Schlagwort: Hepatitis C

Gedanken zum Deutschen Lebertag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 20. November, ist:

Deutscher Lebertag 2018

Ausrichter sind neben der Gastro-Liga e.V.
die Deutsche Leberhilfe e.V. und
die Deutsche Leberstiftung.

Lebererkrankungen können jeden treffen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensweise. Der Lebertag will unter anderem mit dem Vorurteil aufräumen, Lebererkrankungen seien grundsätzlich immer „selbst verschuldete Krankheiten“ und ganz gezielt darauf aufmerksam machen, dass Lebererkrankungen sehr viel häufiger sind als allgemein angenommen oder vermutet wird.

Viele Lebererkrankungen können heute gut behandelt werden. Nicht nur Medikamente, sondern auch Veränderungen des persönlichen Lebensstils können ganz entscheidend zur Besserung von Lebererkrankungen beitragen oder deren Entstehung ganz verhindern.

„Leber/wert/voll“

war das Motto des 17. Deutschen Lebertages, welches uns daran erinnern, wie wertvoll die Leber ist und welche vielfältigen Aufgaben sie erfüllt.

ext. Bild

Erkrankungen der Leber verlaufen schleichend und still. Das sie lange ohne spezifische Beschwerden bleiben, macht sie so unglaublich tückisch.

Lebererkrankungen werden deshalb sehr häufig erst ganz spät erkannt.

Allein an chronischer Hepatitis B und Hepatitis C sind Hunderttausende Menschen alleine in Deutschland erkrankt und die meisten davon ohne es zu wissen.

Hinzu kommen Autoimmunerkrankungen der Leber sowie Fettlebererkrankungen, die insbesondere in den westlichen Industrienationen verstärkt auf dem Vormarsch sind.

Schätzungen zufolge leiden alleine 20% der deutschen Bevölkerung unter Fetteinlagerungen der Leber. Fettlebererkrankungen werden gefährlich, wenn die Verfettung zu einer Leberentzündung führt.

Durch die andauernde Entzündung kommt es zu einer Vernarbung der Leber. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, drohen bei allen chronischen Lebererkrankungen Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs.

Der 19. Deutsche Lebertag steht unter dem Motto:

Mit diesem Motto weist der diesjährige Deutsche Lebertag darauf hin, dass es lebenswichtig ist, an die Leber zu denken.

Die Leber ist ein Organ, das leider wenig und nur ganz selten Beachtung findet. Dabei erfüllt sie zahlreiche Aufgaben.

Sie ist das zentrale Stoffwechselorgan in unserem Körper und wenn sie ausfällt, tritt innerhalb weniger Stunden der Tod ein!

Mehr Aufmerksamkeit für Leber und Leberwerte ist daher das Ziel des 19. Deutschen Lebertages. Zum bundesweiten Aktionstag werden heute wieder zahlreiche lokale Veranstaltungen wie Arzt-Patienten-Seminare, Experten-Sprechstunden oder Lebertest-Aktionen angeboten.

Wem sich die Möglichkeit bietet, dem kann ich nur ans Herz legen, sich testen zu lassen, denn Gesundheit ist unser mit weitem Abstand höchstes Gut.

Für die gestern angebrochene Woche, ach was, natürlich für die gesamte Zukunft wünsche ich uns allen von Herzen gerne viele schöne Momente, wenig Stress und viel Gesundheit

Werner

 

P.S.:

Mein Appell zum heutigen Tag

Welt-Hepatitis-Tag 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Samstag, dem 28. Juli ist

Welt-Hepatitis-Tag 2018

Aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge leben weltweit 257 Millionen Menschen mit Hepatitis B und 71 Millionen mit Hepatitis C.

Das Motto des Tages lautet daher auch:

„Hepatitis: Findet die fehlenden Millionen!“

Das Ziel aller künftigen Maßnahmen ist es bis 2030 diese Infektionen ganz drastisch einzudämmen.

Auch in unserem Land sind Hunderttausende von chronischer Hepatitis B und C betroffen.

Eine Hepatitis-B-Infektion lässt sich durch eine Schutzimpfung verhindern.

Für Menschen, die in der Pflege arbeiten ist die Hepatitis-Schutzimpfung eine der wichtigsten Impfungen überhaupt. Genaueres dazu kann man leicht im Internet erfahren. Wichtig, falls es keinen Betriebsarzt gibt, bitte selbst darauf achten, denn etwa 10 Jahre nach der dreiteiligen Erstimpfung sollte eine Auffrischung erfolgen! 

Eine Neuinfektion heilt bei einem Erwachsenen meist von selbst aus, kann jedoch auch chronisch verlaufen und Medikamente können eine chronische Hepatitis B oftmals nicht komplett ausheilen, aber zumindest sinkt die Gefahr von Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs, und wahrscheinlich auch das Ansteckungsrisiko für andere. Die Forschung wurde intensiv vorangetrieben, um  heilende Therapien gegen Hepatitis B zu finden.

Eine Hepatitis-C-Infektion dagegen ist dank neuer Medikamente heute fast immer heilbar. Frühere Therapien konnten zwar auch zur Heilung führen, erreichten dieses Ziel aber deutlich seltener und waren für ihre Nebenwirkungen berüchtigt. Seit 2014 wurden neben dem altbekannten Interferon eine Reihe von neuen Medikamenten zugelassen, welche wesentlich verträglicher sind und über 90% der Betroffenen schon beim ersten Therapieversuch dauerhaft von ihrer Infektion befreien.

Dadurch ist das Ziel, die Hepatitis C bis 2030 zu eliminieren, nun erstmals überhaupt denkbar geworden.

Die WHO-Hauptversammlung hatte bereits im vergangenen Jahr beschlossen, Hepatitis B und C bis 2030 global einzudämmen bzw. zu eliminieren und dieses Ziel wird nun in der globalen sogenannten NOhep-Kampagne verfolgt.

Auch in Deutschland hat die Bundesregierung die BIS2030-Strategie festgelegt, welche neben HIV auch die Eindämmung der Hepatitis B und C sowie weiterer, sexuell übertragbarer Erkrankungen bis 2030 anstrebt.

Um Hepatitis B und C einzudämmen bzw. sogar zu eliminieren, ist nicht nur Prävention sehr wichtig. Gänzlich unverzichtbar ist es auch, dass Betroffene rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden.

Eine Hepatitis-Infektion bekommt man als Betroffener lange nicht zu spüren.  Auch die typische Gelbfärbung der Haut und der Augen bleibt oft aus.

Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gelenkbeschwerden sind eher unspezifisch.

Wer nichts von seiner Infektion weiß, hat keinerlei Chance, diese zu behandeln und noch viel schlimmer kann die Infektion unwissentlich auch noch an andere weitergegeben werden. Wer ein Risiko für eine Virushepatitis hat, z.B.: beruflich, tut gut daran, sich gezielt untersuchen zu lassen.

Auf der Webseite Lebertest.de der Leberhilfe Projekt gUG kann man durch einem anonymen Online-Test herausfinden, ob es im Lebenslauf etwaige Risikofaktoren für Hepatitisinfektionen oder andere Lebererkrankungen gab.

Diese Möglichkeit sollte man im eigenen Interesse wahrnehmen, wenn Zweifel bestehen und ich drücke uns allen von Herzen gerne die Daumen, auf das es weltweit gelingt das diesjährige Motto erfolgreich umzusetzen

Werner