Schlagwort: 10-min-Aktivierung

Einen Floh ins Ohr setzen kann effektiv sein

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
eine sehr einfache Möglichkeit neben der respektvollen Anrede und Ansprache mit älteren bishin zu hochbetagten Menschen in ein Gespräch zu kommen, ist die Verwendung von Sprichwörtern und Redensarten.
Manchmal bekommt man dadurch sogar Zugang zu dementen Menschen.
Es hört sich im ersten Moment vielleicht „komisch“ an, aber wenn man zu einem dementen Menschen regelmäßigen Zugang braucht, dann lohnt es sich zu versuchen, diesem Mensch sprichwörtlich einen Floh ins Ohr zu setzen.   
Denn wenn man jemanden einen Gedanken förmlich „eingibt“,
der dann bei unserem Gegenüber zu einer fixen Idee wird,
spricht man redensartlich davon
„einen Floh ins Ohr zu setzen.“

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Der Floh ist ein Tier,
das ständig auf- und ab hüpft.
Dadurch symbolisiert es die Unruhe ,
die den Betroffenen immerzu an das
Gesagte denken lässt.

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Und das Ohr?

Das Ohr steht für den Zugang
zu unserem Bewusstsein,
denn der Gehörgang
führt direkt in das Gehirn.

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Diese Redensart lässt vor dem geistigen Auge
das Bild eines Flohs aufkommen, der im Ohr herum hüpft.
Und der Effekt ist, dass man mit einem Floh im Ohr
wohl nicht mehr in der Lage ist, einen klaren Gedanken zu fassen.

Das Ganze ist dann als erfolgreich zu werten, wenn man jemandem einen Gedanken mitteilt oder bei diesem einen möglichst als mehr oder minder unerfüllbar erachteten Wunsch so weckt, dass sich dieser bei ihm einnistet wie ein Floh und zu einer fixen Idee werden sollte.

Ein so derartig starker Wunsch, der diese Person dann wie ein Floh peinigt, beunruhigt und in der Folgezeit absolut nicht mehr loslässt.

Und wenn das wirklich gelungen ist, wenn man alles richtig gemacht hat, hört man:

„Da haben Sie mir ja einen schönen Floh ins Ohr gesetzt!“

Auch in der Rehabilitation hat diese Redensart einen besonders hohen Stellenwert. Zum Beispiel, wenn es darum geht nach einem Schlaganfall einen Betroffenen nach dem Motto:
„Du kannst bzw. Du schaffst das!“ nachhaltig zu motivieren.
Auch in der Tagesgestaltung, zum Beispiel der 10-min-Aktivierung, ist das Erkennen oder Vervollständigen von Sprichwörtern und Redensarten bei Hochbetagten äußerst beliebt.

Ich empfehle, aus meiner absolut positiven Erfahrung heraus, dem Pflegepersonal sich mit der Bedeutung von Redensarten vertraut zu machen, denn es ist eine der einfachsten Möglichkeiten Zugang in allen Bereichen des täglichen Lebens zu hochbetagten Menschen zu bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen von Herzen gerne einen wundervollen Sommertag mit aushaltbaren Temperaturen und ohne Flöhe

Werner

 

Wertvolle Tipps zum Schwitzen im Sommer

Ein ganz herzliches Hallo
liebe Leserinnen, liebe Leser

Bei sommerlichen Temperaturen Sport zu treiben, ist für viele Menschen schier undenkbar, klingt unlogisch, unangemessen oder hört sich nach einer Dummheit, die man ganz sicher nicht begehen sollte.
Dabei ist es jedoch für die Schweißproduktion wichtig, sich unabhängig von Witterungsbedingungen stets ausreichend zu bewegen.

Und wie wichtig ist Schwitzen im Sommer?

Wer im Sommer keinen Sport treibt, hindert seine Schweißdrüsen daran, sich zu regulieren und die natürliche Folge sind dann Schwitzattacken.

In der Altenpflege hat Bewegung aufgrund der diversen Krankheitsbilder einen besonders hohen Stellenwert. Im Rahmen der sogenannten 10-min-Aktivierung gibt es eine Fülle von Möglichkeiten die Bewegung nachhaltig zu fördern und die Vorbereitung dauert auch nicht lange.

Zehn Minuten hört sich nach nicht viel an, aber erstens ist weniger oft mehr und 10 min. können beispielsweise für hochbetagte, demente Menschen eine „Weltreise“ bedeuten. Ich habe während meiner aktiven Zeit in der Altenpflege jede sich bietende Gelegenheit genutzt, um Seniorensport in all seiner Vielfalt zu fördern.

Eine weitere ganz besondere Rolle spielt auch die Ernährung, denn wer sein Schwitzen reduzieren möchte, sollte unbedingt auf scharfe Gewürze verzichten, weil diese den Körper nur noch zusätzlich anheizen. Fettiges, wie Pommes oder die berühmte Grillwurst sollten bitte gemieden werden, weil dadurch der Kreislauf sehr stark belastet wird!

Auch wenn Gegrilltes verführerisch duftet, sollte man am Tag lieber frische Salate, Obst und Gemüse auf den Speiseplan nehmen. Die gute Nachricht ist, dass mageres Hühnerfleisch und Fisch auch zur leichten Kost gehören.

Das Kaffeetrinken sollte im Sommer eingeschränkt werden, denn auch Kaffee fördert das Schwitzen, ebenso spielen Alkohol und Zigaretten eine Rolle.

Bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist deshalb so extrem wichtig, weil der Körper durch Schwitzen vermehrt Wasser und Mineralstoffe verliert.

Vorzugsweise sollte man Wasser trinken, denn zuckerhaltige Softdrinks können den Durst nicht löschen!

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Besonders und von Herzen gerne empfehlenswert sind natürliches Mineralwasser, Saftschorlen oder Früchtetees, denn sie führen dem Körper auch noch Mineralien zu, die über den Schweiß verloren gehen. 

Da im Sommer lockere und luftige Kleidung wichtig ist, entscheiden Schnitt und Material der Kleidung im wahrsten Sinne des Wortes maßgeblich über das Ausmaß des Schwitzens:

Wer locker sitzende Schnitte und leichte Stoffe trägt, ist bestens gerüstet, um einen Hitzestau zu vermeiden. Wenig atmungsaktiv, synthetische Stoffe, wie Polyester sollte man hingegen möglichst vermeiden.

In der Altenpflege ist das ein besonderes Problem, denn die Unantastbarkeit der Würde und eventuelle Lieblingsbekleidung der Bewohner, die oftmals aus Synthetik ist, was man spätestens daran erkennt, wenn es beim Ausziehen „knistert“, machen es schwer. Man muss genau abschätzen, ob man den Bewohner bevormundet, also auf ein anderes Kleidungsstück verweist und ihn damit verärgert, oder man einfach dem legitimen Bekleidungswunsch folgt und damit evtl. Mehrarbeit hat. Unter uns gesagt, hat Pflegepersonal das Recht einer hochbetagten Dame im Alter von 80+, die das betreffende Kleidungsstück Zeit Lebens getragen hat, Bekleidungsvorschriften zu machen. Mit viel Pech ist dieser Bekleidungsstil von einem guten Biografie-Schreiber in der Pflegeplanung dokumentiert und streng genommen würde es in einen Pflegefehler ausufern. Wenn dann noch ein schlauer Angehöriger oder Betreuer mit im Spiel sein sollte, dann kann es wirklich brenzlig werden!    

Bekleidung aus Naturfasern, wie Baumwolle, Leinen oder Seide anziehen und Schuhe aus Leder tragen, sind die bessere Alternative.

Wer Schweißflecken vermeiden möchte, sollte auf Grau und ebenso auf knallige T-Shirt-Farben verzichten, da dort nassen Ränder besonders schnell sichtbar werden!

Schweiß verursacht jedoch nicht nur Flecken auf der Kleidung, sondern sorgt oftmals auch für unangenehme, bishin zu peinlichen Gerüchen und so für Nasenrümpfen, besonders dort, wo sich größere Menschenmengen auf engstem Raum befinden.

Körperpflege sollte daher während des Sommers ganz besonders groß geschrieben werden! Bereits unmittelbar nach dem Duschen sollte man ein Deodeorant auftragen.

Um sich zwischendurch mal zu erfrischen, wäre ein guter Tipp, die Unterarme mit kaltem Wasser abzuspülen und sich das Gesicht mit Wasser zu betupfen.

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Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen wundervollen Sommer ohne übermäßige Schwitzattacken und hoffe, dass diese Tipps ein klein wenig dazu betragen können

Werner