Schlagwort: Deutsche AIDS-Hilfe

Gedanken zum Zero Discrimination Day 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Freitag, dem 1. März, ist der:

Zero Discrimination Day 2019

Am heutigen Tag soll ein deutliches Zeichen gegen

Diskriminierung

gesetzt werden!

In Deutschland ruft die Deutsche AIDS Hilfe (DAH) alle Menschen auf sich für eine Welt ohne Diskriminierung einzusetzen. Aus den unterschiedlichsten Gründen erfahren Menschen in unterschiedlichsten Situationen Diskriminierung.

Ganz besonders Menschen mit HIV erleben immer wieder Ablehnung und Ausgrenzung aufgrund ihrer Infektion. Das hält viele Menschen davon ab, offen und ehrlich mit HIV umzugehen oder sich testen zu lassen.

Gerade die Diskriminierung steht der Prävention ganz erheblich im Wege und schränkt das Leben von HIV-positiven Menschen ein.

Ich persönlich stehe für zwei Grundsätze:

Die Würde des Menschen ist unantastbar

und

Jeder Mensch verdient RESPEKT!

Nach vorherrschender Rechtsprechung sind HIV-Positive immer in der Pflicht, ihre Sexpartner(innen) über die Infektion zu informieren und müssen konsequent Kondome verwenden.

Das ist meines Erachtens nach welt- bzw. lebensfremd, denn gerade bei der Anbahnung von Sex wird doch oft gelogen, dass sich die Balken biegen oder überhaupt nicht nachgedacht. Wer in der Fantasiewelt lebt, dass sich alle immer die Wahrheit sagen, sollte aus seinem Märchenschlaf aufwachen!

Viele HIV-Positive haben das Gefühl ständig mit einem Bein im Gefängnis zu stehen, denn bei Sex ohne Kondom kann ihnen also eine Anzeige zumindest wegen (versuchter) Körperverletzung drohen.

Die Deutsche AIDS-Hilfe lehnt die Strafbarkeit der (potenziellen) HIV-Übertragung ab. Die Kriminalisierung bürdet Menschen mit HIV die alleinige Verantwortung für Schutz auf, fördert Stigmatisierung und die Verbreitung des Virus.

Unter anderem widerspricht sie der Botschaft, dass jeder Mensch sich selbst schützen muss und kann vom HIV-Test abschrecken. Gerichte müssen berücksichtigen, dass eine gut wirksame HIV-Therapie mindestens genauso wirksam vor der Übertragung des Virus schützt wie Kondome.

Das Motto in diesem Jahr lautet:

„Sei laut gegen Diskriminierung!“

Da ich während meiner Jahre in der Pflege auch HIV-Patienten hatte, habe ich mich sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt und bin sicher, dass die aktuell verfügbaren HIV-Medikamente die Lebenserwartung von Menschen mit HIV deutlich erhöhen und auch einen bedeutenden Beitrag zur Prävention leisten.

Bei erfolgreicher Therapie, d.h., wenn die Viruslast sechs Monaten unter der Nachweisgrenze bleibt und konsequenter Einnahme der Medikamente wird HIV sexuell nicht übertragen!

Nicht jeder an HIV-Erkrankte ist selbst an der Erkrankung Schuld!,

aber

Jeder Mensch verdient RESPEKT!

In diesem Sinne appelliere ich an Euch alle von Herzen gerne diesen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, vor allem aber mit dieser Erkrankung keinen Rufmord zu treiben und wünsche uns allen eine harmonische Zukunft

Werner

Gedanken zum Welt-Aids-Tag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 1. Dezember 2018, ist:


Welt-Aids-Tag

Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV.

Pro Jahr kam es bislang zu ca. 2,1 Millionen Neuinfektionen, im Jahr 2016 waren es „nur“ 1,8 Millionen und anstatt etwa 240.000 bei Kindern waren es 2016 „nur“ 160.000.

Wirklich schlimm ist jedoch, dass nur etwa 53 Prozent der Betroffenen  bislang Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten haben.

Und noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung.

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In Deutschland leben heute rund 85.000 Menschen mit HIV, rund 5.000 mehr als im Vorjahr und ca. 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben.

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2018 findet der Welt-Aids-Tag, der seit 1988 jährlich am 1. Dezember begangen wird zum 31. Mal statt.

Mit zahlreichen spannenden Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und Aids, und rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen.

Das Spektrum reicht von Informationsständen in der Innenstadt über Podiumsdiskussionen bis hin zu Spenden-Galas mit großem Promi-Engagement. 

Die diesjährige Kampagne will deshalb Berührungsängste abbauen und zeigen, dass positiv zusammen leben zwischen Menschen mit und ohne HIV bereits stattfindet und möglich ist.

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Der Welt-Aids-Tag dient auch dazu, Verantwortliche in Politik, Medien,Wirtschaft und Gesellschaft – weltweit wie auch in Europa und Deutschland – daran zu erinnern, dass das HI-Virus noch längst nicht besiegt ist.

Er will Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS fördern und Diskriminierung entgegenwirken.

Er erinnert an die Menschen, die an den Folgen der Infektion verstorben sind. Und er ruft dazu auf, weltweit Zugang für alle zu Prävention und Versorgung zu schaffen.

Auch, damit überall die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und sich Vorbeugung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe für die Betroffenen an ihren Lebensrealitäten orientieren können.

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In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche Aids-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein.

Unter dem Motto:

„Positiv zusammen leben“

liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf ganz persönlichen „Gewissensfragen“ und dem Aufruf zur Toleranz und Solidarität:

Die meisten Menschen wissen, dass sie im Alltag vor einer Infektion
mit HIV sicher sind.

Aber in den Situationen, in denen es auf dieses Wissen ankommt,
vertrauen manche doch nicht darauf,
da sind die Ängste wohl stärker.

Es gibt keinen Grund, vor Menschen mit HIV Angst zu haben.

Ich würde mich von Herzen gerne freuen, wenn das viel mehr Menschen erkennen würden, denn Diskriminierung schadet allen Menschen, sie macht krank und kann vom HIV-Test abschrecken.

Werner