Kategorie: Stationäre Pflege

Gedanken am Deutschen Hospiztag 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Montag, dem 14. Oktober, ist

Deutscher Hospiztag 2019

Dieser wichtige Tag, der seit 2000 begangen wird, hat folgende Ziele:

  1. Die Inhalte der Hospizarbeit und ihre Angebote bekannter machen
  2. Menschen für ehrenamtliches Engagement gewinnen
  3. Ideelle und finanzielle Unterstützer finden
  4. Das Thema „Tod und Sterben“ enttabuisieren
  5. Den Hospizgedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. 

Hospize sind eine Einrichtung der Sterbebegleitung.

Sie verfügen meist nur über wenige Betten und sind ähnlich einem Pflegeheim organisiert. Die Träger dieser Einrichtungen der Sterbebegleitung sind in der Regel gemeinnützige Vereine, aber auch die Kirchen, gemeinnützige Organisationen und Stiftungen. Es ist ein schönes Gefühl für Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren, denn sie sind Teil einer globalen Bewegung. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die sich in gleicher Weise für diese wichtige Sache einsetzen.

Hospize sehen ihre Aufgabe vorrangig darin, das Sterben wieder in das Leben zu integrieren.

Das Thema Tod und Sterben soll aus der gesellschaftlichen Tabuzone geholt werden! Sterbende sollen die Zuwendung, Aufmerksamkeit und Pflege erhalten, die sie brauchen!

Hospizangebote sollen ein selbstverständlicher Bestandteil des Gemeinwesens werden. 

Den Kranken, wie auch den Angehörigen soll in einem Hospiz ein Stück weit Normalität vermittelt werden, was in einem Krankenhaus und auch zuhause zum Beispiel durch die Überforderung der pflegenden Angehörigen oft nicht mehr gegeben sein kann.

Trauer

bewältigen, überwinden, beenden

das sind Lebenssituationen, vor denen all die Betroffenen stehen,

die mit dem Verlust eines geliebten Menschen leben müssen.

Als ob der Mensch eine Trauer mal eben einfach „so“ zu den Akten legen könnte!

Ist es doch gerade die Untröstlichkeit, die den Verlust eines geliebten Menschen so kostbar macht und das Verlorene in seiner Einzigartigkeit und Unwiederbringlichkeit wertschätzt!

Wie den Ansprüchen der Trauerverarbeitung individuell zu begegnen ist, welches innere Wissen trauernde Menschen vom Umgang mit Verlusten und fortdauernden (Ver)Bindungen haben und wie Freunde, Bekannte und die Begleiter auf diese Weisheit hören bzw. reagieren können, entscheidet jeweils der Einzelfall und es gibt absolut kein Patentrezept!

Umfragen zufolge haben 90 Prozent aller Menschen den innigen Wunsch zuhause zu sterben!

Aber in der Realität sterben Schätzungen zufolge 40 Prozent der Menschen mehr oder minder „abgeschieden“ in einem Krankenhaus und weitere 20 Prozent in einer Altenpflegeeinrichtung!

Hospize

wollen eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung

nicht mehr gewünscht ist oder aus medizinischer Sicht nicht mehr erforderlich ist und eine Pflegeeinrichtung aufgrund unzureichender medizinischer und pflegerischer Versorgung bei schwersten Erkrankungen nicht mehr in Frage kommt.

Aus meinen Erfahrungen als Altenpfleger, aber noch mehr aus meiner Sicht als Mensch bin ich der Meinung,

dass wir nicht wegsehen dürfen.

Schwerstkranke und sterbende Menschen sind nun mal fester Bestandteil unserer Gesellschaft und gehören ganz einfach in unsere die Mitte. Aus diesem Grund sollten wir uns fürsorglich mit allen Betroffenen zusammen fragen, was Menschen in ihrer letzten Lebensphase brauchen und was wir Gutes für sie tun können.

Ich persönlich würde mir von Herzen gerne wünschen, dass jeder Mensch, wenn es notwendig ist und ausdrücklich gewünscht wird, eine grundlegende Gesundheitsversorgung erhält, welche auch die Hospiz- und Palliativ- Angebote mit einschließen sollte.

Werner Heus

Veerßer Klinik Uelzen – klein aber fein

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich Euch von einer kleinen, aber um so mehr feinen Klinik in der Lüneburger Heide, genau geschrieben in der Stadt mit dem Hundertwasser-Bahnhof, Uelzen, berichten.

Eine Operation, egal welcher Art auch immer, oder eigentlich noch schlimmer ein Krankenhausaufenthalt ist doch, sein wir einfach ehrlich, von einem „Berg“ gemischter Gefühle im Vorfeld begleitet. Um so näher der Tag der Aufnahme rückt, umso mulmiger wird einem, oder?

Bis zu meinem 50. Lebensjahr war ich, Gottseidank, von größeren Erkrankungen verschont.

Die kleinen „Zipperlein“ habe ich, wie wahrscheinlich jeder Mensch immer wohlwollend mit den Floskeln:

„Ach, das wird schon wieder!“ oder „Was kommt, geht auch wieder!“ abgetan!

Aber einige Zipperlein hätte ich doch wohl ernster nehmen sollen … ce la vie und hinterher ist man dann bekanntlich immer schlauer, so ging das letztendlich auch mir.

Wer in der Pflege arbeitet und ganz speziell in der Altenpflege weiß um all die Pflegehandlungen, die man improvisieren muss. Zum Beispiel, wenn der Hebelifter defekt ist oder vergessen wurde an das Ladegerät anzuschließen!

Die Bewohner jedoch müssen raus den Betten, weil eine Mahlzeit ansteht oder jemand seine Notdurft verrichten muss.

Letztendlich wird dann Muskelkraft eingesetzt, einmal, zweimal und in letzten Endes dann unzählige Male! In letzter Konsequenz ist dann irgendwann die Bandscheibe hin, der Rücken kaputt, die Gelenke kaputt, die Arme etc, etc, ect

2009 waren die Schmerzen in beiden Armen kaum mehr auszuhalten, sodass ich irgendwann einen Arzt aufsuchte. Nach Röntgen, CT und neurologischen Untersuchungen wurden rechts und links der sogenannte „Golfarm“ diagnostiziert.

Kurze Erklärung mit einfachen Worten:

(Golf = Unterarm, Unterseite, Tennis = Unterarm, Oberseite)

Wird erst konventionell durch Cortison und Ruhigstellung behandelt,

aber in letzter Konsequenz war jeweils eine Operation unvermeidlich.

In Uelzen gibt es eine, weit über die Stadtgrenze hinaus bekannte chirugische, othopädische und sportmedizinische Gemeinschaftspraxis. Dort wurde ich mittlerweile insgesamt vier Mal operiert. Drei Mal waren es ambulante OP`s, aber am 8. September 2017, als meine rechte Schulter operiert wurde, war eine stationäre Aufnahme notwendig.

An diese Gemeinschaftspraxis angegliedert ist die Veersser Klinik, ehemals eine Geburtsklinik, aber heute hat die Praxis dort 16 Belegbetten und ich, wie hunderte Patienten vor mir, war hellauf begeistert, denn …

die Zimmer sind geräumig, die Betten zwar mechanisch, aber dafür umso weniger anfällig, das Personal ist freundlich, hilfsbereit, immer nett und ansprechbar. Die Visite findet täglich früh statt und das vorzügliche Essen wird in eigener Küche liebevoll zubereitet. Die Klinik verfügt über eine hauseigene Physiotherapie mit vielen Geräten, sodass bereits am Tag nach der OP gezielt und unter fachlicher Anleitung mit den Reha-Maßnahmen begonnen werden kann!

Also, ich kann diese Klinik ruhigen Gewissens weiterempfehlen!

Selbst wer von weiter weg anreisen muss, wird es nicht bereuen.

(einfach den Begriff: Klinik Veerssen googeln)

In diesem Sinne wünsche ich Euch von Herzen gerne vor allem Gesundheit und eine wundervolle Woche mit vielen herbstlich schönen Momenten

Werner

 

Internationaler Tag der Pflege 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Sonntag, dem 12. Mai 2019, ist:

Internationaler Tag der Pflege 2019

(zeitgleich: Internationaler Tag des Chronischen Erschöpfungssyndroms)

Der Internationale Tag der Pflege (welcher auch „Tag der Krankenpflege“ bzw. „International Nurses Day“ genannt wird) findet jährlich am 12. Mai statt.

Er wird in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet.

Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 in Florenz (Italien) geboren wurde und am 13. August 1910 in London verstarb, war eine britische Krankenschwester.

Sie litt von ihrem 35. Lebensjahr an einer besonders aggressiven Form des Chronischen Erschöpfungssyndroms und war dadurch mehr als fünfzig Jahre lang ans Bett gefesselt.

Die Tochter einer wohlhabenden britischen Familie gilt als die Pionierin der modernen Krankenpflege. An ihrem Geburtstag wird daher ihr zu Ehren der Internationale Tag der Krankenpflege begangen.

Durch ihren unermüdlichen Einsatz während des Krimkriegs verschaffte sie sich in Großbritannien große nationale Verehrung.

In die britische Folklore ging sie als Lady with the Lamp („Dame mit der Lampe„) ein, weil sie die von ihr betreuten Kranken im Lazarett stets mit einer Petroleumlampe in der Hand besuchte.

Laut des Bundesgesundheitsministeriums hält die große Mehrheit der Bevölkerung, nämlich 95 Prozent, den Pflegeberuf für einen fachlich anspruchsvollen Beruf mit Zukunft und sogar 98 Prozent sind der Meinung, das Pflegende mehr Anerkennung für ihre Arbeit erhalten sollten.

Das ist das Ergebnis einer vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage von Infratest dimap 2016.

Bleiben alleine die Gretchenfragen:

was kann sich das Pflegepersonal, ganz besonders in der Altenpflege und auch die pflegenden Angehörigen für all diese wunderschönen Worte und Erkenntnisse, welche sich jahraus jahrein wiederholen, realistisch „kaufen“?

Wo werden diese Erkenntnisse mal wirklich konkret umgesetzt?

O.K., es gibt nun nicht mehr die drei (+) Pflegestufen, sondern fünf Pflegegrade und es ist in einigen Fällen leichter geworden Pflegegelder zu bekommen, aber ist das nicht auch wieder nur ein Strohfeuer?

O.K., der Mindestlohn für die Pflegehilfskräfte in der ambulanten und stätionären Altenpflege wurde zum 1 Januar 2017 erneut angehoben, aber was ist mit den Pflegefachkräften, die für alles „den Kopf hinhalten müssen“ und ständig mit einem Bein hinter „schwedischen Gardinen“ stehen?

Warum üben nur wenige Pflegende diesen Beruf länger als 20 Jahre aus?

 

Es ist kaum verwunderlich, denn Pflege ist anstrengend, stressig und lässt kaum ein Verschnaufen zu.

Immer weniger Menschen sind bereit, diese schwere Arbeit und die zum Teil schlechten Arbeitsbedingungen in Kauf zu nehmen.

Ständiges Arbeiten am Limit ist eben wenig attraktiv!

Pflege bedeutet konkret:

häufig schweres Heben und Tragen, wovon mehr als 70 Prozent der Pflegekräfte in der Altenpflege mehr als dreimal so oft betroffen sind wie andere Erwerbstätige

ständig und über Jahre unregelmäßige Arbeitszeiten durch Schichtdienste, oft ohne ordnungsgemäße Ruhezeiten zwischen den Schichten und damit

zu kurze Erholungs- und Regenerationszeiten und zudem zu wenig Pausen

überdurchschnittlich häufiger Termin- und vor allem Leistungsdruck bei hohem Arbeitstempo und oftmals sehr geringem Handlungsspielraum beim Planen und Einteilen von Aufgaben

Ich selbst bin leider durch die Erkrankung an Myasthenia gravis vor drei Jahren berufsunfähig geworden, aber ich habe natürlich vollsten Respekt vor der Leistung meiner ehemaligen Kolleg(inn)en und bedanke mich bei all denen, die weiterhin mit Herz und Hand in der Pflege arbeiten

Werner

Tag gegen den Schlaganfall 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 10. Mai, ist

Tag gegen den Schlaganfall 2019

Der überwiegende Teil der Bevölkerung weiß durch den Hausarzt, den Fernseher, das Internet und viele andere Medien ganz genau, was zu einem gesunden Lebensstil gehört, der das Risiko für einen Schlaganfall senkt:

Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, sowie der Verzicht auf Rauchen und Alkohol.

Aber dennoch wird dieses Risiko ganz oft „auf die leichte Schulter“ genommen! Meist bleibt es bei den ach so guten Vorsätzen und dann überwiegt wieder der Glaube, das es einem doch nicht passieren kann, weil man doch nie so wirklich „über die Stränge schlagen“ würde.

Ganz besonders gefährdet sind Menschen, die an weiteren Erkrankungen leiden. Für diese Menschen wäre eine Änderung des Lebensstils oft lebensrettend!

Jährlich erleiden etwa 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall.

Nach Meinung der Ärzteschaft gelten mindestens 70 Prozent davon als vermeidbar.

Die Präventionsmedizin unterscheidet dabei mehrere Arten der Vorbeugung:

einen gesunden Lebensstil, der das Entstehen einer Krankheit verhindert oder das allgemeine Risiko dafür senkt, bezeichnet sie als Primärprävention.

Diese umfasst vor allem die gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung sowie Vermeidung von Stress und richtet sich an jeden gesunden Menschen.

Während meiner aktiven Zeit als Altenpflegefachkraft habe ich ganz viele Betroffene gepflegt, ihre Schicksale mit verfolgt und gesehen, wie durch Ergotherapie und Logopädie verloren gegangene Körperfunktionen wieder zurück gewonnen wurden. Die Entwicklung geht immer weiter und allen in den Nachsorge- und Pflegeprozess eingebundenen Personengruppen gebührt vollster Respekt, den ich heute sehr gerne Kund tue.

Ich habe im Jahr 2016 einen Appell in Form eines Gedichtes formuliert, den ich Euch heute gerne vorstellen möchte:

Bei der Sekundärprävention geht es um Patienten, die bereits eine Vorerkrankung haben.

Wer beispielsweise unter Vorhofflimmern leidet, senkt durch die regelmäßige Medikamenteneinnahme und ärztliche Untersuchungen die Gefahr eines Schlaganfalls maßgeblich. Das Gleiche gilt für die Behandlung anderer Hochrisikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes.

Doch trotz des ihnen bekannten hohen Risikos schaffen es viele Betroffene nicht, ihren Lebensstil zu ändern oder empfohlene Therapien einzuhalten.

Wie extrem schlecht es um die Therapietreue bestellt ist, zeigen Zahlen der WHO:

bereits nach kurzer Zeit folgt knapp die Hälfte der chronisch kranken Patienten den Empfehlungen ihres behandelnden Arztes nicht mehr!

Da pauschale Ratschläge bei sehr vielen Menschen nicht helfen, hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe 2017 mit ihren Partnern im Rahmen der groß angelegten

„Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln!“

einen Motivationstest entwickelt, mit dem Interessierte herausfinden können, zu welchem Motivationstyp sie gehören und wie sie sich am besten selbst motivieren können.

Ein regelmäßiger Newsletter mit entsprechenden Ratschlägen begleitet sie dann ganz gezielt in ihrem Vorhaben.

Unter dem Motto:

„Ich spüre was, was Du nicht siehst.“

finden rund um den 10. Mai bundesweit Veranstaltungen von Kliniken und Selbsthilfegruppen statt.

Den Motivationstest und viele Informationen zum Schlaganfall gibt es im Internet unter www.schlaganfall-hilfe.de

Da ich selbst mehrere kleine Schlaganfälle hinter mir habe, aber weiterhin ab und an immer mal eine rauche, möchte ich Euch nur „bitten“ ganz besonders gut auf Euch aufzupassen

Werner

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, am Sonntag, dem 5. Mai 2018, ist:

Europäischer Protesttag

zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 2019

Der Tag wurde 1992 von den Interessenvertretungen Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen.
Zahlreiche Behinderungen entstehen durch Arbeitsunfälle.

Den leidtragenden Menschen wieder berufliche Chancen zu eröffnen und so die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sollte eines der wesentlichen Ziele überhaupt sein!

Fast jeder 10. Deutsche hat eine Schwerbehinderung.

Alle zusammen bilden keine homogene Gruppe und doch machen sie in vielen Bereichen ähnliche Erfahrungen. Welche das sind, und wie sich die Bedingungen und Chancen von Menschen mit Behinderungen verbessern lassen, darum drehen sich wieder zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen am 3. Dezember und auch heute.

Viele Menschen mit einer Behinderung waren mal nicht-behindert.

Die meisten Behinderungen sind irgendwann im Leben der Betroffenen aufgetreten, z.B.: durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit. Alleine aus diesem Grund schon, geht das Thema alle Menschen etwas an, am meisten jedoch die, die schon betroffen sind.

Wie lebt es sich mit Behinderung derzeit in Deutschland?

Welche Wege oder Maßnahmen eignen sich, um die Bedingungen nachhaltig zu verbessern?

Was sind die aktuellen Fragen in der sogenannten Behindertenpolitik?

Am heutigen Tag beteiligen sich Selbsthilfegruppen und Sozialverbände, aber auch Medien oder städtische Institutionen an der Diskussion solcher Fragen. Das Leben mit einer Behinderung unterscheidet sich von dem ohne körperliche, geistige oder psychische Einschränkung nicht nur durch die Schädigung selbst. Häufig erschweren Vorbehalte oder Berührungsängste die Verwirklichung von Lebensträumen.

Die aktuellen systematischen Strukturen und auch die aktuelle Rechtslage erscheinen vielen Menschen verbesserungsbedürftig.

Die Art und Weise, wie die Gesellschaft Menschen mit Behinderungen wahrnimmt, hat sich in den letzten Jahrzehnten zum Positiven hin verändert.

Schlagwörter, wie Inklusion und barrierefreies Leben bestimmen seit einigen Jahren politische und gesellschaftliche Diskussionen zum Thema Behinderung.

behinderung-symbole

Dies ist nicht zuletzt darauf zurück zu führen, dass Organisationen wie die Vereinten Nationen oder die Weltgesundheitsorganisation sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung stark gemacht haben.

Um auf die Lebenssituation von behinderten Menschen aufmerksam zu machen und gleichzeitig deren Teilhaberechte und Gleichstellung zu fördern, hat die UN Generalversammlung den 3. Dezember im Jahr 1992 zum Welttag der Menschen mit Behinderungen erklärt.

ext. BildDas Internet hat vielen Menschen mit Behinderung schon erhebliche Verbesserungen ihrer Lebensqualität gebracht, aber es gibt auch noch viel zu tun, um die virtuelle Welt barrierefreier zu gestalten.

Dieses Jahr ist im Rahmen des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ lautstarker Protest angesagt.

Das diesjährige Motto lautet:

„Inklusion von Anfang an“.

In Berlin startet um 14 Uhr eine Demo am Nollendorfplatz, die von dort aus via Wittenberg Platz zum Breitscheidplatz führt, wo dann auch die große Abschlusskundgebung von 15:30 – 17 Uhr stattfinden wird.

Der heutige Tag soll das Bewusstsein für die Herausforderung von Menschen mit Behinderung nachhaltig wach halten und die Integration in die Gesellschaft fördern.

Das wünsche ich den Betroffenen von Herzen gerne und drücke beide Daumen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von Herzen gerne ein schönes, sonniges Wochenende mit vielen guten Momenten

Werner

 

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Categories: Stationäre Pflege

Meine Gedanken zum Hausfrauentag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 3. November, ist:

Hausfrauentag 2018

Wer diesen Tag ins Leben gerufen hat oder welchen Ursprung er hat, ist sowohl unbekannt als auch ungeklärt, aber das hindert mich in keinster Weise daran, meine persönlichen Gedanken darüber mal hier kund zu tun.

Ich habe Hochtung und vollsten Respekt vor Frauen, die auf Beruf und eine mögliche Karriere verzichtet haben, um stattdessen Haus und Hof zu hüten, Kinder zu bekommen und zu erziehen, etc, etc, etc, was mir in der heutigen Zeit jedoch kaum mehr möglich zu sein scheint, denn bei steigenden Lebenshaltungskosten und stagnierendem Lohngefüge reicht es meist nicht aus, wenn nur ein Partner zum Familieneinkommen beiträgt.

Interessant wäre es sicher einmal das Gehalt für eine Hausfrau zu ermitteln, oder?

Für die Leistungen einer Hausfrau kann man wahrscheinlich kein Gehalt ermitteln, aber ich vermute, dass hier das Wort:unbezahlbar seinen Ursprung hat!  

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Idee diesen Tag Ins Leben zu rufen von einer Frau stammt, die ganz einfach mal auf das Los der Hausfrauen aufmerksam machen wollte.

Und ich finde, dass man schon über so etwas, wie ein Los nachdenken kann, denn Mutter sein, sämtliche Pflichten gegenüber der Familie erfüllen, Haus-, Hof- und Gartenarbeit und noch das Kinderkriegen inklusive der Erziehung sind schon erheblich mehr als ein Fulltimejob.

Und erschwerend kommt ja noch dazu, dass eine Hausfrau ja keinen Urlaub hat, sondern sie ist ja wirklich und wahrhaftig tagaus tagein und jahraus jahrein gefordert und es gibt immer irgend etwas zu tun!

Nun mag sich der eine oder andere fragen, was das Ganze denn mit der Altenpflege zu tun hat?

Ganz einfach:

jede Vollzeit-Kraft in der Altenpflege hat in der Regel einen Arbeits-Rhythmus von 12 Tage arbeiten und dann mit Glück zwei Tage frei, um auf die geforderten Stunden durch Tagdienst zu kommen.

Tja und nach Dienst wartet da zuhause auch ein Haushalt, evtl. auch noch Kinder, und will gemacht werden, egal ob der Weg zur Arbeit 5 min. oder 45 min. dauert. 

All diese Frauen sollten sich meiner Meinung nach heute mal so richtig verwöhnen lassen und ich hoffe, dass viele davon einen Partner an ihrer Seite haben, der ihre tagtäglich erbrachte Leistung tatsächlich zu würdigen weiß.

Zudem ist dieser Tag eine wundervolle Gelegenheit für die unermüdliche Leistung als Hausfrau und Mutter mal (wieder) Dankeschön zu sagen.

In diesem Sinne spreche ich allen Hausfrauen von Herzen gerne meinen vollsten Respekt aus und wünsche uns allen einen wundervollen Herbst-Tag mit hoffentlich vielen schönen Momenten und ein schönes Wochenende

Werner 

Tag der Zahngesundheit 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

heute, am Dienstag, dem 25. September, ist:

Tag der Zahngesundheit 2018

Bereits seit dem Jahr 1991 heißt es jährlich am heutigen Tag:

„Gesund beginnt im Mund!“.

Heute wird bundesweit auf Themen der Mundgesundheit aufmerksam gemacht. Rund um den 25. September finden in Ländern, Städten und Gemeinden eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen statt.

Egal, ob es um Kinder, Jugendliche oder Erwachsene geht, im Zentrum steht immer die Prävention, also die Verhütung von Zahn, Mund- und Kiefererkrankungen. Dabei  wird auf breite Aufklärung in der Bevölkerung und die Förderung von Eigenverantwortung, insbesondere durch praxisnahe Tipps, die Mundgesundheitsschäden verhindern helfen sollen, gesetzt. Die Trägerschaft hat der „Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit“, dem rund 30 Mitglieder aus dem Gesundheitswesen und der Politik angehören.

Das Motto 2018 lautet: 

Gesund im Mund – bei Handicap und Pflegebedarf

Wie enorm wichtig Milchzähne für eine gesunde Entwicklung des Kindes sind, wird interessanterweise nach wie vor unterschätzt, dabei sind bereits 15 Prozent der Kleinkinder in Deutschland von Karies betroffen!

Gesunde Milchzähne entscheiden unter anderem darüber, ob ein Kind wirklich altersgerecht an Gewicht zunimmt, ob es richtig sprechen lernt und ob es aufgrund seines Aussehens möglicherweise ausgegrenzt wird. Anlässlich der zentralen Auftaktpressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit informiert der Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit heute darüber, wie Milchzähne gesund bleiben und wird explizit auf die Notwendigkeit hinweisen, sich noch stärker für die Mundgesundheit der Jüngsten zu engagieren.

Leider ist frühkindliche Karies bei Klein- und Vorschulkindern nach wie vor ein Thema. Damit aus den erkrankten Milchzähnen kein dauerhaftes Problem wird, macht sich die Gesetzliche Krankenversicherung für eine frühzeitige und systematische zahnärztliche Betreuung ab Durchbruch des ersten Milchzahns stark. Die gesetzliche Vorgabe, mit den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zukünftig deutlich früher zu beginnen als es heute der Fall ist, wird daher begrüßt.

Der Fluoridgehalt der Kinderzahnpasta ist in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern niedrig. Das sollte sich schleunigst ändern, denn nur wenn wir uns bei den Milchzähnen die gleiche Mühe geben wie bei den bleibenden Zähnen, können viele Extraktionen bei kleinen Kindern vermieden werden.

Die Gesundheit von Milchzähnen stärkt man außerdem, indem man Kinder, Eltern, Erzieher und allen anderen Personen, die Einfluss auf die Gesundheit von Milchzähnen nehmen können, kontinuierlich über Themen wie Zahnpflege oder Kontrolluntersuchungen informiert. 

Die Mundgesundheit von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung ist oft schlechter als die des Bevölkerungsdurchschnitts. Vor allem ihr Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen ist überdurchschnittlich hoch.

Ich richte heute meinen Fokus darauf, wie die Mundgesundheit der Menschen in diesen beiden Bevölkerungsgruppen gefördert werden kann. 

Liebe Altenpfleger, Krankenpfleger und Behindertenbetreuer bitte seid Vorbild und achtet bei den zu Pflegenden verstärkt darauf!

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen von Herze gerne ruhige Dienste

Werner 

Tag des Friedhofs 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

anläßlich des heutigen Tages habe ich mir viele Gedanken gemacht, denn irgendwann muss man sich „ganz einfach“ damit auseinander setzen, sei es in der Pflege im Falle eines Falles, aber auch, wenn es mal dem Ende zugeht, denn wir sind nun mal geboren, um zu sterben.

Eingeführt wurde dieser Tag im Jahr 2001 durch den Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. gemeinsam mit den bundesweit tätigen Bestattern, Floristen, Friedhofsgärtnern, den Städten, Kommunen sowie Religionsgemeinschaften und diversen Vereinen.

Dieser Tag bietet eine gute Möglichkeit sich mit den vielfältigen Aufgaben und Möglichkeiten, die ein Friedhof bietet, vertraut zu machen und sich für dieses unangenehme Thema zu sensibilisieren.

Das diesjährige Motto lautet:

Der Friedhof: Leben-Lachen-Freude“

Unter diesem Aspekt finden seit gestern Führungen in besonderen Grabstätten statt, ebenso Ausstellungen mit Mustergräbern, Filmvorführungen, Lesungen, Vorführungen und eine Reihe von Veranstaltungen, die ganz einfach zum Mitmachen anregen und die Vorurteile/Ängste nehmen sollen.

Generationsübergreifend stellt sich das gesamte Spektrum der Bedeutungen eines Friedhofes so dar:

Friedhof als Ort der Erinnerung

Friedhof als Ort der Kunst und Kultur

Friedhof als Ort der lokalen Geschichte

Friedhof als Ort der Ruhe

Friedhof als Ort der Trauer

Friedhof als Ort für unsere Verstorbenen

Friedhof als Treffpunkt und

Friedhof als „grüne Oase“

Denn ein Friedhof hat bei ebenso genauer, wie auch nüchterner Betrachtung doch eine ganze Menge zu bieten:

er ist ein Teil des Stadt- und Gemeindelebens, gleichermaßen für alle Generationen. Auch für die Kinder ist der Aktionstag in einer gewissen Weise spannend, sich mit Gleichaltrigen über den Tod als einen Bestandteil des Lebens mal auseinander zu setzen. Sie haben die Möglichkeit den Friedhof als eine Ort des Lebens kennenlernen zu können und somit hat das Kinderprogramm am heutigen Tag einen ganz besonderen Stellenwert!

Ich habe in der Pflege ganz viele Todesfälle erlebt und es war mir immer eine Ehre mit zu einer Beerdigung gehen zu dürfen besonders dann, wenn ich über einen längeren Zeitraum in der Pflege eine ganz besondere Beziehung zu einem Bewohner aufgebaut hatte

Eines wurde mir sehr früh in meinem Leben bewusst:

der Tod ist ohne Wenn und Aber Teil unseres Lebens!

Auch, wenn es ein unangenehmes Thema ist, sollte man sich doch rechtzeitig damit auseinander setzen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen wundervollen, erholsamen Sonntag

Werner

Welchen Stellenwert hat Pflege heutzutage?

Werte Leserinnen, werte Leser,

ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich über den Besuch unserer Bundeskanzlerin in einer Pflegeeinrichtung meine persönlichen Gedanken hier kund tue, aber heute ist es nun doch soweit. Es waren immerhin 90 min. von den angekündigten drei Stunden und kurz vor Antritt ihres Urlaubes.

Die Rede zum Abschluss des Besuches war dann auch wieder gespickt mit Versprechungen, den Pflegenotstand alsbald nachhaltig in den Griff zu bekommen.

Welchen Stellenwertdie Pflege in der Politik hat, zeigt für mich, dass ausgerechnet jetzt während der politischen Sommerpause eine Debatte geführt wird und fast die gleichen Maßnahmen propagiert werden, wie Mitte der 1990er Jahre bis Mitte der 2000er Jahre als die Agentur für Arbeit jedem Zweiten angeboten hat auf Altenpflege umzuschulen.

In dieser Zeit gab es zumindest hier in Niedersachsen nur zwei Kriterien, um in die Ausbildung einzusteigen, nämlich die Mittlere Reife, also einen Realschulabschluss nachzuweisen und keine Eintragung im Führungszeugnis zu haben – persönliche Eignung, wie vor allem soziale Kompetenz fand überhaupt keine Beachtung – Hauptsache die Kopfzahl stimmt…lach

Ich nehme mal meinen Ausbildungsjahrgang 2001: die Klasse war mit 28 Schülern schon 10 Prozent über dem eigentlich Limit der Schule.

Zum Ende des 1. Ausbildungsjahres waren wir noch 24 Schüler und zum Ende des 2. Ausbildungsjahres noch 21 Schüler, von denen schlussendlich 16 examiniert haben.

Interessant war auch die Altersstruktur, die von 17 bis 51 reichte. Mir war damals bereits völlig unklar, wie man junge Mädchen für diesen Beruf zulassen kann, einen Beruf der nicht nur körperlich, sondern auch psychisch oft an die Leistungsgrenze führt, die m.E. nach ein junger Mensch gar nicht zu leisten in der Lage sein kann, weder körperlich, geschweige denn ohne die Lebenserfahrung eines Erwachsenen in der Rolle als Mutter, Ehefrau, etc.

Schon während der Koalitionsverhandlungen wurden 8.000 neue Stellen in der Altenpflege beschlossen, nun sind es sogar 13.000 und in den Krankenhäuser fehlen ebenfalls gemäß aktuellen Berichten 10.000 und die genannten Zahlen beziffern PFLEGEFACHKRÄFTE.

Ich frage mich, wo die herkommen sollen. O.k., es wird von Förderung der Ausbildung gesprochen, aber die dauert drei Jahre und wenn ich die Ausfallquote von 40% aus meinem Jahrgang zugrunde lege, dann sind es fast sechs Jahre bis ausreichend Fachkräfte verfügbar wären.

Bleiben ausländische Fachkräfte, aber auch das wird dauern bis diese über die nötigen Sprachkenntnisse verfügen.

Aber werfen wir einen Blick auf den Stellenwert der Pflege in der heutigen Gesellschaft:

wenn mal ehrlich zu sich selbst ist, hat die Pflege so gut, wie keinen Stellenwert, solange man nicht selbst oder ein naher Familienangehöriger betroffen ist. Alle schimpfen über die Beiträge zur Pflegeversicherung, aber wer sorgt privat vor?

Ich bin durch einen Schlaganfall meiner Großmutter im Jahre 1981 bereits mit 22 Jahren mit dem Thema Pflege konfrontiert worden. Damals gab es keine Pflegeversicherung und die Gemeindeschwester kam am Vormittag gegen 11 Uhr.

Wenn der Plan des neuen Gesundheitsministers aufgehen soll, dass es ausreichend Personal geben soll und für dieses auch die Vergütung angemessen sein soll, dann kann das nur über höhere Pflegeversicherungsbeiträge realisiert werden.

Ich bin mehr als gespannt, welchen Stellenwert die Pflege tatsächlich heutzutage angesichts dieser Aussichten haben wird und wie sich das in der Gesamtheit entwickelt.

Eure realistische Einschätzung in Form eines Kommentares hier auf der Seite interessiert mich sehr.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne ein ebenso herrlichen, wie hoffentlich aushaltbaren Sommertag

Werner