Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 14. Juni, ist:

Weltblutspendetag 2019

Am 14. Juni 1868 wurde der Entdecker der Blutgruppen, der österreichische Serologe und Pathologe Karl Landsteiner geboren, dem dieser Tag gewidmet ist.

Der Weltblutspendetag wurde im Jahr 2004 erstmals begangen.

Vier internationale Einrichtungen haben diesen Tag ausgerufen:

  • die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
  • die Internationale Organisation der Rotkreuz– und Rothalbmondgesellschaften (IFRK)
  • die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT)
  • die Internationale Föderation der Blutspendenorganisationen (FIODS)

Der medizinische Bedarf an Spenderblut ist in unserem Land weiterhin hoch.

Blutkonserven und Medikamente aus Blutbestandteilen sind nach schweren Unfällen und bei größeren Operationen lebensrettend. Sie werden auch zur Behandlung verschiedener schwerer Erkrankungen, wie zum Beispiel bei bösartigen Tumoren, immer wieder ganz dringend benötigt.

In einer bundesweiten repräsentativen Befragung im Jahr 2016 hat die

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

das Blutspendeverhalten in unserem Land abgefragt, wobei herauskam, dass Männer öfter Blut spenden als Frauen.

56 Prozent der befragten Männer haben bereits Blut gespendet, 44 Prozent davon bereits mehrere Male. Und bei den Frauen beträgt der Anteil an Blutspenderinnen 42 Prozent, wovon 29 Prozent mehrfach gespendet haben.

Auf die Frage:

Haben Sie schon einmal Blut gespendet?

ist die Antwort „Ja“ mit 53 Prozent in der Altersgruppe der 35- bis 55-Jährigen am höchsten, am niedrigsten mit 35 Prozent in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen.

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, wie wichtig die kontinuierliche Aufklärung insbesondere der jüngeren Zielgruppe zur freiwilligen Blutspende ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt zum Weltblutspendetag unter dem Thema: „Safe Blood for all“ die persönlichen Geschichten jener Menschen in den Vordergrund, deren Leben dank einer Blutspende gerettet werden konnte.

Unter dem Motto:

„Sicheres Blut für alle“

sollen weltweit mehr Menschen zur regelmäßigen Blutspende motiviert werden.

Zum Weltblutspendetag stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine ganze Reihe von Informationsmaterialien für die Aktionen der regionalen Blutspendedienste in Deutschland zur Verfügung. Aktionen mit Unterstützung der BZgA finden an verschiedenen Orten und Terminen rund um den 14. Juni statt.

In Deutschland sind Menschen von 18 bis 68 Jahren zur Blutspende zugelassen.

Ausgeschlossen sind beispielsweise Schwangere, Stillende, homosexuelle Männer sowie Menschen, die weniger als 50 Kilo wiegen. Personen, die frisch tätowiert sind oder in einem Malariagebiet Urlaub gemacht haben, sollten sechs Monate bis zur nächsten Blutspende warten.

Frauen dürfen vier Mal, Männer dürfen sechs Mal im Jahr Blut spenden.

Ich wünsche mir von Herzen gerne, dass viel mehr Menschen die dringende Notwendigkeit Blut zu spenden, erkennen, denn es rettet Leben und jeder von uns kann urplötzlich in eine Situation kommen, wo man selbst Spenderblut benötigt

Werner