Kategorie: Sprechstörungen

Tag gegen den Schlaganfall 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 10. Mai, ist

Tag gegen den Schlaganfall 2019

Der überwiegende Teil der Bevölkerung weiß durch den Hausarzt, den Fernseher, das Internet und viele andere Medien ganz genau, was zu einem gesunden Lebensstil gehört, der das Risiko für einen Schlaganfall senkt:

Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol.

Aber dennoch wird dieses Risiko ganz oft „auf die leichte Schulter“ genommen! Meist bleibt es bei den ach so guten Vorsätzen und dann überwiegt wieder der Glaube, das es einem doch nicht passieren kann, weil man doch nie so wirklich „über die Stränge schlagen“ würde.

Ganz besonders gefährdet sind Menschen, die an weiteren Erkrankungen leiden. Für diese Menschen wäre eine Änderung des Lebensstils oft lebensrettend!

Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall.

Nach Meinung der Ärzteschaft gelten mindestens 70 Prozent davon als vermeidbar.

Die Präventionsmedizin unterscheidet dabei mehrere Arten der Vorbeugung:

einen gesunden Lebensstil, der das Entstehen einer Krankheit verhindert oder das allgemeine Risiko dafür senkt, bezeichnet sie als Primärprävention.

Diese umfasst vor allem die gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung sowie Vermeidung von Stress und richtet sich an jeden gesunden Menschen.

Während meiner aktiven Zeit als Altenpflegefachkraft habe ich ganz viele Betroffene gepflegt, ihre Schicksale mit verfolgt und gesehen, wie durch Ergotherapie und Logopädie verloren gegangene Körperfunktionen wieder zurück gewonnen wurden. Die Entwicklung geht immer weiter und allen in den Nachsorge- und Pflegeprozess eingebundenen Personengruppen gebührt vollster Respekt, den ich heute sehr gerne Kund tue.

Ich habe im Jahr 2016 einen Appell in Form eines Gedichtes formuliert, den ich Euch heute gerne vorstellen möchte:

Bei der Sekundärprävention geht es um Patienten, die bereits eine Vorerkrankung haben.

Wer beispielsweise unter Vorhofflimmern leidet, senkt durch die regelmäßige Medikamenteneinnahme und ärztliche Untersuchungen die Gefahr eines Schlaganfalls maßgeblich. Das Gleiche gilt für die Behandlung anderer Hochrisikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Doch trotz des ihnen bekannten hohen Risikos schaffen es viele Betroffene nicht, ihren Lebensstil zu ändern oder empfohlene Therapien einzuhalten.

Wie extrem schlecht es um die Therapietreue bestellt ist, zeigen Zahlen der WHO:

bereits nach kurzer Zeit folgt knapp die Hälfte der chronisch kranken Patienten den Empfehlungen ihres behandelnden Arztes nicht mehr!

Da pauschale Ratschläge bei sehr vielen Menschen nicht helfen, hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe 2017 mit ihren Partnern im Rahmen der groß angelegten

„Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln!“

einen Motivationstest entwickelt, mit dem Interessierte herausfinden können, zu welchem Motivationstyp sie gehören und wie sie sich am besten selbst motivieren können.

Ein regelmäßiger Newsletter mit entsprechenden Ratschlägen begleitet sie dann ganz gezielt in ihrem Vorhaben.

Unter dem Motto:

„Ich spüre was, was Du nicht siehst.“

finden rund um den 10. Mai bundesweit Veranstaltungen von Kliniken und Selbsthilfegruppen statt.

Den Motivationstest und viele Informationen zum Schlaganfall gibt es im Internet unter www.schlaganfall-hilfe.de

Da ich selbst mehrere kleine Schlaganfälle hinter mir habe, aber weiterhin ab und an immer mal eine rauche, möchte ich Euch nur „bitten“ ganz besonders gut auf Euch aufzupassen

Werner

Europäischer Tag der Logopädie 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Mittwoch, dem 6. März 2019, ist der:

Europäischer Tag der Logopädie

der jedes Jahr am 6. März begangen wird.

Am Europäischen Tag der Logopädie 2019 informieren Logopädinnen und Logopäden über

Autismus-Spektrum-Störungen

unter dem Motto:

Leben mit Autismus

Logopädie als Brücke in eine andere Welt“

Autismus wird dann diagnostiziert, wenn Auffälligkeiten in der Sprache und Kommunikation, der sozialen Interaktion und einem wiederholendem und stereotypen Verhalten bestehen.

Menschen mit der Diagnose Autismus haben oft ähnliche Symptome, jedoch hat die Störung viele Facetten und unterschiedliche Ausprägungen: es reicht von Menschen mit geistiger Behinderung und fehlendem Sprachvermögen bis hin zu Betroffenen mit nur leichten Symptomen, normaler Intelligenz und mit guten Sprachfähigkeiten.

Der Obergriff für die unterschiedlichen Störungen lautet Autismus-Spektrum-Störung (ASS).

Es gehört zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen, sich mitzuteilen, sowie seine Gedanken und Wünsche deutlich zum Ausdruck zu bringen. Kommunikation, soziale Kontakt und der Austausch sind zudem wichtige Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft.

Die Grundlage hierfür ist für die meisten Menschen die gesprochene Sprache. Steht diese aufgrund von angeborenen oder erworbenen Einschränkungen nicht oder nicht in vollem Umfang zur Verfügung, brauchen die betroffenen Menschen geeignete Alternativen. Diese finden sie in den vielfältigen Möglichkeiten der

Unterstützten Kommunikation.

Warum ist Unterstützte Kommunikation so wichtig?

Welche Formen der Unterstützten Kommunikation gibt es?

Wie finde ich für mich oder für betroffene Angehörige die passenden Maßnahmen zur Unterstützten Kommunikation?

Welches sind die Voraussetzungen für eine funktionierende Unterstützte Kommunikation?

Was leisten Logopädinnen und Logopäden in diesem Zusammenhang?

Wer bietet Unterstützung, Vernetzung und Kontakte zu anderen Betroffenen?

Bis dato ist es leider nicht möglich, Autismus-Spektrum-Störungen zu heilen.

Logopädinnen und Logopäden können jedoch helfen, die kognitiven und sprachlichen Fertigkeiten zu verbessern, die soziale Interaktion zu trainieren und einzuüben und den Betroffenen damit das Leben in ihrem sozialen Umfeld zu erleichtern.

Sie helfen betroffenen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen, sich mitzuteilen, die Reaktionen und Gefühle ihrer Mitmenschen besser zu verstehen und sich in Gruppen, beispielsweise in der Familie, in der Schule oder im Beruf, zurechtzufinden.

Über diese Möglichkeiten informieren Logopädinnen und Logopäden zu jeder Zeit und klären auf.

Der Europäische Tag der Logopädie 2019

ist damit die perfekte Gelegenheit, logopädisches Wissen zu teilen und die Leistungen, welche Logopäden in diesem Zusammenhang erbringen, der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Viele Logopäden nutzen den heutigen Tag,
um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen
und die Gesellschaft über die
fachliche Kompetenz der LogopädInnen
umfangreich zu informieren.

Hierbei werden sie in Deutschland durch den
Deutschen Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
unterstützt, der auf seiner Website passende
Texte und Fotos zur Verfügung stellt und
Vorschläge für öffentlichkeitswirksame Aktionen
macht.

Ziel dieses Tages ist es:
Ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützter Kommunikation führen zu können.

Insgesamt soll über die Arbeit der Logopäden informiert
werden, die ihre Patienten nach ärztlicher Verordnung
hinsichtlich
Sprach-, Sprech– oder Stimmstörungen beraten,
behandeln oder untersuchen,
z.B. bei Sprach- oder Schluckstörungen nach einem Schlaganfall.

Während einer Reha vom 13. Dezember 2016 bis zum 17. Januar 2017 war ich selbst auch in logopädischer Therapie und habe viele wertvolle Tipps mitnehmen dürfen, die mir bei meinen Schluckstörungen aufgrund von Myasthenia gravis mehr als hilfreich sind.

Ich möchte an alle betroffenen Menschen von Herzen gerne appellieren sich in eine logopädische Behandlung zu begeben, die geeignete Thearpieform zu finden und wünsche viel Erfolg

Werner