation führen zu können.

Insgesamt soll über die Arbeit der Logopäden informiert
werden, die ihre Patienten nach ärztlicher Verordnung
hinsichtlich
Sprach-, Sprech– oder Stimmstörungen beraten,
behandeln oder untersuchen,
z.B. bei Sprach- oder Schluckstörungen nach einem Schlaganfall.

Während einer Reha vom 13. Dezember 2016 bis zum 17. Januar 2017 war ich selbst auch in logopädischer Therapie und habe viele wertvolle Tipps mitnehmen dürfen, die mir bei meinen Schluckstörungen aufgrund von Myasthenia gravis mehr als hilfreich sind.

Ich möchte an alle betroffenen Menschen von Herzen gerne appellieren sich in eine logopädische Behandlung zu begeben, die geeignete Thearpieform zu finden und wünsche viel Erfolg

Werner