Welt-Hepatitis-Tag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 28. Juli ist

Welt-Hepatitis-Tag 2018

Aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge leben weltweit 257 Millionen Menschen mit Hepatitis B und 71 Millionen mit Hepatitis C.

Das Motto des Tages lautet daher auch:

„Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“

Das Ziel aller künftigen Maßnahmen ist es bis 2030 diese Infektionen ganz drastisch einzudämmen.

Auch in unserem Land sind Hunderttausende von chronischer Hepatitis B und C betroffen.

Eine Hepatitis-B-Infektion lässt sich durch eine Schutzimpfung verhindern.

Für Menschen, die in der Pflege arbeiten ist die Hepatitis-Schutzimpfung eine der wichtigsten Impfungen überhaupt. Genaueres dazu kann man leicht im Internet erfahren. Wichtig, falls es keinen Betriebsarzt gibt, bitte selbst darauf achten, denn etwa 10 Jahre nach der dreiteiligen Erstimpfung sollte eine Auffrischung erfolgen! 

Eine Neuinfektion heilt bei einem Erwachsenen meist von selbst aus, kann jedoch auch chronisch verlaufen und Medikamente können eine chronische Hepatitis B oftmals nicht komplett ausheilen, aber zumindest sinkt die Gefahr von Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs, und wahrscheinlich auch das Ansteckungsrisiko für andere. Die Forschung wurde intensiv vorangetrieben, um  heilende Therapien gegen Hepatitis B zu finden.

Eine Hepatitis-C-Infektion dagegen ist dank neuer Medikamente heute fast immer heilbar. Frühere Therapien konnten zwar auch zur Heilung führen, erreichten dieses Ziel aber deutlich seltener und waren für ihre Nebenwirkungen berüchtigt. Seit 2014 wurden neben dem altbekannten Interferon eine Reihe von neuen Medikamenten zugelassen, welche wesentlich verträglicher sind und über 90% der Betroffenen schon beim ersten Therapieversuch dauerhaft von ihrer Infektion befreien.

Dadurch ist das Ziel, die Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, nun erstmals überhaupt denkbar geworden.

Die WHO-Hauptversammlung hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, Hepatitis B und C bis 2030 global einzudämmen bzw. zu eliminieren und dieses Ziel wird nun in der globalen sogenannten NOhep-Kampagne verfolgt.

Auch in Deutschland hat die Bundesregierung die BIS2030-Strategie festgelegt, welche neben HIV auch die Eindämmung der Hepatitis B und C sowie weiterer, sexuell übertragbarer Erkrankungen bis 2030 anstrebt.

Um Hepatitis B und C einzudämmen bzw. sogar zu eliminieren, ist nicht nur Prävention sehr wichtig. Gänzlich unverzichtbar ist es auch, dass Betroffene rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden.

Eine Hepatitis-Infektion bekommt man als Betroffener lange nicht zu spüren.  Auch die typische Gelbfärbung der Haut und der Augen bleibt oft aus.

Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gelenkbeschwerden sind eher unspezifisch.

Wer nichts von seiner Infektion weiß, hat keinerlei Chance, diese zu behandeln und noch viel schlimmer kann die Infektion unwissentlich auch noch an andere weitergegeben werden. Wer ein Risiko für eine Virushepatitis hat, z.B.: beruflich, tut gut daran, sich gezielt untersuchen zu lassen.

Auf der Webseite Lebertest.de der Leberhilfe Projekt gUG kann man durch einem anonymen Online-Test herausfinden, ob es im Lebenslauf etwaige Risikofaktoren für Hepatitisinfektionen oder andere Lebererkrankungen gab.

Diese Möglichkeit sollte man im eigenen Interesse wahrnehmen, wenn Zweifel bestehen und ich drücke uns allen von Herzen gerne die Daumen, auf das es weltweit gelingt das diesjährige Motto erfolgreich umzusetzen

Werner

 

Mein Weg bis hin zum examinierten Altenpfleger

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich Euch meine neue Webseite vorstellen:

Altenpflege mit Herz und Hand

Nachdem ich einige Zeit als Pflegehelfer tätig war, entschied im mich 2001 für eine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger, die ich als Umschulungsmaßnahme gewährt bekam. Diese Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre und 2001 waren die Altenpflegeschulen völlig überlaufen.

Die Ausbildungsgang hatte am 1. August begonnen und nur dem Umstand, dass Ende September eine Schülerin die Schule aufgab, hatte ich es zu verdanken an deren Stelle zwei Tage vor Ende des ersten Schulblockes in die Ausbildung einzusteigen.

Die ausscheidende Schülerin überließ mir freundlicherweise ihre schriftlichen Unterlagen, sodass ich neben den ersten zwei Monaten im Praktikum das Schulische nacharbeiten konnte, was mir auch gelang, sodass ich problemlos in den zweiten Schulblock einsteigen konnte und alle Prüfungen mit Bravur abschloss.

Meine Lieblingsfächer waren neben den medizinischen Grundlagen, Arzneimittellehre, Deutsch und Englisch, vor allem Tagesgestaltung, Berufskunde und Psychologie.

Da man als Praktikant in jeder Altenpflegeeinrichtung willkommen ist, weil man ja keine Kosten verursacht, habe ich sowohl in einer öffentlichen Einrichtung, einem größeren privaten Heim, einem kleinen privaten Haus und in einem ambulanten Pflegedienst  praktischen Dienst verrichtet, um mir ein umfassendes Bild machen zu können, wohin mich mein Weg nach Ausbildungsende führen könnte.

Für mich waren diese Einblicke ganz entscheidend, denn Männer waren damals zwar in der Pflege erwünscht, aber „nur“, weil die Damen dachten, man könne bei den schweren Arbeiten entscheidend entlasten, aber ansonsten würde man für die Pflege wenig taugen. Aus diesem Grunde und weil ich zum einem gewohnt war viel Verantwortung zu übernehmen und zum anderen gerne selbständig arbeite, führte mich mein Weg letztendlich in die Dauernachtwache – 10-12 Std-Dienste, 7 Tage arbeiten und mit Glück auch 7 Tage frei.

Bereits während der Ausbildung lernte ich sehr viele Krankheitsbilder kennen, spezialisierte mich auf PEG, Sonden, Dauerkatheter, Trachealkanülen, Beatmung und die Versorgung von Wachkomapatienten.

Dann arbeitete ich ein Jahr in einer geschlossenen Abteilung, die man nur über ein elektronisches Zahlenschloss betreten und verlassen kann als Nachtwache ohne Helfer mit achtundzwanzig (28) Schwerstpflegefällen, sprich austherapierten Alkoholikern und Drogenabhängigen, Borderline-Syndrom, Schizophrenen, usw., die in der Lage waren Handläufe aus der Wandverankerung zu reißen, Türknöpfe abzubrechen, ect., die ich jedoch in 99 Prozent aller Fälle erfolgreich pflegen konnte, sodass es zu einigen Aha-Erlebnissen mit Angehörigen, wie auch Mitarbeitern kam. 

Das Zauberwort in der Pflege heißt ganz klar Empathie und ist der Schlüssel, um Zugang zu den zu Pflegenden zu bekommen, auch bzw. gerade wenn psychische Erkrankung oder Demenz im Endstadium zu den Krankheitsbildern gehören.

In künftigen Artikeln werde ich detailliert auf den Pflegealltag eingehen, um pflegenden Angehörigen und Altenpflegeschülern hoffentlich eine kleine Hilfe zu werden.

Ich bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit, würde mich sehr über Kommentare hier auf dieser Seite freuen und wenn Ihr diese Seite zu Euren Favoriten nehmen würdet.

Von Herzen gerne wünsche ich uns allen halbwegs erträglich durch die aktuelle Hitzeperiode zu kommen und toi toi toi viel Glück auf allen Euren wegen.

Werner